Ulm News, 21.08.2014 14:42
Zahl der Krankschreibungen in Ulm und Alb-Donau-Kreis gesunken
Erstmals seit fünf Jahren kann die AOK Ulm-Biberach einen Rückgang bei den Fehlzeiten für die erste Jahreshälfte verzeichnen. Durchschnittlich 7,6 Tage waren die AOK-versicherten Arbeitnehmer in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis von Januar bis Juni krankgeschrieben. Das ist knapp ein dreiviertel Tag weniger als im Vorjahreszeitraum. Langzeit-Arbeitsunfähigkeiten nahmen gleichzeitig um 0,3 Prozent zu.
Hauptursache für das Fernbleiben am Arbeitsplatz waren Rückenprobleme. In der Erhebung ist jeder zweite Arbeitnehmer in der Region erfasst, da die AOK hier knapp 50 Prozent Marktanteil hat. Im Schnitt 7,6 Tage lang war jeder AOK-versicherte Arbeitnehmer in Ulm und Alb-Donau-Kreis in den ersten sechs Monaten dieses Jahres krankgeschrieben. Das sind 0,7 Tage weniger als im gleichen Zeitraum 2013. Zum ersten Mal seit fünf Jahren liegen die Fehlzeiten pro Arbeitnehmer unter acht Tagen. Für das Gesamtgebiet der AOK Ulm-Biberach summieren sich die Fehltage auf rund 1.1 Millionen in sechs Monaten. Der Krankenstand beträgt damit 4,8 Prozent der Gesamtarbeitszeit in Ulm und Alb-Donau-Kreis. Im vergangenen Jahr waren es noch 5,1 Prozent. Krank geschriebene Männer liegen mit 5 Prozent traditionell über den Frauen mit 4,5 Prozent.
Ursache dafür ist, dass Männer häufiger körperlich belastende Tätigkeiten ausüben. Statistisch gesehen waren 45,2 Prozent aller Arbeitnehmer in der ersten Jahreshälfte mindestens einmal arbeitsunfähig. Langzeit-Erkrankungen von mehr als sechs Wochen machen 37,6 Prozent aller Fehltage aus. Das ist eine deutliche Steigerung von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ihr Anteil an den Krankschreibungen beträgt aber lediglich 3,9 Prozent. Dieser Anteil stieg von Januar bis Juni ebenfalls um 0,3 Prozent gegenüber 2013. Männer sind wieder deutlich häufiger betroffen (4,2 %) als Frauen (3,6 %). Langzeit-Erkrankungen haben vor allem chronische Krankheiten zur Ursache. Fast jede vierte Krankschreibung, nämlich 22,2 Prozent, beruht auf Erkrankungen des Bewegungsapparats – eine Steigerung um 1,3 Prozent. In erster Linie sind das Rücken-probleme. „Hauptursache dafür ist unsere modernde, sitzende Lebensweise mit zu wenig körperlicher Aktivität. Regelmäßige Bewegung, dreimal in der Woche Sport – bei Geschädigten am besten spezielle Rückenkurse –, aber auch ganz banale Alltags-bewegungen wie Treppen steigen sind die einfachste und beste Maßnahme gegen Rückenschmerzen“, rät Timm Waber, Leiter des Bereichs Gesundheitssport bei der AOK Ulm-Biberach. „Und man sollte damit nicht erst anfangen, wenn es im Rücken zwickt, sondern präventiv“, ergänzt der Sportwissenschaftler. Psychische Erkrankungen machen 9,8 Prozent der Gesamtfehltage und damit 01, Prozent mehr aus als 2013 – ein konstanter, leichter Anstieg über die vergangenen Jahre (2012: 9,2 %, 2011: 9,1 %, 2010: 8,4 %). „Auch Rückenschmerzen und Verspannungen können Hinweise auf psychische Erkrankungen sein“, warnt Waber. Der Anteil an Krankheiten des Atmungssystems sank deutlich von 17,1 Prozent auf 12,9 Prozent, was daran lag, dass der extrem kalte Winter 2013 eine große Erkältungswelle mit sich gebracht hat, während der vergangene Winter mild ausfiel.
Erfasst sind alle Fehlzeiten, für die eine Krankschreibung ausgestellt wurde; Kurzzeitfälle ohne Krankschreibung bleiben unberücksichtigt. Basis der Erhebung sind die 230.000 Versicherten der AOK Ulm-Biberach mit einem Marktanteil von 48 Prozent; jeder Zweite gesetzlich Versicherte in der Region ist damit berücksichtigt.



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