Ulm News, 03.12.2013 12:52
Grünes Licht für den Bahnverkehr von Weißenhorn nach Senden
Der Wiederaufnahme des Schienen-Personenverkehrs zwischen Weißenhorn und Senden steht nichts mehr im Weg. Am 28. November hat ein Sachverständigenteam von Herstellern, Deutscher Bahn und SWU Verkehr die technischen Einrichtungen abschließend freigegeben. Begleitet wurde das Team von Mitarbeitern der bayerischen Landeseisenbahn-Aufsicht. „Vier Tage lang wurden sämtliche Details der modernisierten Strecke auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft. Das Ergebnis lautet: die Strecke ist in vollem Umfang betriebsbereit“, erklärt Jörg Zeeb von der SWU Verkehr, der als Projektleiter die Modernisierung koordinierte.
Rund neun Monate Arbeit und rund 10 Millionen Euro Investitionen stecken in dem Projekt. Angefangen hat es im Februar 2013, als an einigen Streckenabschnitten Bäume gerodet werden mussten. Es folgten die Herrichtung des Gleisbetts und dessen Entwässerungssystems, der Bau der vier Haltepunkte und neun Bahnübergänge, die Ausstattung der Übergänge mit der Sicherungstechnik und der Bau der Park-and-Ride-Plätze in Witzighausen und Wullenstetten. Kleinere Restarbeiten an den Bahnsteigen und P+R-Plätzen werden bis 13. Dezember erledigt sein. Besondere Aufmerksamkeit schenkten die Prüfer der Leit- und Sicherungstechnik an den Bahnübergängen. Die Prüfer nahmen dazu auch das elektronische Stellwerk im Bahnhof Senden unter die Lupe. Es spielt für die Sicherung der Strecke eine wichtige Rolle. Schließlich dürfen die Personenzüge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde zwischen Senden und Weißenhorn fahren. Voll in Betrieb sind seit Ende letzter Woche die neun Bahnübergänge. Das heißt: Heraneilende Züge werden durch aufleuchtendes Rotlicht angekündigt, gleichzeitig beginnen sich die Schranken zu schließen. „Fußgänger, Radler und Autofahrer sollen sich schnell mit dieser neuen Verkehrssituation vertraut machen, denn die Züge kündigen sich nicht mehr durch laute Warnsignale an“, weist Jörg Zeeb auf einen Lerneffekt hin. In den nächsten Tagen macht der Zugbetreiber, die DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH (RAB), Test- und Schulungsfahrten. „Ein Grund mehr für Spaziergänger, die Gleise ausschließlich an den Übergängen zu queren. Alles andere wäre lebensgefährlich“, warnt Zeeb. Feierlich eröffnet wird der Personenverkehr am Samstag, den 14. Dezember. Im Rahmen des Festakts im Weißenhorner Bahnhof (Beginn ist um 10 Uhr) verkehren auch die ersten Züge. Start des regulären Schienenverkehrs ist wie geplant tags darauf am 15. Dezember. Dann wird es nach 47 Jahren wieder eine direkte Schienenverbindung von Weißenhorn über Senden nach Ulm geben. Seit 26. Juni 1966 waren nur noch Güterzüge verkehrt. „Der Weißenhorner“, so der Name der reaktivierten Verbindung, verkehrt stündlich in beiden Richtungen, an sieben Tagen die Woche. Rund 25 Minuten dauert eine Fahrt.




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