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Ulm News, 20.01.2014 10:36

20. January 2014 von Thomas Kießling
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Chancenlos im Duell der Nachwuchsteams


Nach der bitteren Derbypleite in Leitershofen haben die Weißenhorn Youngstars gestern Abend vor heimischer Kulisse die nächste herbe Niederlage kassiert. Gegen die Fraport Skyliners Juniors Frankfurt verloren sie klar mit 61:95 (28:42). Die Fuggerstädter lieferten offensiv über weite Strecken eine schwache Vorstellung ab und ließen in der Verteidigung die nötige Intensität vermissen. Durch die neunte Niederlage im 15. Spiel rutschten die Youngstars auf den zehnten Tabellenplatz ab.

Schon vor dem Spiel war den Weißenhorner Verantwortlichen und Spielern klar, dass sie sich auf einen großen Kampf einstellen müssen. Die Frankfurter reisten mit zahlreichen Doppellizenzspielern wie Konstantin Klein, Johannes Voigtmann und Kevin Bright an, die in der Erstliga-Mannschaft der Skyliners feste Größen sind. „Frankfurt hatte heute eine qualitativ hochwertige Mannschaft. Wir wollten aber die Herausforderung annehmen und eine deutliche Reaktion nach der Niederlage in Leitershofen zeigen“, sagte Trainer Zoltan Nagy. Er musste jedoch schon in der ersten Halbzeit erkennen, dass die geplante Wiedergutmachung wohl daneben gehen würde. Die Youngstars wirkten bei vielen Angriffen ideenlos und leisteten sich teils unglückliche Einzelaktionen. Trotz der schlechten Offensiv-Ausbeute sah Nagy auch positive Ansätze beim Angriffsspiel: „Wir haben einige gute Würfe genommen, bei denen uns aber das notwendige Glück gefehlt hat.“ Im Gegensatz zu den Weißenhornern trafen die Juniors aus allen Lagen und legten durch einen 17:0-Lauf im zweiten und dritten Viertel den Grundstein zum Erfolg. Nagy: „Die gute Frankfurter Wurfquote hat dazu geführt, dass wir zunehmend nervös geworden sind und unser eigenes Spiel nicht mehr wie geplant umgesetzt haben.“ Haushoch überlegen waren die Gäste auch bei den Rebounds: Sie schnappten sich 51 Korbabpraller, die Youngstars lediglich 21. Die Weißenhorner, die ohne ihrem verletzten Center Maksym Shtein (Pferdekuss) antreten mussten, zeigten zumindest im ersten Viertel eine akzeptable Leistung. Barkley Falkner brachte sein Team aus der Halbdistanz in Führung, nach zweieinhalb Minuten lag Weißenhorn mit 7:3 vorne. Jedoch waren auch die Juniors von Anfang an präsent. Beide Mannschaften punkteten fast im Gleichschritt, nach dem ersten Abschnitt stand es 17:17. Auch in der ersten Minute des zweiten Viertels war der Spielverlauf ausgeglichen. Danach kamen die Frankfurter aber so richtig in Fahrt und setzten sich in knapp drei Minuten auf zehn Punkte ab (19:29). Die Youngstars verkürzten ihren Rückstand zwar wenig später auf sechs Punkte (25:31), doch mit einem Dreier von Nikolay Vukovic sorgten die Gäste gut zweieinhalb Minuten vor der großen Pause wieder für klare Verhältnisse. In der verbleibenden Zeit des zweiten Viertels schafften die Weißenhorner lediglich noch einen erfolgreichen Abschluss. Frankfurt traf dagegen weiterhin kontinuierlich und lag zur Pause mit 42:28 in Front. Die Geschichte der zweiten Halbzeit ist schnell erzählt: Die Juniors hatten das Geschehen fest im Griff und bauten ihre Führung Punkt für Punkt aus. Als Klein nach gut drei Minuten das 54:28 für Frankfurt erzielte, war die Spannung endgültig raus. „Das war eine Demonstration“, musste Nagy anerkennen. Die Körpersprache vieler Weißenhorner Spieler ließ erkennen, dass sie sich mit ihrem Schicksal abgefunden hatten. Nur noch vereinzelt brachten sie vernünftige Angriffe zu Stande, im gesamten dritten Viertel kamen die Youngstars lediglich auf 15 Punkte. Nach einem Dreier von Max Merz Mitte des letzten Viertels lag Frankfurt mit 35 Punkten Differenz vorne, die Partie glich spätestens zu diesem Zeitpunkt einem Trainingsspiel. Bis zum Ende der Begegnung konnten die Weißenhorner auch an der Höhe des Rückstands nichts mehr ändern. „Wir sind alle sehr enttäuscht. Die nächsten beiden Spiele werden entscheiden, wohin die Reise geht“, blickte Nagy voraus.

Punkteverteilung: Weißenhorn Youngstars: Jönke (18 P.), Ware (16 P.), Maier (13 P.), Falkner (11 P. ), Vojkovic (3 P.), Ferner, Schlüter, Volk, Truong

Topscorer Frankfurt: Richter (16 P.), Voigtmann (14 P.), Johnson (13 P.), Klein (13 P.)



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