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Ulm News, 06.11.2011 15:41

6. November 2011 von Ralf Grimminger
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TSG Söflingen trennt sich von Handballtrainer Heiko Burmeister


"Die Zusammenarbeit mit Handballtrainer Heiko Burmeister haben wir mit sofortiger Wirkung beendet", teilte Uli Gebhard, zweiter Vorsitzender des TSG Söflingen am Sonntag mit.  Burmeister konnte mit dem Regionalliga-Handballteam aus zehn Spielen bislang nur 3 Punkte holen. Zu wenig aus der Sicht der TSG-Funktionäre.   

Hier die Erklärung des zweiten TSG-Vorsitzenden Uli Gebhard im Wortlaut. "Ein Drittel der Saison ist gespielt. Aus 10 Spielen haben wir gerade einmal 3 Punkte geholt, das sind von 20 möglichen 15%. Der einzige Sieg war denkbar knapp. Dagegen sind die Niederlagen zum großen Teil deutlich, teils sogar dramatisch heftig ausgefallen. Die seitherige Zwischenbilanz muss leider als außerordentlich schlecht und besorgniserregend bezeichnet werden. Auf dem vorletzten Tabellenplatz sind wir vom ersten Nichtabstiegsplatz bereits (mindestens) 2 Siege bzw. 4 Punkte entfernt. Dies ist die schlimmste Zwischenbilanz, die wir in den letzten 13 Jahren im TSG-Handball ziehen mussten. Nieder-Olm hat durch den Heimsieg von heute unseren Abstand zur roten Laterne auf 1 Punkt verkürzt. Für unsere derzeit desolate Lage sind – und daran lasse ich gar keinen Zweifel – in erster Linie unsere Spieler verantwortlich. An ihrer Einstellung fehlt es allerdings nicht. Ebenso wenig mangelt es am kämpferischen Einsatz. Dieser war besonders in den letzten Spielen durchaus überzeugend. Die im großen und ganzen unverändert viel zu hohe Quote von technischen Fehlern, teilweise haarsträubenden Fehlpässen und verworfenen Bällen aus freiester Position vor dem Tor sind allerdings durchweg Qualitätsmängel, die in die Haftung der Spieler fallen. Was unsere Mannschaft bisher gezeigt hat, reicht nicht für die 3. Liga. Unser miserabler Tabellenplatz ist deshalb kein Zufall. Auch wenn die Spieler auf dem Feld die Verantwortung haben, ist es letztlich der Trainer, der für die sportliche Misere in der Haftung steht. Konkrete Defizite an seiner Arbeit kann ich allerdings nicht reklamieren. Fakt aber ist, dass es ihm mit hohem Aufwand und größtmöglichem Bemühen nicht gelungen ist, die Qualität nachhaltig mit Erfolgseffekt zu verbessern. Lichtblicke allein bringen keine Punkte. An zählbaren positiven Erfahrungen fehlt es weiterhin. Beim besten Willen vermag ich nicht zu erkennen, woraus derzeit nur ein Funke Hoffnung resultieren könnte. Die Situation ist von Woche zu Woche die gleiche geblieben. Ebenso gleich sind die Erklärungen. Mit der Trennung von Heiko Burmeister habe ich lange, vielleicht sehr lange gezögert. Bisher war es für mich eine Frage der Gerechtigkeit, die Misere nicht ausgerechnet auf dem Rücken dessen auszutragen, der in den entscheidenden 60 Minuten der Woche die wenigsten Fehler macht. Trotzdem ist unbestreitbar, dass Heiko Burmeister in dieser Saison mit seiner Mannschaft unglücklich agiert. Ich habe auch den Eindruck, dass er zu einem erheblichem Teil der Mannschaft nicht mehr den richtigen Zugang hat. Von der zuletzt in der Presse veröffentlichen breiten Solidarisierung der Mannschaft mit dem Trainer ist mir jedenfalls nichts aufgefallen. Weil wir nicht reaktionslos Zuschauer bleiben können, wie unsere Mannschaft im freien Fall Richtung 4. Liga stürzt und kein ausreichendes Vertrauen mehr darin habe, dass Heiko Burmeister den Absturz noch verhindern könnte, war der jetzt vollzogene Schritt letztlich unvermeidbar. Heiko Burmeister hat in der letzten Saison einen entscheidenden Beitrag zum Klassenerhalt geleistet. Fortune in dieser Saison hatte er jedoch nicht mehr. Seinem hohem Aufwand im Training blieb leider der Erfolg im Wettkampf versagt, ohne dass ein Silberstreif am Horizont zu erkennen wäre. Wir müssen in der Zukunft mehr an klaren Strukturen im Spiel vorne und hinten arbeiten, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. Neuer Chefcoach ab sofort ist Gabor Czako. Der seitherige Co-Trainer wird die Verantwortung für die weitere Saison und auch für die nächste (2012/2013) haben, in welcher Liga sie auch immer gespielt wird. In langen Gesprächen am Rande der Jahresfeier des Vereins in der vergangenen Nacht, in die teilweise auch der Vereinschef via Telefon aus den USA einbezogen war, sind die Entscheidungen gefallen, nachdem die neueste Niederlage in Kirchzell bekannt geworden war. Ausschlaggebend war letztlich aber nicht in erster Linie die Tatsache der Niederlage an sich, sondern diejenige, dass wir wieder einmal mit nur 10 geworfenen Toren aber bereits einem Rückstand von 7 Treffen in die Halbzeitpause gegangen sind. Das war ein Indiz dafür, dass sich faktisch an den zentralen Problemen nichts entscheidend verändert oder gar verbessert hatte. Gabor Czako muss eine ausgesprochen schwere Aufgabe übernehmen. Wunder sind von ihm nicht zu erwarten, schon gar nicht kurzfristige. Vielleicht kann es ihm aber im Laufe der Zeit gelingen, nachhaltige Beiträge zur Heilung des kranken Patienten zu leisten. Auch er wird allerdings aus einem Schnitzel letztlich kein Kalbsfilet zaubern können. Ich erhoffe mir aber einen psychologischen Effekt mit einem Ruck, der jetzt durch die Mannschaft gehen muss. Unserer Mannschaft sind alle seitherigen Ausreden schlagartig genommen. Jetzt ist sonnenklar, dass sie an vorderster Front in der Verantwortung steht. Diese Verantwortung werde ich auch in keiner Weise von ihr nehmen. Gabor Czako hat die Trainer-B-Lizenz und ist für die von ihm jetzt als Chefcoach übernommene Aufgabe in jeder Hinsicht qualifiziert. Als Trainer hat er seither vor allem im Jugendbereich der TSG mit ziemlichem Erfolg gearbeitet. Seine diesbezüglichen Aufgaben – derzeit als Trainer der B- und D-Jugend – wird er weiter führen. Aus den von ihm betreuten Jugendmannschaften sind bereits diverse Auswahlspieler hervorgegangen. Mit unserer Drittligamannschaft konnte er als Co-Trainer bereits genügend Erfahrung sammeln. Eine größere Zahl von Trainingseinheiten hat er, seit er in der letzten Saison die Aufgabe mit Heiko Burmeister gemeinsam übernommen hat, auch eigenständig geleistet. Geboren ist Gabor Czako am 05.07.1971 in Györ (Ungarn). Im Alter von 10 Jahren schnürte er erstmals die Handballschuhe. Bis im Jahr 1999 hat er die ungarische Handballkarriere bis an die Spitze durchlaufen. Im Jahre 1999 folgte sein Wechsel zum TSV Ottobeuren (damals Regionalliga). Seit 2003 ist Gabor bei der TSG Söflingen. Mit unserer Mannschaft ist er in die Regionalliga aufgestiegen und hat bis 2007 (erstes Jahr unter Ecki Notdurft) aktiv gespielt. Gabor Czako arbeitet als Diplomsportlehrer bei der TSG, in erster Linie in der Kindersportschule und im Fitnessbereich. Er und seine Familie sind seit langem Söflinger geworden. Es versteht sich von selbst, dass seine beiden Söhne bereits erfolgreiche Mitglieder der TSG-Jugendmannschaften sind. Wer neuer Co-Trainer neben Cabor Czako wird, steht noch nicht fest. Ich bin aber zuversichtlich, dass sich eine insoweit abzeichnende Lösung sehr rasch realisieren lassen wird. Unsere Mannschaft ist über die personelle Veränderung bereits informiert. Die Ära Gabor Czako beginnt morgen mit einer Teambesprechung sowie anschließendem Dauerlauf und Krafttraining. Danach muss der Blick sofort und gezielt auf die nächste Möglichkeit gerichtet werden, endlich Punkte zu sammeln im Kellerduell gegen die Mannschaft des TV Nieder-Olm. (Samstag, 12.11.2011 um 19.oo Uhr in der Ulmer Kuhberghalle). Schon weil die Gefahr besteht, den Gegner, dem es gelungen ist, noch hinter uns in der Tabelle zu stehen, zu unterschätzen, wird es eines unserer bislang schwierigsten Spiele werden. Für Gabor gibt es also gleich einmal genügend zu tun."



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