Ulm News, 27.08.2013 15:25
IHK-Initiative: Ausländische Fachkräfte für die Region - Erste spanische Fachkraft nimmt Beschäftigung auf
Die Suche nach Fachkräften wird für Unternehmen immer schwieriger. Laut dem Fachkräftemonitor der IHK Ulm fehlen in der Region bis zum Jahr 2030 jährlich durchschnittlich 11 000 Fachkräfte mit einem nicht-akademischen Beruf. „Gerade in unserer wirtschaftlich sehr erfolgreichen Region wird es nicht gelingen, den Bedarf der Unternehmen an Fachkräften allein aus den Personalressourcen der Region zu decken“, warnt Otto Sälzle, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm.
Eine gezielte und gesteuerte Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften aus anderen Ländern wird deshalb unumgänglich sein. Ein vielversprechendes Fachkräftepotenzial bietet dabei Spanien. Junge, gut qualifizierte Spanier haben bei einer Jugendarbeitslosigkeit von über 50 Prozent in ihrer Heimat keine berufliche Perspektive. In der IHK-Region Ulm könnten sie eine solche Perspektive finden und gleichzeitig einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten. Dazu ist die IHK Ulm eine Kooperation mit der spanischen Region Murcia eingegangen. Als ein Element dieser Kooperation haben Absolventen der beruflichen Schule Cartagena (IES Politécnica Cartagena) Praktika bei Unternehmen der IHK-Region Ulm durchlaufen. Gezeigt hat sich dabei folgendes: Komplett vergleichbar sind die schulisch dominierte spanische Ausbildung und die duale Ausbildung in Deutschland nicht. Zumeist fehlen aber nur die betriebspraktischen Fertigkeiten und die entsprechenden Sprachkenntnisse, damit die spanischen Fachkräfte ihren erlernten Beruf in Deutschland ausüben können.
So war es auch bei David Martinez Sánchez. Der junge Spanier ist gelernter Schweißer und die erste Fachkraft, die im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen der IHK und dem IES Politécnica Cartagena eine Beschäftigung in der Region aufnehmen wird. Seit Januar 2013 ist er in Deutschland und hat sich auf seine kommende Tätigkeit gut vorbereitet: mit einem mehrmonatigen Intensiv-Sprachkurs und dem Erwerb spezieller fachlicher Kenntnisse im Liebherr-Schweißkompetenzzentrum in Ehingen.
Am 1. September beginnt er nun eine Tätigkeit als Schweißfacharbeiter im Liebherr-Werk Ehingen. Die Erfahrungen aus diesem Pilotprojekt haben gezeigt, dass der Fachkräfteaustausch gelingen kann. „Die Kooperation der IHK Ulm mit der Region Murcia soll deshalb auch auf weitere Felder ausgedehnt werden“, sagt Otto Sälzle.
Die IHK Ulm engagiert sich stark im Bereich Fachkräftesicherung, damit die Unternehmen in der IHK-Region Ulm auch in Zukunft genügend Fachkräfte finden. Ein Baustein ist dabei die Gewinnung ausländischer Fachkräfte.
Weitere Handlungsfelder sind beispielsweise die frühzeitige Förderung technischer und naturwissenschaftlicher Neigungen, die Verbesserung der Berufsorientierung, die Sicherung erfolgreicher Ausbildung, ein demografiebewusstes Personalmanagement, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen und die Nutzung der Instrumente Rationalisierung und Innovation.





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