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Ulm News, Heute, 16:04

6. February 2026 von Thomas Kießling
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Gesundheitswirkung von Manuka-Honig: Qualität, Herkunft, Kontrolle


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Manuka-Honig gilt als besonders wirkungsvoll, doch seine gesundheitlichen Effekte hängen direkt von Qualität, Herkunft und unabhängiger Kontrolle ab. Nur Honig mit klar definiertem MGO-Gehalt, nachvollziehbarer Herkunft aus Neuseeland und strengen Labortests bietet die Eigenschaften, die von Verbraucherinnen und Verbrauchern - auch aus der Region Ulm - erwartet werden.

Im Zentrum steht der Inhaltsstoff Methylglyoxal (MGO), der den typischen Unterschied zu herkömmlichem Honig ausmacht. Gleichzeitig sind seriöse Zertifikate, transparente Kennzeichnung und eine lückenlose Lieferkette entscheidend, um Fälschungen und minderwertige Ware auszuschließen. Der Markt ist groß, die Qualitätsunterschiede ebenfalls – ein genauer Blick lohnt sich.

TL;DR - Das Wichtigste in Kürze

  • Die Gesundheitswirkung von Manuka-Honig hängt vor allem vom MGO-Gehalt ab.
  • Nur Manuka-Honig aus Neuseeland mit eindeutiger Herkunftsangabe gilt als authentisch.
  • Unabhängige Laboranalysen und Zertifikate sind zentrale Qualitätskriterien.
  • Höhere MGO-Werte bedeuten stärkere antibakterielle Aktivität, aber auch höheren Preis.
  • Transparente Kennzeichnung und kontrollierte Lieferketten schützen vor Fälschungen.

Was Manuka-Honig gesundheitlich besonders macht

MGO als Schlüssel zur besonderen Wirkung

Die besondere Gesundheitswirkung von Manuka-Honig wird vor allem mit dem Stoff Methylglyoxal (MGO) in Verbindung gebracht. MGO entsteht aus einer Vorstufe im Nektar der Manuka-Pflanze und ist in deutlich höheren Konzentrationen vorhanden als in herkömmlichem Honig.

Dieser Inhaltsstoff wird mit einer ausgeprägten antibakteriellen Aktivität in Verbindung gebracht, die über die übliche Wirkung von Zucker und Wasserstoffperoxid in normalem Honig hinausgeht. Je höher der MGO-Gehalt, desto ausgeprägter sind diese Effekte. Deshalb wird der MGO-Wert auf vielen Produkten prominent auf dem Etikett angegeben und dient als Orientierung für die zu erwartende Aktivität.

Traditionelle Nutzung und moderne Forschung

Manuka-Honig wird in Neuseeland seit Langem traditionell genutzt, etwa zur Unterstützung der Wundheilung oder bei Beschwerden im Hals- und Rachenraum. Moderne Untersuchungen haben das Interesse an diesem Naturprodukt verstärkt, indem sie die besondere Zusammensetzung genauer beschrieben haben.

Dabei steht nicht nur die antibakterielle Wirkung im Fokus, sondern auch mögliche antioxidative und entzündungsmodulierende Eigenschaften. Wissenschaftliche Studien liefern Hinweise, ersetzen jedoch keine medizinische Behandlung. Fachleute betonen, dass Manuka-Honig als ergänzende Maßnahme gesehen werden sollte, nicht als Ersatz für ärztliche Therapie.

Herkunft: Warum Neuseeland entscheidend ist

Die Manuka-Pflanze und ihr begrenztes Verbreitungsgebiet

Die Herkunft spielt eine zentrale Rolle, weil die Manuka-Pflanze (Leptospermum scoparium) vor allem in Neuseeland heimisch ist. Nur Bienen, die den Nektar dieser Pflanze sammeln, können Honig mit der typischen Manuka-Zusammensetzung produzieren.

Das begrenzte Verbreitungsgebiet sorgt dafür, dass echter Manuka-Honig ein knappes und entsprechend wertvolles Naturprodukt bleibt. Gleichzeitig macht dies den Markt anfällig für Fälschungen und irreführende Deklarationen. Klare Herkunftsangaben und Zertifizierungen, die Neuseeland als Ursprungsland ausweisen, sind daher ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal.

Geschützte Bezeichnung und Exportkontrolle

In Neuseeland gelten strenge Vorgaben, welche Kriterien ein Honig erfüllen muss, um als Manuka-Honig exportiert zu werden. Dazu gehören bestimmte chemische Marker und Pollenprofile, die in Laboranalysen nachgewiesen werden.

Diese staatlich definierten Standards dienen dem Verbraucherschutz und sollen sicherstellen, dass Produkte mit der Bezeichnung Manuka-Honig tatsächlich die charakteristischen Merkmale aufweisen. Für importierte Ware in Europa ist daher relevant, ob diese Vorgaben nachweislich erfüllt und dokumentiert wurden. Seriöse Anbieter verweisen transparent auf solche Prüfungen.

Qualität und Kontrolle: Wie verlässliche Produkte erkennbar sind

Zertifikate, Labortests und MGO-Angabe

Verlässliche Qualitätskontrolle ist die Grundlage für eine realistische Einschätzung der Gesundheitswirkung von Manuka-Honig. Unabhängige Labortests prüfen unter anderem den MGO-Gehalt, weitere typische Inhaltsstoffe sowie mögliche Verunreinigungen.

Auf hochwertigen Produkten findet sich eine klare Angabe des MGO-Werts und häufig eine Chargennummer, über die Analysezertifikate eingesehen werden können. Für Verbraucherinnen und Verbraucher erleichtert dies den Vergleich: Ein Produkt mit dokumentierten 400 mg MGO pro Kilogramm lässt sich deutlich besser einordnen als eine unspezifische Bezeichnung ohne Zahlenwert.

Qualitätsstufen und praktische Einordnung

Zur Orientierung werden unterschiedliche Qualitätsstufen angeboten, die sich meist direkt auf den MGO-Gehalt beziehen. Niedrigere Werte werden eher für den täglichen Genuss verwendet, während Honige mit mittleren bis hohen MGO-Konzentrationen gezielt für bestimmte Anwendungszwecke gewählt werden.

Produkte wie ein hochwertiger Manuka-Honig mit einem MGO-Wert um 400 werden häufig als gehobene Qualitätsstufe betrachtet, bei der ein deutlich höherer Gehalt an Methylglyoxal vorliegt als bei Basisprodukten. Die Auswahl hängt vom gewünschten Einsatzbereich, vom Preisrahmen und von der individuellen Einschätzung der benötigten Intensität ab.

Vergleich von Manuka-Honig-Qualitäten

Tabelle: MGO-Werte und typische Einsatzbereiche

Die folgende Übersicht zeigt, wie sich unterschiedliche MGO-Stufen grob einordnen lassen. Es handelt sich um eine allgemeine Orientierung, die konkrete medizinische Empfehlungen nicht ersetzt.

MGO-Bereich (mg/kg)

Charakteristik

Typische Nutzung

bis ca. 100

Einstiegsbereich

Täglicher Genuss, Süßungsmittel

 

mittlere Aktivität

Unterstützung von Hals und Rachen

 

hohe Aktivität

gezielte, zeitlich begrenzte Nutzung

über 500

sehr hohe Aktivität

Spezialanwendungen nach Beratung

 

Die Tabelle verdeutlicht, dass höhere MGO-Stufen in der Regel gezielter und seltener eingesetzt werden. Gleichzeitig steigt mit dem MGO-Gehalt meist auch der Preis, was eine bewusste Auswahl der passenden Stufe sinnvoll macht.

Strukturierte Liste: Wichtige Kriterien bei der Auswahl

Bei der Auswahl von Manuka-Honig spielen mehrere Faktoren zusammen. Die folgenden Punkte bieten eine strukturierte Orientierung:

  1. Klar deklarierter MGO-Wert zur Einschätzung der Aktivität
  2. Herkunftsangabe Neuseeland mit nachvollziehbarer Lieferkette
  3. Unabhängige Laboranalysen und ggf. einsehbare Zertifikate
  4. Transparente Kennzeichnung ohne irreführende Gesundheitsversprechen
  5. Vertrauenswürdiger Händler mit Spezialisierung auf Manuka-Produkte

Diese Kriterien helfen, Produkte mit verlässlicher Qualität von reinen Marketingangeboten zu unterscheiden. Je mehr dieser Punkte erfüllt sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, einen authentischen und kontrollierten Manuka-Honig zu erhalten.

Gesundheitswirkung im Kontext: Chancen und Grenzen

Mögliche Einsatzgebiete im Alltag

Manuka-Honig wird häufig zur Unterstützung bei Halsschmerzen, zur Beruhigung gereizter Schleimhäute oder als Bestandteil der täglichen Ernährung genutzt. Die besondere Zusammensetzung mit MGO und weiteren bioaktiven Stoffen macht ihn für viele Anwender interessant, die auf natürliche Produkte setzen.

Auch in der Hautpflege findet Manuka-Honig Anwendung, etwa in Masken oder Cremes. Dabei steht nicht nur die antibakterielle Komponente im Vordergrund, sondern auch die feuchtigkeitsspendenden und pflegenden Eigenschaften. In allen Fällen handelt es sich um ergänzende Maßnahmen, die in ein insgesamt gesundheitsbewusstes Verhalten eingebettet werden.

Sicherheit, Dosierung und medizinische Abgrenzung

Trotz der positiven Eigenschaften bleibt Manuka-Honig ein Lebensmittel mit hohem Zuckergehalt. Für bestimmte Personengruppen, etwa Menschen mit Diabetes oder Kleinkinder, gelten daher besondere Vorsichtsmaßnahmen, die mit medizinischem Fachpersonal besprochen werden sollten.

Experten betonen, dass Manuka-Honig keine ärztliche Diagnose oder Therapie ersetzt. Bei ernsthaften oder anhaltenden Beschwerden ist eine professionelle Abklärung notwendig. Die bewusste Nutzung qualitativ hochwertiger Produkte kann jedoch einen Beitrag leisten, um das eigene Wohlbefinden im Rahmen eines insgesamt gesunden Lebensstils zu unterstützen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie erkennt man hochwertigen Manuka-Honig?

Hochwertiger Manuka-Honig ist an einem klar angegebenen MGO-Wert, der Herkunft aus Neuseeland und unabhängigen Laboranalysen erkennbar. Zusätzlich sprechen transparente Kennzeichnung, Chargennummern und seriöse Händler für eine verlässliche Qualität.

Welche Rolle spielt der MGO-Wert für die Gesundheitswirkung?

Der MGO-Wert gibt an, wie viel Methylglyoxal im Honig enthalten ist und dient als Indikator für die antibakterielle Aktivität. Höhere MGO-Werte werden mit einer stärkeren Wirkung in Verbindung gebracht, sollten aber bewusst und dem Einsatzzweck entsprechend ausgewählt werden.

Kann Manuka-Honig Medikamente ersetzen?

Manuka-Honig kann Medikamente nicht ersetzen und ist kein vollständiges Heilmittel. Er wird eher als ergänzende Maßnahme gesehen, etwa zur Unterstützung des Wohlbefindens, während bei ernsthaften Erkrankungen weiterhin eine ärztliche Behandlung erforderlich ist.



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