Ulm News, 06.10.2014 11:25
Mehr Masterstudienplätze für die „Pharmazeutische Biotechnologie“
Für die Hochschule Biberach und die Universität Ulm war die Nachricht gleichermaßen erfreulich. Die Studienplatzkapazitäten im gemeinsamen Masterstudiengang „Pharmazeutische Biotechnologie“ konnten zum Wintersemester 2014/2015 mehr als verdoppelt werden.
„Wir freuen uns sehr, dass wir der hohen Nachfrage nach Studienplätzen in diesem zukunftsweisenden Hochtechnologie-Bereich nun besser gerecht werden können“, so Professor Bernhard Eikmanns, Studiendekan für Biologie an der Universität Ulm. Finanziert wird die Aufstockung des erfolgreich akkreditierten Studienganges vom Land Baden-Württemberg im Rahmen des Ausbauprogramms „Master 2016“.
Bereits die Absolventen des gleichnamigen Bachelorstudienganges der Hochschule Biberach sind in zahlreichen Unternehmen sehr gefragt. Sie werden unter anderem im Projektmanagement, der Qualitätskontrolle, in der pharmazeutischen Produktion sowie in Forschung und Entwicklung eingesetzt. „Mit dem darauf aufbauenden Masterstudiengang werden unsere Absolventinnen und Absolventen noch spezifischer für den Arbeitsmarkt ausgebildet und zudem auch akademisch hervorragend qualifiziert“, versichert die zuständige Studiendekanin der Hochschule Biberach Professorin Chrystelle Mavoungou.
Der gemeinsame Masterstudiengang „Pharmazeutische Biotechnologie“ (PBT) besteht seit dem Sommersemester 2010. Mit seinen Schwerpunkten pharmazeutische Grundlagen, Bioprozessentwicklung und Downstream-Processing, der Toxikologie und Biochemie sowie den interdisziplinären Modulen zu therapeutischen Proteinen und Antikörpern, zur Stammzellforschung und regenerativen Medizin gewährleistet der Masterstudiengang nicht nur eine umfassende naturwissenschaftliche Ausbildung. Ein besonderes Qualifizierungsprofil erhalten die Studierenden nicht zuletzt durch vertiefte Kenntnisse in Bereichen wie der Qualitätssicherung, dem Zulassungs-, Arzneimittel- und Gentechnikrecht. Eine weitere Besonderheit: die wissenschaftliche Projektarbeit, in der die Masterstudenten eigenverantwortliches wissenschaftliches Arbeiten im Team erlernen. Bestandteil im Lehrplan ist zudem die Teilnahme an einer internationalen Summer-School in Athen, ein Highlight, das bei den Studierenden wohl gut ankommen wird. Durch Auslandspraktika und die Möglichkeit, Abschlussarbeiten auch weltweit an renommierten Forschungseinrichtungen anzufertigen, sammelt bisher etwa ein Viertel der Studierenden internationale Erfahrungen. Darüber hinaus kommen zahlreiche Bewerber aus dem Ausland.
Nicht nur bei der Konzeption der Studiengänge wurden Vorschläge und Anregungen von regionalen Biotechnologiefirmen in das Curriculum aufgenommen. Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur reagierte mit dem Kapazitätsausbau auch auf eine Forderung des Wissenschaftlichen Beirates der Hochschule Biberach, dem zunehmenden Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften für diese Schlüsseltechnologie besser gerecht zu werden. „Die Biotechnologie ist ein beträchtlicher Wirtschafts- und Innovationsfaktor für unsere Region. Zahlreiche führende Pharmaunternehmen sind im Großraum Ulm/Biberach ansässig“, so Uni-Präsident Professor Karl Joachim Ebeling. Über den BioPharMaXX-Cluster der BioRegion Ulm e.V.- als Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft - sind die Universität Ulm und die Hochschule Biberach eng mit regionalen Forschungseinrichtungen und Unternehmen verknüpft. Was den Studierenden nicht zuletzt bei der Anfertigung ihrer Abschlussarbeiten zugutekommt, mit der viele von ihnen bereits die Weichen für ihre weitere berufliche Zukunft stellen. Die Absolventen des gemeinsamen Masterstudienganges sind sowohl in der Wissenschaft, als auch der Industrie – im In- und Ausland – sehr gefragt. Jeweils die Hälfte eines Jahrgangs wechselt mit dem Masterabschluss in ein Unternehmen oder entscheidet sich für die wissenschaftliche Laufbahn über eine Promotion. „Die Masterabsolventinnen und -absolventen sind sehr gefragt. Und dank der Verdopplung der Kapazitäten werden wir unserem Anspruch, Industrie und Wissenschaft hochqualifizierten Nachwuchs zu garantieren, besser gerecht“, so Rektor Professor Thomas Vogel von der Hochschule Biberach.
Der gemeinsame interdisziplinäre Master-Studiengang „Pharmazeutische Biotechnologie“ ist organisatorisch der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Ulm und dort dem Fachbereich Biologie zugeordnet. Die Universität übernimmt die Studienadministration, studiert wird an beiden Studienorten, also an der Hochschule Biberach sowie der Uni Ulm, wo die Studierenden vollberechtigt die jeweiligen Campus-Einrichtungen nutzen dürfen. Offen ist der Studiengang für Bachelorabsolventen der PBT, der Biologie, Biochemie, der molekularen Medizin aber auch der Biosystemtechnik, Biomedizin, der Pharmazie und anderer verwandter Studienfächer. Im Wintersemester stehen 25 Masterstudienplätze zur Verfügung, im Sommersemester sind es 15. Das Online-Bewerbungsverfahren für das kommende Sommersemester läuft vom 15. Oktober bis zum 15. November.
Interessenten wenden sich am besten telefonisch (0731 / 50 - 32754) oder per Email an Dr. Rosemarie Fuhrmann ([email protected]), die den Masterstudiengang an der Universität Ulm koordiniert. Ansprechpartnerin für die Hochschule Biberach ist Lydia Eggle ([email protected]), telefonisch zu erreichen über die 07351 / 582 391.




Highlight
Weitere Topevents
Tödlicher Unfall bei Ehingen - Bus und Auto stoßen zusammen
Ein 58-jähriger Autofahrer starb am Dienstagnachmittag bei Ehingen. Tödlicher Unfall auf der B492Ein...weiterlesen
Kurioses Glanzlicht der Woche: Brand im Ulmer Gefängnis sorgt für große Aufregung - mit hohen Sicherheits-Vorkehrungen
In einer Werkstatt der Justizvollzugsanstalt Ulm ist am Mittwochmittag ein Feuer ausgebrochen. Drei...weiterlesen
Ein Glanzlicht der Woche: Ulms Mega-Kran ist aufgebaut - höher als das Münster - nun kann es für 10.000 Euro Miete pro Stunde losgehen
Die Stadt Ulm erlebt ihre wohl bisher größte Baustelle. Für den Neubau der Wallstraßenbrücke wird nun...weiterlesen
Trauriges Glanzlicht der Woche: Drei Männer dringen in Ulmer Wohnung ein und attackieren einen 36-Jährigen
In einer gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ulm und der Polizei geben biede bekannt: In...weiterlesen
Baustellensprechstunde u.a. am imposanten Kranen am Blaubeurer Ring - und weitere Ulmer Baustellen
Das Update des Baustellen-Managements der Stadt Ulm ist auch für kommende Woche umfangreich -...weiterlesen
Hammer in Ulm: Mario Schneider von der CDU klaut Michael Joukov, Grüne das Direktmandat
Mit Mario Schneider (45) wird wieder ein CDU-Politiker aus dem Wahlkreis Ulm direkt in den Landtag...weiterlesen
Auto nimmt`s mit Straßenbahn auf - 30 Fahrgäste kommen mit dem Schrecken davon
Am Dienstag sind ein Auto mit einer Straßenbahn in Ulm zusammengestoßen. weiterlesen
88-Jähriger Fahrfahrer nach Unfall seinen Verletzungen erlegen
Am Montag kam es zu einem schweren Verkehrsunfall bei Erolzheim bei dem ein 88-Jähriger schwere...weiterlesen




schließen






