Ulm News, 24.01.2026 13:00
Land verlängert Regiobus-Förderung – Erfolgsmodell im Alb-Donau-Kreis wird fortgeführt
Das Land Baden-Württemberg verlängert die Förderung der beiden Regiobuslinien X340 und X365 im Alb-Donau-Kreis. Damit beteiligt sich das Land für weitere fünf Jahre an den Gesamtkosten der beiden Linien. Für den Landkreis ist die Entscheidung von großer Bedeutung – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage, wie das Landratsamt Alb-Donau bekannt gibt.
Somit bleiben die Linie X340 von Bad Urach nach Laichingen und die Linie X365 von Blaubeuren nach Laichingen.
Bewährtes Angebot seit 2022
Die Regiobuslinien X340 und X365 wurden im Jahr 2022 eingeführt und konnten sich seither als fester Bestandteil des öffentlichen Personennahverkehrs etablieren. Die Nachfrage ist hoch, die Linien schließen gezielt Lücken in Regionen ohne Schienenanbindung und sorgen für verlässliche Verbindungen zwischen Städten, Gemeinden, Bahnhöfen sowie Mittel- und Oberzentren.
„Gerade in Zeiten knapper Kassen ist diese Entscheidung ein starkes und wichtiges Signal“, betont Landrat Heiner Scheffold. „Die Regiobuslinien haben sich im Alb-Donau-Kreis als wichtige überörtliche Verbindungen erwiesen. Dass das Land ihre Bedeutung für den ländlichen Raum anerkennt und die Förderung fortsetzt, verschafft uns dringend benötigte Planungssicherheit.“
Fünf Jahre Förderung – klare finanzielle Entlastung
Die bisherige Förderung des Landes lief Ende 2025 aus. Mit dem neuen Förderprogramm beteiligt sich das Land Baden-Württemberg nun für weitere fünf Jahre an den Gesamtkosten in Höhe von rund 11 Millionen Euro und übernimmt etwa 5 Millionen Euro davon. Die verbleibenden Kosten tragen der Alb-Donau-Kreis und der Landkreis Reutlingen. Nach Ablauf des Förderzeitraums wird über eine weitere Fortführung entschieden.
„Ohne die Landesförderung wäre es deutlich schwieriger, dieses hochwertige Angebot dauerhaft aufrechtzuerhalten“, so Scheffold. „Wir stehen vor erheblichen finanziellen Herausforderungen, insbesondere durch stark steigende Pflichtausgaben. Umso dankbarer sind wir für jede Unterstützung, die es uns ermöglicht, wichtige Angebote der Daseinsvorsorge zu sichern.“
Attraktiver ÖPNV für den ländlichen Raum
Regiobusse sollen insbesondere im ländlichen Raum eine attraktive Alternative zum Individualverkehr bieten. Sie verkehren täglich im Stundentakt – von frühmorgens bis spät in die Nacht, auch an Wochenenden und Feiertagen. Zum Einsatz kommen moderne, barrierefreie Niederflurbusse mit kostenlosem WLAN und USB-Steckdosen. Zuganschlüsse werden bei moderaten Verspätungen in der Regel abgewartet, um eine möglichst durchgängige Reisekette zu gewährleisten.
Die Linie X340 verbindet Bad Urach mit Laichingen und bedient dabei die Ortschaften Bad Urach, Wittlingen, Hengen, Böhringen, Donnstetten und Westerheim. In Bad Urach besteht Anschluss an die Ermstalbahn in Richtung Metzingen.
Die Linie X365 verkehrt zwischen Blaubeuren und Laichingen und erschließt unter anderem Seißen, Wennenden und Suppingen. In Blaubeuren besteht Anschluss an die Donaubahn nach und von Ulm.
Am Zentralen Omnibusbahnhof in Laichingen bestehen direkte Anschlussmöglichkeiten zwischen beiden Regiobuslinien sowie zu weiteren Buslinien auf der Schwäbischen Alb. Die Regiobusse verkehren täglich im Stundentakt von 5 Uhr bis 23 Uhr (samstags ab 6 Uhr, sonn- und feiertags ab 7 Uhr). Es gelten die Tarife der Verkehrsverbünde DING und naldo sowie der bwtarif.
Klares Signal für gleichwertige Lebensverhältnisse
Landrat Scheffold unterstreicht die Bedeutung der Entscheidung für den Landkreis: „Die Regiobuslinien stehen beispielhaft für einen leistungsfähigen ÖPNV im ländlichen Raum. Sie verbessern die Mobilität spürbar und leisten einen wichtigen Beitrag zur Standortattraktivität. Dass das Land diesen Weg weiter mitgeht, ist ein klares Bekenntnis zu gleichwertigen Lebensverhältnissen – und für uns eine große Hilfe in finanziell herausfordernden Zeiten.“





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