Ulm News, 30.10.2015 00:00
Jeden Vierten hat die Erkältungswelle richtig erwischt
Schnupfen und Husten sind für viele von uns momentan wieder tägliche Begleiter. Besonders häufig trifft es Menschen mit körperlich, aber auch mit psychisch bedingt geschwächtem Immunsystem.
Insgesamt 58.542 Fälle von akuten, behandlungsbedürftigen Erkältungskrankheiten meldet die AOK Ulm-Biberach für das vergangene Jahr. Damit liegen die Zahlen sogar leicht unter dem Durchschnitt der letzten Jahre 2007 bis 2014 (minus 3 Prozent). Säuglinge sind deutlich häufiger betroffen als Kinder, Jungs häufiger als Mädchen. Bei Frauen und Männern verkehrt sich das Verhältnis dann. 200 verschiedene Virenarten, die Schnupfen auslösen, gibt es. Daher ist es ganz normal, dass die meisten Menschen mehrmals im Jahr an Schnupfen erkranken. Im Stadtgebiet Ulm registrierte die AOK 10.435 Versicherte mit akuten Atemwegs-Infektionen, die beim Arzt behandelt wurden. Im Alb-Donau-Kreis waren es 21.302 betroffene Personen; das entspricht in beiden Fällen ziemlich genau dem Mittel der vergangenen sieben Jahre. Biberach hingegen liegt mit 26.879 Fällen sieben Prozent unter dem Schnitt der Vorjahre. „Auch wenn es gefühlt immer stärkere und schwächere Jahre mit Erkältungskrankheiten gibt, so beobachten wir über die Jahre hinweg wenig Veränderungen“, sagt Dr. Sabine Schwenk, Geschäftsführerin der AOK Ulm-Biberach. „Schwankungen innerhalb einer Erkältungssaison sind extrem saison- und wetterabhängig“, resümiert sie. Besonders häufig treten die beim Arzt als „akute Infektion der oberen Atemwege“ diagnostizierten Erkrankungen bei Kindern auf und nehmen dann mit zunehmendem Alter linear ab. So sind 85 Prozent aller Säuglinge betroffen. Bei Kleinkindern zwischen fünf und neun Jahren sind es noch 54 Prozent. In der Altersgruppe 25 bis 34 ist jeder Dritte betroffen, bei den über 70-Jährigen nur noch jeder Zehnte, bei der Generation 85 plus nur noch jeder 14. „Hat es einen ,erwischt‘, so gelten zunächst die alten Hausmittel: viel Ruhe, viel trinken, vitaminreiche Ernährung und eventuell abschwellende Nasensprays, um durchschlafen zu können. Dann sollte der Schnupfen nach ein bis spätestens zwei Wochen vorbei sein“, sagt die Geschäftsführerin der AOK. „Steigt die Temperatur aber einen Tag lang über 38,5 Grad oder treten Schmerzen bei der Atmung auf, dann sollte ein Arzt aufgesucht werden“, rät Schwenk.




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