Ulm News, 05.06.2012 16:30
SWU und Kreishandwerkerschaft bilden zum Energiefachbetrieb weiter
Um einen Altbau energetisch zu sanieren, müssen sämtliche Gewerke aufeinander abgestimmt sein. Um dies zu fördern, bieten SWU und Kreishandwerkerschaft seit 2012 in einer Kooperation die Weiterbildung zum Energiefachbetrieb an.
Angesprochen sind Innungsfachbetriebe in Ulm und Neu-Ulm. Jetzt hat eine zweite „Klasse“ erfolgreich die Weiterbildung abgeschlossen. Am 21. Mai nahmen elf Betriebsinhaber und leitende Mit-arbeiter für ihren Betrieb das Zertifikat entgegen. Seit Jahresbeginn haben damit insgesamt dreißig Betriebe aus elf Gewerken das Zertifikat erwor-ben. Die Zusatzqualifikation „Energiefachbetrieb“ können die Betriebe für die nächsten zwölf Monate nutzen. Danach steht die Rezertifizierung an. Fachleute sind sich einig: Die energetischen Sanierung, insbesondere die Wärmedämmung, gehört zu den wirksamsten Maßnahmen für den Klimaschutz. Zwischen den einzelnen Handwerksbetrieben gibt es gro-ße Unterschiede in den Tätigkeiten, entsprechend differenziert sind die Qualifikationen. Gerade bei der energetischen Sanierung zeigt sich aber, dass es auf den Blick fürs Ganze ankommt. Bauherren benötigen in diesen Fragen ganzheitliche Hilfe. Daran knüpft die Idee an, die die Kreishandwerkerschaften Ulm und Neu-Ulm und die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm entwickelten. In einer breiten Kooperation bieten sie das einheitliche Qualitätssiegel „Zertifizierter Energiefachbetrieb“ an. Ziel dabei ist es, den Dialog zwischen den Gewerken zu stärken. Dazu Jür-gen Schipek, Energieeffizienzmanager bei der SWU: „Hier diskutieren die Profis aus unterschiedlichen Gewerken darüber, wo Stolperfallen bei der Gebäudemodernisierung lauern und wie sich diese Fallen umgehen lassen. So öffnet sich der Blick auf den Gesamtkontext. Es entwickelt sich ein Erfahrungsaustausch, der allen Teilnehmern in der Praxis hilfreich ist“. Darüber hinaus werden entscheidende Grundlagen zum Thema „Effizientes Bauen und Sanieren“ vermittelt. Die Weiterbildung ist straff organisiert. Die 36 Unterrichtseinheiten erstre-cken sich über nur vier Wochen. Die Seminarteilnehmer vertiefen ihr Wis-sen und beleuchten dabei vor allem das komplexe Zusammenspiel von Fördermöglichkeiten, technischer Vielfalt und den strengen Vorschriften. So befasst sich das erste Modul mit den rechtlichen Grundlagen: der Energiesparverordnung, dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz und dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz. Die SWU-Energieberater klären über Instrumente in der Planungsphase wie Thermografie oder die Luftdichtig-keitsprüfung auf, thematisieren Probleme der Bautechnik wie zum Beispiel Wärmebrücken und erläutern Fragen der Energiebilanzierung. Neben neuen Anlagentechniken und Fördermitteln sowie deren Antragstellung ist auch das barrierefreie Bauen und Modernisieren Teil der Schulung. Jürgen Schipek zieht eine erste positive Bilanz: „Die Energiewende als großes Ganzes ist nur in Kooperation zu schaffen. Die energetische Sanierung des Häuserbestandes ist ein beachtlicher Teil davon. Die Energiepotenziale müssen so weit wie möglich ausgeschöpft werden“. Weitere Informationen sind auf der Homepage des Programmes zu fin-den: www.energiefachbetriebe.de





Highlight
Weitere Topevents
Nach Frontal-Crash: Beifahrerin tödlich verunglückt - neue Erkenntnisse der Poliezi
Am Freitag stießen auf der L240 zwischen Schelklingen und Ringingen zwei Fahrzeuge frontal zusammen - mit...weiterlesen
Tödlicher Unfall bei Ehingen - Bus und Auto stoßen zusammen
Ein 58-jähriger Autofahrer starb am Dienstagnachmittag bei Ehingen. Tödlicher Unfall auf der B492Ein...weiterlesen
Der Riesen-Kran für die Ulmer Wallstraßenbrücke ist da - Kran kostet 10.000 Euro Miete - pro Stunde
Ein Gigant aus Stahl hat Ulm erreicht. In Einzelteilen. Seit Montag wird der Raupenkran Liebherr LR 11000...weiterlesen
Nachtrag der Polizei: Beim Frontal-Crash auf der B10 ist nun der Autofahrer seinen schweren Verletzungen erlegen
Am Montag kollidierte ein 26-jähriger Autofahrer auf der B10 zwischen Amstetten und Geislingen frontal...weiterlesen
Polizei stoppt Mann mit Messer in Neu-Ulm
Am Donnerstagvormittag kam es in der Mörikestraße in Neu-Ulm zu einem größeren Polizeieinsatz, nachdem...weiterlesen
Ein Glanzlicht der Woche: Ulms Mega-Kran ist aufgebaut - höher als das Münster - nun kann es für 10.000 Euro Miete pro Stunde losgehen
Die Stadt Ulm erlebt ihre wohl bisher größte Baustelle. Für den Neubau der Wallstraßenbrücke wird nun...weiterlesen
"Und das muss für heute reichen" - tut es nicht: Arnd Zeigler zeigt seine wundere Welt des Fußalls im Roxy
Arnd Zeigler geht auch 2025 mit seinem dritten Bühnenprogramm „Immer Glück ist Können" auf Tour....weiterlesen
Wohl kein Glanzlicht der Woche: Rien ne va plus unter der Wallstraßenbrücke - Resultat: ein Chaos für alle, nicht nur Autofahrer
Seit Freitagmorgen ist die Kienlesbergstraße in Ulm voll gesperrt.
Grund ist der notwendige Abriss der...weiterlesen



schließen





