Ulm News, 08.08.2013 14:25
Teppich der Toleranz aus dem Jugendcamp
Bereits zum siebten Mal fand das Jugendcamp der Toleranz in Backa Topola statt. Es trafen sich dort hundert Jugendliche aus dem gesamten Donauraum, um sich gemeinsam besser kennenzulernen und neue Freundschaften zu knüpfen. Dabei entstand in gemeinsamer Arbeit euch ein Teppich der Toleranz, der als Geschenk an das Donaubüro Ulm /Neu-Ulm übergeben wurde.
Bei der Abschlussveranstaltung des Jugendcamps mit 5000 Besuchern wurden der erste Bürgermeister der Stadt Ulm Gunter Czisch und die Direktorin des Donaubüros Sabine Meigel als Botschafter der Toleranz ausgezeichnet. Auch dieses Jahr fanden sechs junge Erwachsene ihren Weg nach Backa Topola, in der Provinz Vodjvodina im Norden Serbiens. Etwas außerhalb von der Kleinstadt waren die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Gleichaltrigen aus Serbien, Rumänien, Ungarn, Bulgarien, Österreich und Deutschland vom 21. Juli bis zum 28. Juli in der dortigen Landwirtschaftsschule untergebracht. Dabei konnten die „Neuen“ sich gut an die „Veteranen“ halten, die schon zum sechsten bis siebten Mal dabei waren. Für diese ist das Jugendcamp die Möglichkeit, um alte Freunde zu treffen und wieder neue Bekanntschaften zu schließen. So sagte auch Anna Brugger, die zum ersten Mal dabei war „Wenn am ersten Tag noch alle bei den nationalen Gruppen blieben, so sorgte doch das Programm aus Workshops, Sportaktivitäten, gemeinsamem Essen, Konzertbesuchen und der Party am Abend dafür, dass die Gruppen sich zügig vermischten.“ Die Workshops befassten sich mit unterschiedlichsten Themen. So gab es am Donnerstag eine lebhafte Diskussion zur Interkulturalität in Serbien, sowie der Stellung der Frau und Homosexualität in dem Donauland. Am Freitag durften die Teilnehmenden in sich gehen, als sie in Gruppenspielen nachdenken mussten, was sie denn an vier Wünschen und vier Grundbedürfnissen hätten. Nicht überraschend war für die TeilnehmerInnen, dass man sich auf Grundbedürfnisse recht gut einigen konnte: Sauberes Wasser und Luft, Zugang zu Bildung, Medizinische Versorgung. Bei den Wünschen hingegen klafften die Vorstellungen weit auseinander: Demokratie gegen Diktatur, Presse- und Meinungsfreiheit gegen Zensur, sollen nur zwei der extremen Beispiele sein. Für die Teilnehmenden kamen diese diametral entgegengesetzten Sichtweisen mit einer Überraschung. „Es sind sehr nette und tolle Leute, aber man hat anhand solcher Diskussionen gemerkt, wie weit die Vorstellungen und Kulturen doch auseinander gehen.“, sagte Raluca Vasile, die derzeit im Donaubüro ein Praktikum macht. Gunter Czisch, Erster Bürgermeister der Stadt Ulm und die Direktorin des Donaubüros, Sabine Meigel, die das Jugendcamp besuchten, wurden als Botschafter der Toleranz auf der Abschlussveranstaltung mit 5000 Besuchern ausgezeichnet. Sie bestätigten diese Erfahrungen: „Genau weil es punktuell noch solche Anschauungen gibt, ist dieses Jugendcamp so immens wichtig. Nur durch die konkrete Begegnungen, indem man den anderen kennenlernt und ihm zuhört, kann man Verständnis und damit Akzeptanz und Toleranz schaffen.“, sagte Herr Czisch und Frau Meigel ergänzte: „Zur Förderung der Toleranz, gerade unter Jugendlichen im Donauraum, ist beim Donaufest 2014 auch ein Austausch mit dem Jugendcamp 2014 in Ulm geplant.“ Als Zeichen der Kooperation und der Verständigung wurde Frau Meigel für das Donaubüro ein „Botschafter der Toleranz“ mitgegeben. Ein Teppich, der in Zusammenarbeit von allen 100 Teilnehmenden gewebt wurde und der nun im Haus der Donau zu sehen ist.







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