Ulm News, 05.03.2012 13:00
Arbeitgeber aktiv bei Prävention gegen psychische Belastungen
Südwestmetall als Arbeitgeberverband der Metall- und Elektrounternehmen der Region fördert in zahlreichen Arbeitskreisen und Netzwerken den Informationsaustausch zwischen den Unternehmen. „Burnout und psychische Belastungen sind in unseren Mitgliedsbetrieben kein Tabuthema mehr“, betont Götz Maier, Geschäftsführer von Südwestmetall in Ulm.
Der Begriff Belastung ist oft schon von vornherein negativ belegt. Technisch gesehen ist der Begriff aber neutral und am ehesten mit „Herausforderung“ zu übersetzen. „Hierbei werden vielfach die positiven Seiten einer Belastung außer Acht gelassen“, führt Maier aus. Ganz ohne Herausforderung könne sich niemand sowohl in persönlicher als auch in beruflicher Hinsicht weiterentwickeln. Erst die Überlastung sei kritisch. Gemäß Arbeitsschutzgesetz sind Arbeitgeber verpflichtet, Gefährdungen am Arbeitsplatz zu beurteilen und gegebenenfalls Abhilfe zu schaffen. Hier geht es nicht nur um Gefährdungen aus physischen Belastungen, die aufgrund des technischen Fortschritts zunehmend rückläufig sind, sondern auch um solche aus psychischen Belastungen. „Das Problem ist, dass psychische Belastungen bzw. Überlastungen kaum messbar sind. Unsere Firmen wollen sich trotzdem über methodische Verfahren zur Ermittlung und Bewertung psychischer Belastungen informieren und dieses Thema ganz klar aktiv angehen“, hebt Hans-Jürgen Zimprich, Verbandsingenieur bei Südwestmetall in Ulm hervor. Der Verband veranstaltet regelmäßig Arbeitskreise, in denen die Firmen ihre Erfahrungen austauschen können und neue Methoden kennenlernen. Im aktuellen Arbeitskreis wird es darum gehen, woran Führungskräfte psychisch überlastete Mitarbeiter erkennen können. Die Ermittlung und Bewertung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz ist schwierig. Deswegen gibt es auch keine Grenzwerte. Problematisch können da Mitarbeiterfragebögen sein, denn je nach Beanspruchungsfähigkeit oder privatem Umfeld spielen subjektive Sichtweisen des Einzelnen bei der Beantwortung eine mehr oder weniger große Rolle. Damit findet man dann nur heraus, wie hoch sich ein Mitarbeiter beansprucht fühlt, nicht aber, ob die Arbeit der Grund dafür ist. Unabhängig von der derzeitigen Diskussion über Burnout und psychische Belastungen haben Arbeitgeber ein grundsätzliches Interesse, Überlastungen bei ihren Mitarbeitern entgegenzuwirken. Zum Beispiel kann es durch Störungen und Unterbrechungen des Arbeitsablaufes zu psychischen Belastungen kommen. Das beeinflusst wiederum die Produktivität des Unternehmens negativ. „Der Abbau von psychischen Belastungen hat Einfluss auf die Effizienz des Unternehmens“, sagt Zimprich. „Stabile und standardisierte Prozesse, wie man sie im Rahmen des Lean Managements gestaltet, können dabei hilfreich sein“, so Zimprich weiter.




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