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Ulm News, Heute, 14:41

11. February 2026 von Thomas Kießling
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Eigentumswohnungen verkaufen: Ablauf, Bewertung, Vermarktungsstrategien


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Der Verkauf einer Eigentumswohnung gelingt am besten mit einem klaren Ablauf, realistischer Bewertung und einer durchdachten Vermarktungsstrategie. Wer strukturiert vorgeht, reduziert Risiken, spart Zeit und erzielt meist einen besseren Preis - auch in der Region Ulm. Dieser Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, wie Eigentümer den Verkauf rechtssicher vorbereiten, den Marktwert einschätzen und die passende Vermarktung wählen – mit und ohne Makler.

TL;DR -- Das Wichtigste in Kürze

  • Ein klarer Verkaufsablauf von Unterlagensichtung bis Notartermin verhindert Verzögerungen und rechtliche Konflikte.
  • Die realistische Bewertung basiert auf Lage, Zustand, Größe, Ausstattung und Marktsituation.
  • Professionelle Präsentation mit guten Fotos, Exposé und vollständigen Unterlagen erhöht die Nachfrage.
  • Die Wahl zwischen Privatverkauf und Makler hängt von Fachwissen, Zeitbudget und Risikobereitschaft ab.
  • Sorgfältige Prüfung von Kaufinteressenten und ein rechtssicherer Kaufvertrag schützen vor Zahlungsausfällen.

Vorbereitung des Wohnungsverkaufs

Wichtige Unterlagen für den Verkauf einer Eigentumswohnung

Für den Verkauf einer Eigentumswohnung sind vollständige Unterlagen entscheidend, um Vertrauen zu schaffen und Nachfragen zu vermeiden. Käufer und Banken benötigen klare Informationen zu Objekt, Rechtslage und Kostenstruktur.

Dazu gehören Grundbuchauszug, Teilungserklärung, Aufteilungsplan und Gemeinschaftsordnung. Ebenfalls wichtig sind Protokolle der Eigentümerversammlungen, Wirtschaftsplan, Hausgeldabrechnungen und Nachweise über Rücklagen. Energieausweis, Grundrisse, Wohnflächenberechnung sowie Nachweise über Modernisierungen oder Sanierungen runden das Paket ab. Je besser diese Unterlagen vorbereitet sind, desto schneller können Entscheidungen getroffen werden.

Rechtliche Besonderheiten bei Eigentumswohnungen

Beim Verkauf einer Eigentumswohnung spielen die Regeln der Wohnungseigentümergemeinschaft eine zentrale Rolle. Käufer erwerben nicht nur Sondereigentum, sondern auch Miteigentumsanteile am Gemeinschaftseigentum mit entsprechenden Rechten und Pflichten.

Die Teilungserklärung und Gemeinschaftsordnung regeln Nutzung, Stimmrechte und Kostenverteilung. Offene Instandhaltungsmaßnahmen, Sonderumlagen oder laufende Rechtsstreitigkeiten müssen offengelegt werden. Verkäufer sollten klar darstellen, welche Bauteile zum Sondereigentum und welche zum Gemeinschaftseigentum gehören. Transparenz bei bestehenden Beschlüssen und geplanten Maßnahmen reduziert spätere Konflikte und stärkt die Verhandlungsposition.

Bewertung der Eigentumswohnung

Faktoren, die den Wert einer Eigentumswohnung bestimmen

Der Wert einer Eigentumswohnung ergibt sich aus Lage, Größe, Zustand und Marktnachfrage. Eine realistische Einschätzung ist die Basis für einen marktgerechten Angebotspreis und verhindert lange Verkaufszeiten.

Maßgeblich sind Wohnfläche, Grundriss, Baujahr, Modernisierungsstand, energetische Qualität und Ausstattung. Auch die Attraktivität des Wohnumfelds, Infrastruktur, Lärmbelastung und Aussicht wirken sich aus. Hinzu kommen Faktoren wie Höhe des Hausgeldes, Zustand des Gemeinschaftseigentums und vorhandene Rücklagen. Eine professionelle Wertermittlung berücksichtigt Vergleichsobjekte, Ertragswerte und den aktuellen Markt.

Methoden zur Wertermittlung

Zur Wertermittlung von Eigentumswohnungen werden unterschiedliche Verfahren eingesetzt, je nach Nutzungsart und Marktsituation. Ziel ist ein nachvollziehbarer Wert, der die Zahlungsbereitschaft typischer Käufer realistisch abbildet.

Häufig wird das Vergleichswertverfahren genutzt, bei dem ähnliche, kürzlich verkaufte Wohnungen herangezogen werden. Bei vermieteten Objekten spielt das Ertragswertverfahren eine wichtige Rolle, das Mieteinnahmen und Kosten einbezieht. Sachwertorientierte Ansätze berücksichtigen Baukosten und Bodenwert. Eigentümer können erste Online-Schätzungen nutzen, sollten für verbindliche Entscheidungen aber auf eine fundierte Bewertung durch Fachleute setzen, so ein Experte für Immobilien verkaufen in Bonn.

Vermarktungsstrategien für Eigentumswohnungen

Professionelle Präsentation und Exposé

Eine ansprechende Präsentation entscheidet maßgeblich darüber, wie viele Interessenten sich melden und welchen Preis sie zu zahlen bereit sind. Ein professionelles Exposé vermittelt alle wichtigen Informationen klar und wertig.

Hochwertige Fotos, idealerweise bei gutem Tageslicht aufgenommen, zeigen Räume, Balkon, Ausblick und das Gebäude. Ein übersichtlicher Grundriss, präzise Wohnflächenangaben und eine ehrliche Beschreibung von Zustand, Ausstattung und Besonderheiten schaffen Vertrauen. Ergänzend sollten Energiekennwerte, Hausgeld, Rücklagenstand und Informationen zur Gemeinschaft enthalten sein. Ein gut aufbereitetes Exposé reduziert Rückfragen und erleichtert Finanzierungsentscheidungen der Käufer.

Online- und Offline-Vermarktung kombinieren

Die Vermarktung einer Eigentumswohnung ist am effektivsten, wenn digitale und klassische Kanäle kombiniert werden. So wird eine breite Zielgruppe erreicht, ohne Streuverluste unnötig zu erhöhen.

Online-Plattformen, die Website eines Maklers und soziale Medien sorgen für Reichweite und schnelle Sichtbarkeit. Suchmaschinenoptimierte Objekttexte verbessern die Auffindbarkeit. Ergänzend können Aushänge, Hinweise im persönlichen Netzwerk oder zielgerichtete Direktansprache potenzieller Käufer sinnvoll sein. Je nach Zielgruppe kann auch eine diskrete Vermarktung ohne breite öffentliche Bewerbung in Betracht kommen, etwa bei besonders begehrten oder hochwertigen Objekten.

Verkaufsprozess und Vertragsgestaltung

Besichtigungen und Auswahl des Käufers

Strukturiert organisierte Besichtigungen und eine sorgfältige Auswahl des Käufers minimieren Risiken und sparen Zeit. Ein klarer Ablauf und vollständige Informationen wirken professionell und vertrauensbildend.

Vor Ort sollten Unterlagen bereitliegen, typische Fragen zu Wohnung, Gemeinschaft und Kosten souverän beantwortet werden und der tatsächliche Zustand transparent dargestellt werden. Interessenten sollten hinsichtlich Finanzierungsstand und Bonität geprüft werden, etwa durch Finanzierungsbestätigungen oder Eigenkapitalnachweise. Notizen zu jedem Termin helfen, Angebote zu vergleichen und den zuverlässigsten Käufer auszuwählen, nicht nur den mit dem höchsten Preis.

Notartermin, Übergabe und Zahlung

Der rechtssichere Abschluss des Verkaufs erfolgt immer über einen notariellen Kaufvertrag. Dieser regelt sämtliche Rechte und Pflichten von Käufer und Verkäufer und schützt beide Seiten.

Der Notar erstellt einen Vertragsentwurf, in dem Kaufpreis, Fälligkeit, Übergabetermin, mitverkaufte Einbauten und Haftungsregelungen festgehalten werden. Nach Beurkundung sorgt der Notar für die Eintragung der Auflassungsvormerkung und überwacht die Voraussetzungen für die Kaufpreisfälligkeit. Erst nach Zahlung und vertraglich vereinbarter Übergabe werden Schlüssel übergeben und Zählerstände dokumentiert. Eine schriftliche Übergabeprotokollierung schafft Klarheit über Zustand und mitveräußerte Gegenstände.

Vergleich: Privatverkauf oder Verkauf mit Makler

Kriterium

Privatverkauf

Verkauf mit Makler

Zeitaufwand

Hoch (Eigenorganisation)

Geringer (Auslagerung von Aufgaben)

Fachwissen erforderlich

Umfangreich

Stark durch Makler abgedeckt

Reichweite der Vermarktung

Abhängig von eigenen Kanälen

Nutzung professioneller Netzwerke und Tools

Kosten

Keine Maklercourtage

Maklerprovision, meist erfolgsabhängig

Rechtliche Sicherheit

Abhängig von eigener Erfahrung

Unterstützung bei Vertrag und Abwicklung

Verhandlungserfahrung

Eigenverhandlung notwendig

Professionelle Verhandlungsführung

 

Schritt-für-Schritt-Liste: Ablauf beim Verkauf einer Eigentumswohnung

  1. Unterlagen zusammentragen (Grundbuch, Teilungserklärung, Protokolle, Energieausweis).
  2. Zustand der Wohnung prüfen, kleinere Mängel bewerten und ggf. beheben.
  3. Marktwert ermitteln und realistischen Angebotspreis festlegen.
  4. Entscheidung für Privatverkauf oder Makler treffen.
  5. Exposé erstellen und Vermarktung über passende Kanäle starten.
  6. Anfragen beantworten, Besichtigungen koordinieren und dokumentieren.
  7. Bonität der Interessenten prüfen und Käuferauswahl treffen.
  8. Notar beauftragen, Kaufvertragsentwurf prüfen und anpassen lassen.
  9. Kaufvertrag beurkunden, Zahlungseingang abwarten.
  10. Wohnung mit Protokoll und Zählerständen an den Käufer übergeben.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie lange dauert der Verkauf einer Eigentumswohnung in der Regel?

Der Verkauf einer Eigentumswohnung kann je nach Marktlage und Preisgestaltung unterschiedlich lange dauern. In vielen Fällen sollte mit mehreren Wochen bis einigen Monaten von der Vorbereitung bis zur Übergabe gerechnet werden. Eine realistische Bewertung und professionelle Vermarktung verkürzen die Dauer meist deutlich.

Welche Kosten fallen beim Verkauf einer Eigentumswohnung an?

Beim Verkauf entstehen in der Regel Kosten für den Energieausweis, eventuelle Unterlagenbeschaffung, Notar und Grundbuch. Hinzu können Maklerkosten kommen, wenn ein Vermittler beauftragt wird. Je nach Vereinbarung trägt diese der Käufer, der Verkäufer oder beide anteilig, entsprechend der vertraglichen Gestaltung.

Muss eine Eigentumswohnung vor dem Verkauf renoviert werden?

Eine Renovierung ist nicht zwingend erforderlich, kann den Verkauf aber erleichtern und den erzielbaren Preis erhöhen. Oft reichen kleinere Maßnahmen wie Malerarbeiten, Reparaturen und eine aufgeräumte, gepflegte Präsentation aus. Größere Sanierungen sollten wirtschaftlich abgewogen werden, insbesondere im Verhältnis zum möglichen Mehrerlös.



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