Ulm News, 13.12.2012 19:00
Die Biber kommen
Ab Freitag, 14. Dezember, präsentiert das Naturkundliche Bildungszentrum Ulm die Sonderausstellung "Die Biber kommen". Gezeigt wird überraschendes Bildmaterial aus dem Leben der Biber, viele Gegenstände aus der Vergangenheit und Gegenwart des Bibers, Modelle, Filme und Installationen zum Mitmachen. Die Ausstellung läuft bis 17. März.
Die Ausstellung ist besonders für Familien geeignet. Konzipiert wurde sie im Museum Biberach und dokumentiert die Bestandsentwicklung eines willkommenen und zugleich umstrittenen Rückkehrers. Ausstellungseröffnung ist am Donnerstag, 13. Dezember, um 19 Uhr in der Kornhausgasse 3. Der Biber, seit Mitte des 19. Jahrhunderts bei uns ausgerottet, wurde 1966 auf Initiative des Bundes Naturschutz in Bayern e.V. wieder angesiedelt. Seitdem breitet sich der Bestand immer weiter aus und ist allein in Bayern bereits auf über 12.000 Tiere angewachsen. Auch im Ulmer Raum ist der Biber wieder anzutreffen. Entlang der Donau, in der Friedrichsau, an nahezu sämtlichen Baggerseen, aber auch an den unterschiedlichsten Kleingewässern kann man seine Nagespuren und mit etwas Glück den Verursacher selbst beobachten. Keine andere Tierart verändert ihren Lebensraum so umfassend wie der Biber. Bei Nacht und im Verborgenen schafft „Meister Bockert“ als Baumfäller und Wasserbauer lichte Landschaften. Mit seinen Dämmen erhöht oder reguliert er unzureichende oder schwankende Wasserstände und verändert binnen weniger Jahre monotone Entwässerungsgräben und begradigte Flussläufe in lebendige Auen. Eine üppige Pflanzenwelt, seltene Insekten, Fische, Amphibien, Reptilien und Vögel halten Einzug. Deshalb ist der Biber unser Vorbild für die Renaturierung von Gewässern. So positiv die Lebensraumgestaltung des Bibers aus Sicht des Naturschutzes ist, so konfliktträchtig kann sie in unserer intensiv genutzten Kulturlandschaft werden. Durch Biberdämme überflutete Flächen beeinträchtigen die Land- und Forstwirtschaft. Bibergräben können die Ernte erschweren und ein Befahren mit Maschinen unmöglich machen. Straßen oder Bahngleise können unterhöhlt werden und einbrechen. Gefällte Bäume können auf Stromleitungen, Gebäude oder Fahrzeuge fallen. Doch 95 Prozent aller Konflikte mit Bibern treten in einem schmalen Streifen von 20 Metern entlang der Gewässer auf. Häufig helfen einfache Maßnahmen: Felder können durch Elektrozäune abgeschirmt, Bäume und Sträucher durch Draht geschützt werden. Ansprechpartner bei Konflikten sind die Biberbeauftragten der Regierungsbezirke.




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