Ulm News, 27.02.2013 14:33
Wolfgang Clement fordert beim Unternehmerabend der Südwestbank eine europäische Energie-Union
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Beschreibung: Die Podiumsteilnehmer v. l. n. r.: Marc Kloepfel, Michael Heinrich, Gottfried Mahn, Peter Kulitz, Bernadette Schoog, Wolfgang Kuhn, Wolfgang Clement, Wolfgang Jung
„Was muss Baden-Württemberg jetzt tun?“, dieser Leitfrage widmete sich Wolfgang Clements Vortrag am gestrigen Abend. Über 130 Gäste kamen zum Unternehmerabend der Südwestbank in das Schloss Erbach. Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister diskutierte im Anschluss gemeinsam mit IHK-Präsident Peter Kulitz, Südwestbank-Vorstandssprecher Wolfgang Kuhn und weiteren Vertretern aus der Wirtschaft über aktuelle Herausforderungen für die Unternehmen in Baden-Württemberg.
Durch die Podiumsdiskussion führte die Moderatorin Bernadette Schoog. Um Baden-Württembergs Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit ging es gestern Abend im Gewölbekeller des Erbacher Schlosses. „Ist Baden-Württemberg der sprichwörtliche Fels in der Brandung oder leben wir hier auf einer Insel der Glückseligen?“ fragte Wolfgang Kuhn, Sprecher des Vorstandes der Südwestbank, zur Begrüßung. Rund 130 Unternehmer aus Ulm und der weiteren Umgebung folgten dem Vortrag von Wolfgang Clement und der anschließenden Podiumsdiskussion. „Europäische Solidarität kann nur erwarten, wer selbst bereit ist, den schwierigen und steinigen Weg der politischen und ökonomischen Erneuerung mitzugehen“, erklärte Clement zur aktuellen Situation nach der Wahl in Italien. Der ehemalige Manager und Bundeswirtschaftsminister thematisierte die Bemühungen der europäischen Politik zur Überwindung der Staatsschuldenkrise und den Ruf nach „mehr Europa“. „Eine Europäische Energie-Union ist nicht minder wichtig als die Europäische Währungsunion. Dazu müssen wir unsere Energiewende auch dringend europäisieren“, so Clement. Weiter ging er der Frage nach: „Wie kann unser Bundesland in der aktuellen Situation langfristig und nachhaltig Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit sichern?“ Dazu gab er Antworten und Denkanstöße aus Sicht der Politik.
Die Standpunkte des Mittelstands und der Banken verdeutlichte die anschließende Podiumsdiskussion. Diese moderierte Bernadette Schoog, bekannt aus der SWR-Landesschau.
Die Themen reichten von der Euroschuldenkrise über volatile Energie- und Rohstoffpreise bis hin zu den Auswirkungen der Bankenregulierung auf das Kreditangebot. Peter Kulitz vertrat als Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages die Interessen der gewerblichen Wirtschaft. Er sieht die größte Herausforderung darin, adäquaten Nachwuchs für den Mittelstand zu gewinnen: Es fehle an Fachkräften, die man sehr viel dringender bräuchte als beispielsweise Akademiker.
Marc Kloepfel von der Unternehmensberatung Kloepfel Consulting gab Einsicht in die Methoden zur langfristigen Sicherung des Unternehmenserfolgs. Die beste Motivation für Unternehmer sei die Konzentration auf die eigenen Stärken und der Blick über die Landesgrenzen hinaus. Mut und Weitsicht seien dabei unabdingbar.
Für den hiesigen Mittelstand sprachen die beiden Unternehmer Michael Heinrich und Gottfried Mahn. Laut Heinrich liegt die Stärke des Mittelstands in seiner Unabhängigkeit. Es gebe beste Voraussetzungen zur Globalisierung, sofern sich die baden-württembergischen Unternehmen an ihre Tugenden hielten. Laut Mahn seien der Fachkräftemangel und die Materialpreisreduzierung die größte Herausforderung der kommenden Jahre. Wolfgang Kuhn, der als Sprecher des Vorstandes der Südwestbank eng mit dem Mittelstand verbunden ist, diskutierte das Thema aus Bankensicht. „Wir wollen, dass Baden-Württembergs Wirtschaft optimal für den Wettbewerb gerüstet bleibt: mit Innovationen, zukunftsfähigen Rahmenbedingungen und sicheren, bezahlbaren Ressourcen“.
Für Kuhn brauche ein solider Wirtschaftsstandort auch ein leistungsfähiges und verantwortungsbewusstes Finanzwesen, das den Mittelstand zuverlässig begleite.





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