Ulm News, 12.12.2012 18:31
IHK Ulm: Kostensteigerungen bei Stuttgart 21 sind vertretbar
Nach Ansicht der IHK sind die Kostensteigerungen im Hinblick auf die Bedeutung des Gesamtprojekts Stuttgart 21 und Neubaustrecke Wendligen-Ulm für Baden-Württemberg und insbesondere den Osten des Landes vertretbar.
Die Anbindung von Ulm und damit des gesamten Raumes von der Ostalb bis zum Bodensee an die Hochgeschwindigkeitsstrecke sei für die weitere wirtschaftliche Entwicklung von grundlegender Bedeutung. „Die hohe wirtschaftliche Dynamik dieses Raumes rechtfertigt es somit, entsprechende Investitionen in die Zukunft zu tätigen“, sagt IHK-Präsident Dr. Peter Kulitz in einer Pressemeldung der IHK Ulm.
„Ein Ausstieg aus dem Projekt wäre schon aus rechtlicher Sicht höchst fraglich. Darüber hinaus würde ein solches Vorgehen nach Angaben der Bahn zwei Milliarden Euro kosten, ohne letztlich etwas dafür zu bekommen“, ergänzt Otto Sälzle, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm.
Dies ändere allerdings nichts daran, dass von Seiten der IHK-Vollversammlung gefordert worden sei, hinsichtlich der Mehrkosten Transparenz zu schaffen und die Ursachen für die Kostensteigerungen offen zu legen. Dies sei nun geschehen. „Wenn die Bahn sich dabei bereit erklärt, die Kalkulationsdifferenz in Höhe von 1,1 Milliarden Euro gegenüber älteren Ansätzen selbst zu tragen, so ist dies im Sinne einer unmittelbaren und sicheren Fortsetzung des Projektes begrüßenswert“, so Kulitz. Spätestens bei den skizzierten zusätzlichen Risiken, die sich zukünftig aus externen Einflussfaktoren ergeben könnten, sei der Sachverhalt aber ein anderer. Dies gelte zum Beispiel auch für die Zusatzwünsche von Land und Stadt bezüglich des neuen Flughafenbahnhofs. „Wir sind der Meinung, dass die Vertragspartner alle Mehrkosten verursachergerecht untereinander aufzuteilen haben“, sagt Kulitz abschließend. Des Weiteren appelliert die IHK an die Landesregierung, das Projekt positiv zu begleiten. Auf diese Weise könnten etwaige Chancen realisiert und somit Kosten eingespart werden, heißt es abschließend in der Pressemeldung der IHK Ulm.




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