Ulm News, 22.10.2014 16:12
Baumpflanzaktion als Zeichen der Hoffnung
Vertreter des Diakonischen Werks Neu-Ulm und Landrat Freudenberger pflanzen im Seniorenzentrum Nersingen Hoffnungsbäumchen.
In diesem Herbst werden in ganz Bayern vor Einrichtungen der Diakonie Bäume gepflanzt. Etwa zwei Dutzend diakonische Werke in Bayern beteiligen sich an der Aktion, zu der der Landesverband aufgerufen hat. Das Diakonische Werk (Diakonie) Neu-Ulm pflanzte ein Apfelbäumchen im Garten des Seniorenzentrums Nersingen. Damit will man ein kleines Zeichen der Hoffnung setzen, ganz nach dem Martin Luther zugeschriebenen Satz: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“
Die bayerische Diakonie macht damit bereits heute auf den sozialpolitischen Aspekt der Reformation aufmerksam, die sich im Jahr 2017 zum 500. Mal jährt. „Es ist kaum bekannt, dass auch unser Sozialstaat an vielen Stellen von Luther und der Reformation geprägt ist“, sagte Dekanin Gabriele Burmann, die 1. Vorsitzende der Diakonie Neu-Ulm.
So sei etwa der „gemeine Kasten“, auf Luthers Anregung in vielen Gemeinden eingeführt, eine frühe Form der heutigen Wohlfahrt gewesen. In der „Leisninger Kastenordnung“ von 1523 heißt es dazu beispielsweise: „Die aber aus Zufällen bei uns verarmen oder aus Krankheit und Alter nicht arbeiten können, sollen aus dem gemeinen Kasten versorgt werden.“ Dekanin Burmann erläuterte: „Die Gemeinde hat so, wie heute unsere ganze Gesellschaft, Verantwortung für ihre schwächsten Mitglieder übernommen und sie unterstützt.“
Gemeinsam mit Landrat Thorsten Freudenberger und Nersingens Bürgermeister Erich Winkler pflanzten Petra Neubert, die Leiterin des Seniorenzentrums Nersingen, und weitere Vertreterinnen und Vertreter der Diakonie Neu-Ulm vor dem Seniorenzentrum darum ein kleines Apfelbäumchen. Ein eigens in Einrichtungen der bayerischen Diakonie dafür gefertigtes Schildchen weist zukünftig auf den Anlass hin.
Gleichzeitig will die Diakonie Bayern mit den ihren Apfelbäumchen aber auch ein Zeichen für die Gegenwart setzen. Die Botschaft dabei ist, so Dekanin Burmann: „Trotz schwieriger Rahmenbedingungen gibt die Diakonie nicht auf, trotz aller Widrigkeiten entstehen neue Ideen und werden mit Leben erfüllt.“
Landrat Thorsten Freudenberger wartete mit einer zweiten Deutung auf: Von alters her gelte der Apfelbaum als „Baum des ewigen Lebens“. Der Blick auf den gepflanzten Apfelbaum im Garten des Seniorenzentrums und der Biss in eine seiner Früchte solle in den Heimbewohnerinnen und -bewohnern die Hoffnung stärken, dass sie sich einst „im himmlischen Garten Eden laben dürfen“.




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