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Ulm News, 14.06.2015 18:22

14. Juni 2015 von Ralf Grimminger
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Bandenkrieg und unerfüllte Liebe - Die "West Side Story" begeistert das Premierenpublikum


Großer Beifall und Standing Ovations nach dreieinhalb Stunden Liebe, Trauer und  Bandenkrieg. Die von Regisseur Rhys Martin zeitgemäß und opulent inszenierte "West Side Story" auf der Wilhelmsburg überzeugte die 1800 Premierengäste auf ganzer Linie. Die "West Side Story" des Theater Ulm mit der Musik von Leonard Bernstein ist insgesamt 18 Mal in dieser außergewöhnlichen Kulisse und Atmosphäre zu erleben.     

Das Musical "West Side Story" aus den 50er Jahren ist aktuell inszeniert. Knatternde Motorräder,  Rotorengeräusche von Hubschraubern und Lichteffekte schaffen eine bedrohllich Atmosphäre in den Gemäuern der Wilhelmsburg. Die Streetgangs "Sharks", eigenlich Latinos,  in Ulm aber eine Türken-Gang und die "Jets", hier eher "Faschos", bekriegen sich. Sie kämpfen um die Vorherrschaft in der Straße und provozieren sich mit im Grunde lächerlichen Aktionen. Machogehabe auf beiden Seiten. Es kommt wie es kommen muss: Maria von den Sharks verliebt sich in Toni von den Jets. Die Liebe endet nach dreieinhalb Stunden Musiktheater in einer Katastrophe.
Die "West Side Story" hat - im Gegensatz zu den modernen Musicals, bei denen wenig gesprochen wird und Hit an Hit mit einer meist sehr konstruierten  Handlung (zB "We will rock you") verbunden werden -  noch lange Dialoge. Bis die Geschichte in Fahrt kommt, wird gesprochen, auf der Wilhelmsburg ganz aktuell sogar gerappt. Die Dialoge klingen anfangs etwas zu cool, swirken  szenemäßig bemüht. Auch etwas zu lange.
Leonard Bernstein kombinierte in seinem Musical verschiedenste Musikelemente: Jazz,  Oper und auch Unterhaltungs-, ja sogar Jahrmarktsmusik.  Allerdings ohne süßliche Hits wie bei vielen anderen Musicals, wenngleich "Maria", "Tonight" oder "America" mittlerweile Evergreens sind. Das Philharmonische Orchester unter der Leitung von Hendrik Haas sorgte für das beeindruckende orchestrale Fundament für die Sängerinnen und Sänger.
Die Handlung nahm mit Einbruch der Dunkelheit und zusätzlich spektakulären Effekten immer mehr Fahrt auf, bis zum tragischen Höhepunkt, dem eindrucksvoll und berühend gesungenen "Finale" von "Toni" und Maria". 
Das Musical in Ulm lebt von der großartigen Kulisse der Wilhelmsburg, die Teil der Inszenierung ist, und von den großen Gruppen auf der "Bühne", eben, wenn sich die Gangs begegnen. Herausragend spielt und singt Maria Rosendorfsky die "Maria". 
 Große Betzung auf der Wilhelmsburg. Bei der West Side Story sind eine Menge Sängeri und Tänzer zu erleben. Maria Rosendorfsky singt und spielt die Maria ausgezeichnet,  Nikolas Heiber in der zweiten Hauptrolle als "Toni" erhielt ebenso verdienten großen Beifall. Dalma Viczina  spielte und sang überzeugend die "Anita", Stefan Rüh als "Riff" und  Christopher Brose sang den "Bernardo".  Als die Jets waren Eric Rentmeister, Timothy Roller., Konstantin Krisch., Stefan Magner, Rustam Savrasov, Christoph Schedler, Yuhao Guo und Christian Balkheimer, Max  Blu, Kevin Lopez., Jan Mayer., Philipp Raiss, Bastian Süpple,  Daniel Wiedmann. Die Freundinnen der Jets sind Anna Schlothauer, Yuka Kawazu, Fabienne Schärer und Ulla Bläsing, Giulia Damiano, Myriam Eckenfels  Alicia Lingner, Annalena Lipp und Lina Vasta. 
Die gegnerische Streetgang sind die "Sharks", gespielt und getanzt von  Maximilian Widmann / Yuhao Guo, Damien Nazabal,  Pablo Sansalvador, Lorenzo Angelini und Yannik Dieudonne., Allan Grimm, Sergej Kalyukh, Johannes Krimmel, Fabian Lopez, Hakan Özer und Rani Zellars. Deren Mädchen werden dargestellt von Julia Baukus, Ceren Yavan-Wagner, Giulia Insinna und Raffaela Ewald, Gisela Montero i Garcia und  Ruth Weigel.  Unterstützt wird das Ensemble zudem noch von Auszubildenden der Wi elandwerke Ulm.
23.30 Uhr. Die Liebe endet tragisch mit Tod, Trauer und lautem Hubschraubergeknatter.
Es folgte lauter , lang anhaltender Applaus des begeisterten Premierenpublikums für die ausgezeichnete Leistung des  Ensembles, der Solisten und des Orchesters - sowie für die zeitgemäße Inszenierung, die insgesamt 18 Mal auf der Wilhelmsburg zu sehen sein wird. Das Wetter spielte bei der Premiere auch hervorrragend mit. Wobei den Regen nur die Schauspieler fürchten müssen. Die Zuschauer sitzen in diesem Jahr modern überdacht auf bequemen Stühlen und können die spektakuläre Show der Ulmer "West Side Story" geniesen - und mit Toni und Maria mitfiebern. 



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