Ulm News, 10.09.2014 00:00
BUND-Umfrage: Schulen ist Schutz der Umwelt wichtig
Inwieweit können Schulen heute neben ihrer anspruchsvollen und fordernden pädagogischen Arbeit ökologische Aspekte in den Schul-Alltag integrieren? Diese Frage stellte der BUND-Regionalverband Donau-Iller, im vergangenen Schulhalbjahr in Form eines kurzen Fragebogens an allgemeinbildende und berufliche Gymnasien im Stadtgebiet Ulm, im Alb-Donau-Kreis und im Landkreis Biberach. Ziel war, eine Art Bestandsaufnahme über die Bedeutung des Umweltschutzes zu erhalten. Das Ergebnis kann sich nach Einschätzung des BUND-Regionalvorsitzenden Ulrich Müller sehen lassen.
Die Schulen, die sich an der Umfrage beteiligt hatten, zeigten durchweg, dass ihnen am Schutz der Umwelt gelegen ist. Durch die Umfrage konnte der BUND feststellen, dass viele Schulen durch die Festlegung einer Person aus dem Lehrer-Kollegium, die für Umweltfragen zuständig ist, schon auf dem richtigen Weg sind, den Umweltschutz in den Schulalltag zu integrieren. An einigen Schulen werden die Schüler sogar selbst in Form von Umweltsprechern, Müllsammel-Gruppen, einem Fair-Trade-Team und Energie-Detektiven aktiv miteinbezogen. Außerdem wurde angegeben, dass an vielen allgemeinbildenden Gymnasien verschiedene AGs angeboten werden (z.B. für Bereiche wie Biologie, Umwelt, Natur, Energie und Schulgarten), sowie Aktionen wie die Sammlung der Deutschen Umwelthilfe, bei denen sich interessierte Schüler engagieren können um Spenden zu sammeln. Die Hälfte der Schulen unternimmt im Rahmen von Projekttagen Müllsammelaktionen und Aktionen zu Themen wie Bio- und FairTrade-Produkten, sowie Naturkosmetik, Naturfotografie und Walderlebnis. Ebenfalls wurde erwähnt, dass über den Winter Pflanzaktionen in Zusammenarbeit mit dem Ulmer BUND stattfinden. Besonders wichtig war es für den BUND, herauszufinden, wie die Schulen zur Verkehrsmittelwahl bei Klassenfahrten oder Ähnlichem stehen. Dabei kam heraus, dass immerhin ein Drittel der Befragten eine Regelung die Verkehrsmittel betreffend eingeführt haben. So gaben zwei Schulen an, nur Studienfahrten anzubieten, die ohne Flugzeug zu erreichen sind. Die Schullandheime finden im Umkreis von max. 200 km beziehungsweise in Baden-Württemberg statt. Generell ergab die Umfrage, dass viele Schulen auf die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln achten. Umweltfreundlichere Fortbewegungsmittel werden allerdings nicht nur bei Ausflügen gefördert, sondern auch durch ausreichende Fahrradabstellmöglichkeiten auf dem Schulgelände aller Schulen während des Schul-Alltags unterstützt. Ebenfalls bemerkenswert ist, dass über die Hälfte der Schulen mit eigener Mensa angab, bei der Essenszubereitung auf Lebensmittel aus biologischem Anbau, sowie regionale und saisonale Produkte Wert zu legen. Auch dass an jeder Schule eine vegetarische Alternative für die Schüler angeboten wird ist – wie der BUND findet -ein toller Fortschritt! Auf die Frage hin, welche Maßnahmen unternommen werden, um den Verbrauch von Strom und Wärme zu verringern, antworteten viele Schulen, dass die Innenbeleuchtung an die Lichtverhältnisse außen angepasstund das Licht nach dem Verlassen der Räume ausgeschaltet. Eine häufige Antwort war auch, dass, effizient gelüftet wird und die Heizung elektrisch reguliert wird. Dies wird an manchen Schulen durch die Hilfe der Schüler, die als Energie-Detektive, Umweltsprecher und Öko-Berater arbeiten und die ständigen Hinweise der Lehrer gewährleistet. Zusätzlich kommen laut Angaben, meist auf den Gängen, Zeitschaltuhren und Bewegungsmelder für die Beleuchtung zum Einsatz. Hervorzuheben ist auch, dass eine Schule mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet ist und dort auch mit Holzhackschnitzeln geheizt wird. Die letzte Frage des BUND drehte sich um den Anteil an Recycling-Papier, der beim Kopieren verwendet wird. Dabei gab die Hälfte der Schulen an, nur noch auf recyceltem Papier zu drucken, der Rest der Schulen verwendet für alle Drucke im Schnitt immerhin ungefähr 65 % Recycling-Papier. Nur eine Schule gab an, gar kein umweltfreundliches Papier zu verwenden. Abschließend kann man sagen, dass der BUND keine großen Unterschiede zwischen Schulen im Ulmer Stadtgebiet und im Alb-D onau-Kreis oder im Landkreis Biberach feststellen konnte. Lediglich beim Vergleich zwischen den allgemeinbildenden und den beruflichen Gymnasien fiel auf, dass es an den allgemeinbildenden Schulen mehr umweltbezogene Angebote für engagierte Schüler gibt.




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