Ulm News, 25.11.2013 13:39
2. Basketball Bundesliga: Weißenhorn verliert Schwabenderby
Diese Niederlage tut weh: Das Schwabenderby gegen die BG Leitershofen/Stadtbergen
haben die Weißenhorn Youngstars gestern Abend in der Dreifachturnhalle mit 58:67
(35:39) verloren. Die Zuschauer bekamen über weite Strecken ein intensives Spiel mit
großem kämpferischen Einsatz auf beide Seiten zu sehen. Spielerisch konnten die
Fuggerstädter jedoch nur bedingt an die zuletzt überzeugenden Auftritte anknüpfen.
Dies hing unter anderem mit dem Ausfall von Doppellizenzler Till Jönke zusammen,
der wegen einer Hüftprellung noch mehrere Wochen fehlen könnte.
Zu Hause kommen die Youngstars in der laufenden Spielzeit nicht in Fahrt. Gegen den schwäbischen Lokalrivalen kassierten sie bereits die vierte Niederlage im fünften Heimspiel. „Eine Niederlage in einem Derby ist natürlich besonders bitter“, sagte Trainer Zoltan Nagy nach der Partie. Er musste 40 Minuten lang ansehen, wie sein Team offensiv kaum einen Stich gegen die kompakte Leitershofer Verteidigung machte. „Wir wollten Tills Ausfall in der Offensive kompensieren, das ist uns aber nicht gelungen“, musste Nagy einräumen. Die Gäste ließen nur wenige einfache Punkte zu und zwangen die Youngstars oftmals zu schwierigen Würfen von außen. Diese verfehlten regelmäßig ihr Ziel: Nur drei von 21 Würfen landeten im Korb. Eine weitere Ursache für die Niederlage waren auch die fehlenden Ideen im Angriffsspiel. Die Schuld an der Niederlage dem neuen Point Guard Dustin Ware zuzuschieben, kam für Nagy aber nicht in Frage: „Dustin hat Verantwortung übernommen und gezeigt, dass er ein guter Spieler ist. Er braucht jedoch noch Zeit, bis er sein ganzes Potenzial abrufen kann.“ In den ersten Minuten begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Auf die Führung der Kangaroos folgte im ersten Weißenhorner Angriff postwendend der Ausgleich durch Ware. Zum ersten Mal leicht absetzen konnten sich die Leitershofer Mitte des ersten Viertels. Sie trafen ihre Würfe zuverlässig und überzeugten durch ihr geduldiges Spiel. Nach den ersten zehn Minuten hieß es 25:18 für Leitershofen. „Im ersten Viertel haben wir zu viele Punkte kassiert. Insgesamt bin ich aber mit unserer Verteidigung heute zufrieden“, analysierte Nagy. Das zweite Viertel begann mit einem 7:0-Lauf der Gäste, die dadurch ihre Führung auf 32:18 ausbauten. Im weiteren Verlauf des Abschnitts kamen die Weißenhorner aber wieder zurück: Durch Punkte von Maksym Shtein und Dustin Ware kämpften sie sich auf 30:34 heran. Doch schon mit dem nächsten Angriff sorgte Kangaroos-Aufbauspieler Michael Provost per Dreier wieder für klare Verhältnisse. Die letzten Punkte in der ersten Hälfte erzielte Lars Schlüter von jenseits der 6,75-Meter-Markierung zum 35:39 Halbzeitstand. Das dritte Viertel war offensiv eine einzige Katastrophe aus Weißenhorner Sicht: Sie leisteten sich jede Menge Fehlwürfe und kamen insgesamt nur auf neun Punkte. Besser machten es die Gäste, die kontinuierlich weiter punkteten und sich folglich einen komfortablen Vorsprung erspielen konnten. Zweistellig wurde der Rückstand, als Sebastian Woelki 1:18 Minuten vor der Viertelpause zum 51:41 traf. Mit dem letzten Angriff des dritten Abschnitts versenkte Michael Hoffmann fast zeitgleich mit der Sirene einen Distanzwurf zum 54:44. Auch in den letzten zehn Minuten gelang es den Youngstars nicht, noch einmal auf Schlagdistanz heran zu kommen. Sie verkürzten zwar nach zwei Minuten den Rückstand auf sechs Punkte (48:54), kassierten aber kurz darauf zwei Dreier zum 48:60. In den Schlussminuten ließen die Gäste keine Zweifel mehr am Ausgang der Partie aufkommen und gewannen am Ende hoch verdient mit 67:58 in Weißenhorn. Weißenhorn Youngstars: Ware (12 P.), Shtein (10 P.), Maier (10 P.), Falkner (9 P.), Ferner (6 P.), Schlüter (6 P.), Vojkovic (5 P.), Volk, Truong Topscorer Leitershofen: Nofflett (18 P.), Provost (15 P.)




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