Ulm News, 25.12.2016 13:00
Maria liegt auf Edwin Scharffs Sofa
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Beschreibung: Maria hat es sich auf Edwin Scharffs Sofa bequem gemacht, Josef schaut zu und Scharffs Spitz hat sich zusammengerollt. Edwin Scharff: Weihnachtliche Szene, 1939; Bleistift, Nachlassgemeinschaft Scharff, Edwin Scharff Museum Neu-Ulm © VG Bild-Kunst, B
Fotograf: Edwin Scharff Museum Neu-Ulm © VG Bild-Kunst, Bonn 2016
Was passiert hinter dem Bauzaun? Diese Frage stellen sich die treuen Besucher des Edwin Scharff Museums am Neu-Ulmer Petrusplatz und Passanten seit Herbst. Beim „Blick durchs Schlüsselloch“ werden aber Umbau und Arbeit im Edwin Scharff Museum im Internet dokumentiert. Zutritt zum virtuellen Museum bekommt man über die Website www.edwinscharffmuseum.de.
Seit Mitte September ist geschlossen, es wird umgebaut. Die Türen sind zu, davor kündet ein gelbes Schild von den Bauarbeiten. Der Museumsbetrieb ruht. Meint man. Dem ist aber nicht so, denn auch wenn derzeit keine Ausstellungen gezeigt werden können, wird hinter den Kulissen in den Büros unterm Dach trotz des täglichen Lärms und Staubs eifrig weiter gearbeitet. Nun hat das Museumsteam um Museumsleiterin Dr. Helga Gutbrod dem Museum eine neue virtuelle Präsenz gegeben. Interessierte können während des Umbaus, der voraussichtlich bis Herbst 2017 dauern wird, einen „Blick durchs Schlüsselloch“ wagen. In immer neuen Texten und mit Fotos von der Baustelle und von ihren Arbeitsplätzen informiert das Museumsteam in einem blog über das, was hinter den Kulissen passiert. Zutritt zum virtuellen Museum bekommt man über die Website www.edwinscharffmuseum.de. Aktuell ist dort zum Beispiel der „Trümmerhaufen“ zu sehen, in den sich der frühere Eingangsbereich verwandelt hat. Es werden im Laufe der Monate aber unter dem Motto „Was macht eigentlich…?“ auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Edwin Scharff Museums in kleinen Porträts vorgestellt. Den Anfang macht Minja Mayenberger, die als Registrar für die Bestände zuständig ist. Eine monatliche Rubrik wird das „Kunstwerk des Monats“ sein. Kristina Baumann, die wissenschaftliche Volontärin des Museums, hat dort schon zwei unbekannte Werke aus dem Depot vorgestellt. Zur Weihnachtszeit musste es natürlich ein weihnachtliches Werk sein. Und sie wurde im Bestand von Scharff selbst fündig: Scharff hat 1939 eine weihnachtliche Szene in Bleistift geschaffen. Maria und Josef, Ochs und Esel und ein Mann – vermutlich ein Hirte oder womöglich Edwin Scharff selbst? – haben sich in einem Stall versammelt. Doch dieser ist eher wie ein Wohnzimmer ausgestattet: Maria mit dem Kind im Arm hat sich auf einem Sofa zur Ruhe gelegt. Links davon sitzt, an seinem Heiligenschein erkennbar, Josef entspannt auf einem Stuhl und blickt liebevoll auf seine Frau. Ungewöhnlich sind eine vollbehängte Wäscheleine und ein Hund, der unter dem Sofa hervor lugt. Eine sehr familiäre Szene, zumal Edwin Scharff einen Spitz besaß, wie er sich hier unter der Couch zusammenrollt. Weihnachten bei Scharff auf dem Sofa… Mehr dazu hat Baumann im „Kunstwerk des Monats Dezember“ geschrieben. www.edwinscharffmuseum.de




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