Ulm News, 31.05.2012 13:06
SWU legt Energiewald beim Donauradweg an
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Beschreibung: Ein Arbeiter pflanzt die Pappel-Stecklinge ein. Im Hintergrund ist der Damm des Donaukanals erkennbar. Die fingerdicken Pappel-Stecklinge sind etwa 20 Zentimeter lang.
Fotograf: swu
Auf einem knapp drei Hektar großen Acker bei Donaurieden haben die Stadtwerke jüngst Pappel-Stecklinge eingepflanzt, 26.000 an der Zahl. Das SWU-eigene Grundstück liegt zwischen der Bundestraße 311 und dem Donau-Radweg.
Wenn die Pappeln herangewachsen sind, werden sie gefällt, gehäckselt und nach Senden geschafft. Mit den Hackschnitzeln aus eigenem Anbau wird das dortige Holzgas-Heizkraftwerk gefüttert werden. „Wir legen hier ein Energiewäldchen an“, sagt Sebastian Gratzl von der SWU Energie. „Es wird einen, wenn auch kleinen Teil des für Senden benötigten Rohstoffs liefern“. Klar ist: Die durchschnittlich zehn Tonnen Holz, die der Acker bei Do-naurieden pro Jahr und Hektar einmal liefern wird, können nur einen Bruchteil der Holzmenge beisteuern, die im Heizkraftwerk verschwelt wird. „Autarkie kann auch gar nicht unser Ziel sein“, tritt SWU-Energie-Geschäftsführer Jürgen Schäffner voreiligen Schlüssen entgegen. „Vielmehr wollen wir augenfällig machen, wie die ‚Nahrungskette‘ Biomasse – nutzbare Energie funktioniert“. Vom Setzling bis zur Kilowattstunde Strom im Haus, auf diese Formel ließe sich die Absicht bringen. Bis die jetzt eingepflanzten Stecklinge das Ende der Energiekette erreichen, braucht es Geduld. Obwohl Pappeln als Nassgehölze relativ schnell wachsen, ist in Donaurieden erst in etwa fünf Jahren an die erste Ernte zu denken. Danach kann etwa alle drei Jahre ein Teil der Bäume gefällt werden. Entzieht denn dieser Energiewald nicht dem Anbau von Nahrungs-mitteln, Getreide etwa, eine wertvolle Fläche? Derlei Fragen werfen beispielsweise Kritiker des Biosprits gerne auf. „Der Standort hier in Donaunähe ist relativ feucht und gilt daher für den klassischen Feldanbau als weniger gut geeignet“, entgegnet Sebastian Gratzl. Zudem ist die Pappel-Plantage als Bewirtschaftung anerkannt, die dem Boden Gutes tut. In dem Auengebiet zwischen Donaustetten und Öpfingen bieten sich weitere Flächen für ein Energiewäldchen an. „Es muss eine zusammenhängende Fläche von mindestens 1 Hektar sein, damit es sich lohnt. Wir untersuchen das derzeit“, be-richtet Sebastian Gratzl. Lohnen tut es sich in jedem Fall für die Energieversorgung. „Die Plantage macht Nachhaltigkeit erlebbar“, so Gratzl. Als Futter für die Holzgas-Anlage wird übrigens auch das Holz verwendet, das die SWU beim Zurückschneiden des Grüns an Donau und Illerkanal und an Trafostationen und Wasserhochbehäl-tern gewinnt. Hinzu kommt brauchbares Holz, das an den Wasser-kraftwerken angeschwemmt wird.




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