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Ulm News, 08.04.2010 11:30

8. April 2010 von Thomas Kießling
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Die Antwort liegt in den Zellen


Mit einem DFG-produzierten Video präsentiert die International Graduate School in Molecular Medicine Ulm ab sofort ihr innovatives Ausbildungs- und Betreuungskonzept für Doktoranden der Öffentlichkeit und gewährt Einblicke in ihre zukunftsträchtigen Forschungsthemen.

Zellen sind die Bausteine des Lebens. Wenn sie Defekte erwerben, ist der ganze Körper in Gefahr. Ein besseres Verständnis der Zelle hilft Ärzten und Forschern deshalb dabei, bessere Therapien für Krankheiten wie Krebs zu entwickeln. An der Ulmer Graduiertenschule für Molekulare Medizin werden sie für diese Aufgabe ausgebildet. 
Eins ihrer Ziele ist, die Chemotherapie für Krebspatienten effektiver zu machen. Dazu untersuchen die Forscher den programmierten Zelltod, die sogenannte Apoptose. Denn der Erfolg der Therapie hängt unter anderem davon ab, die Tumorzellen dazu zu bringen, sich selbst zu zerstören. Professor Klaus-Michael Debatin ist Direktor der Ulmer Kinderklinik und Dekan der Medizinischen Fakultät. Er erforscht die Apoptose an der Graduiertenschule und schätzt ihre enge Zusammenarbeit mit Klinik und Labor. „Der Arzt, der hier jemanden behandelt, weiß, dass 50 Meter entfernt im Labor die Zellen des Patienten untersucht werden“, sagt er. „Das ist für ihn sicherlich eine Inspiration und ein Ansporn.“ 
Inspiration und Ansporn auch für die Studenten, die an der Graduate School an den interdisziplinären Projekten mitarbeiten. Sie profitieren besonders von dem breiten Themenspektrum der Forschung. Von der Krebsbekämpfung über Stammzellen bis zur Zellalterung: in Ulm werden viele Aspekte der Zelle erforscht. Und das schon seit 1967, als die Universität als Medizinische Hochschule gegründet wurde.
Langjährige Erfahrung und intensive Betreuung ihrer Studenten machen die kleine Ulmer Universität auch für internationale Bewerber interessant. „Klein ist fein“, bringt es Professor Dr. Michael Kühl, Sprecher der Graduiertenschule, auf den Punkt. „Die Leute treffen sich häufiger und können dann aus unterschiedlichen Blickwinkeln ein- und dasselbe Problem diskutieren.“ Gute Voraussetzungen, um die großen Zukunftsthemen der Forschung anzugehen.



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