Ulm News, 22.07.2015 11:05
Mittelstand fordert Betriebskindergärten statt Betreuungsgeld – BVMW schreibt Abgeordnete an
Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft ( BVMW ) ist auch hier im Wirtschaftsraum Ulm / Neu-Ulm sehr froh darüber, dass das Betreuungsgeld vom Bundesverfassungsgericht gekippt worden ist. „Das Bundesverfassungsgericht hat den Weg freigemacht für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das Betreuungsgeld war und ist hierfür der falsche Weg. Der unternehmerische Mittelstand hat seit langem dessen Abschaffung gefordert und dafür plädiert, dass die freiwerdenden Mittel in Höhe von jährlich bis zu 900 Millionen Euro in bessere Betreuung vor Ort investiert werden.“ so Karl-Heinz Raguse vom BVMW in Ulm / Neu-Ulm.
Der Mittelstand setzt sich für innovative und flexible Kinderbetreuungskonzepte ein, insbesondere den Ausbau von Betriebskindergärten. Der Leiter der Region Karl-Heinz Raguse weiß, dass auch in unserer Region noch lange nicht der Bedarf abgedeckt wird. „Jeder Euro, der hier zusätzlich zielgenau investiert wird, fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Darüber hinaus müssen gerade mittelständische Unternehmen die Möglichkeit haben, bei der Kinderbetreuung maßgeschneiderte betriebliche Vereinbarungen treffen zu können. Schon heute bieten viele Mittelständler ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Home-Office oder eine flexible Arbeitszeitgestaltung an.“ Für den BVMW ist eine gute Bildungs- und Familienpolitik die beste Ausgangsvoraussetzung für einen starken Mittelstand: „Das Geld muss in unsere Kindertagesstätten, Kindergärten und in flexible Angebote gesteckt werden. Jetzt kann jedes Bundesland über ein eigenes Landesbetreuungsgeld entscheiden. Die damalige Alternative zum Betreuungsgeld, einen klugen Einstieg in ein modernes Bildungssparen zu ermöglichen, ist aktueller denn je. Deutschland braucht endlich ein intelligentes Bildungssparkonzept. Lebenslanges Lernen und eine gute Weiterbildungsfinanzierung sind für den Mittelstand die Basis für motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Der Leiter der Region Karl-Heinz Raguse des BVMW, Ulm / Neu-Ulm wird jetzt die regionalen Bundestagsabgeordneten anschreiben, um dafür zu werben, dass Bund und Länder das Urteil jetzt zum Anlass nehmen sollten, um sich grundsätzlich über neue Wege in der Familienförderung Gedanken zu machen. Deutschland fördert derzeit rund 160 einzelne familienpolitische Maßnahmen, Projekte und Aktionen mit insgesamt mehr als 200 Milliarden Euro jährlich. Auch die Rathäuser hier in der Region können davon ein Lied singen. Dennoch klafft nach wie vor eine große Lücke bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Hier ist ein radikales Umdenken gefordert: Schluss mit dem schon lange nicht mehr durchsichtigen Antragsdschungel! Wir brauchen endlich eine Familienförderung aus einem Guss!“




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