Ulm News, 16.12.2025 20:30
Die Kirche: täglich ausgebucht – und das noch weit vor Heiligabend – ein Wunder?
Nein, Neu-Ulm wird kein zweites Fatima oder Lourdes, aber es ist schon höchst erstaunlich: Die Kirche ist täglich ausgebucht, und das noch weit vor Heiligabend. Ja, es gibt so gar lange Schlangen vor der Kirche. Das alles liegt an der immersive Lichtshow „Genesis“, die derzeit in der Kirche St. Johann Baptist in Neu-Ulm stattfindet. Ein fulminanter 3D-Lichter- und Tonteppich, der die Besucher begeistert. Und auch den Hausherren freut es.
ulm-news berichtete bereits ausführlich zur und von der Premiere.
Die immersive Lichtshow „Genesis“ hat St. Johann Baptist in Neu-Ulm in seit Ende Oktober in ein leuchtendes Wahrzeichen verwandelt. Die Kombination aus sakralem Raum, hochmoderner Projektionstechnik und emotionaler Musik entwickelte sich binnen weniger Wochen zu einem Publikumsmagneten.
Stadtpfarrer Karl Klein war gleich bei der Premiere – und er schaute auch in den vergangenen Wochen immer mal wieder gerne vorbei, wer in seiner Kirche so ein und ausging. Resultat: die Kirche war täglich ausgebucht – und das bei bis zu sechs Aufführungen am Abend – wunderbar. „Es ist zwar keine christliche Veranstaltung im eigentlichen Sinne, aber wer will sich darüber schon beschweren. Ich nehme so viele freudige Menschen wahr, die in unsere Kirche kommen – ja, sie sind sogar begeistert – nicht anders ist zu interpretieren, dass die Vorführungen seit geraumer Zeit ausgebucht waren“, so der 44-Jährige Pfarrer. Und einen schönen Nebeneffekt hat er auch bemerkt: „Wenn so viele Menschen im Advent in die Kirche kommen, dann ist das nur positiv. Und ich sehe viele das Kreuzzeichen machen, oder beim Reinkommen das Knie beugen oder sich am Weihwasserbecken bekreuzigen – und einige zünden nach der Vorstellung auch eine Kerze an und beten kurz in Andacht“, so Karl Klein.
Magie aus Licht, Klang und Geschichte
Für „Genesis“ verwandelte das Zürcher Künstlerkollektiv Projektil die neoklassizistische Kirche St. Johann Baptist in ein 30-minütiges Gesamtkunstwerk, bei dem alle Wände, Gewölbe und architektonischen Details zur Projektionsfläche werden. Hochauflösende 360-Grad-Projektionen, eigens komponierte Musik und eine fein abgestimmte Dramaturgie der Schöpfungsgeschichte lassen die Besucherinnen und Besucher förmlich in den Kirchenraum eintauchen. Rund 30.000 bis 35.000 Besucher strömten nach Schätzungen die vergangenen Wochen nach St. Johann Baptist - eine fantastische Zahl (offizielle Zahl der Organisatoren steht noch aus).
Erfolgsrezept: Kunst im Kirchenraum
Schon zum Auftakt zeigte sich, wie groß das Interesse an dieser ungewöhnlichen Verbindung von Liturgieort und Lichtkunst ist: Mehrere Premieren-Vorstellungen in St. Johann Baptist waren sehr gut besucht, zahlreiche weitere Termine folgten an nahezu jedem Abend. Dass die Show ausdrücklich für alle Altersgruppen konzipiert ist und ohne Sprache auskommt, macht sie sowohl für Familien als auch für internationales Publikum attraktiv.?
Begeisterung im Publikum
In Besucherreaktionen ist immer wieder von einem „beeindruckenden“ und „einmaligen“ Erlebnis die Rede, das besonders die perfekte Einbettung der Projektionen in jeden Winkel der Kirche hervorhebt. Viele Gäste betonen die Gänsehaut-Momente, wenn Licht, Musik und Kirchenarchitektur zu einem meditativen Gesamteindruck verschmelzen und das Gefühl von Raum und Zeit in den Hintergrund tritt.?
Die Aufführung unterstreicht die gewachsene Rolle von St. Johann Baptist als Ort, an dem sich Spiritualität und Kultur begegnen. Die historische Kirche im Herzen Neu-Ulms wird mit „Genesis“ nicht nur als sakraler, sondern auch als innovativer Kulturraum wahrgenommen, der neue Besuchergruppen anspricht und die Stadt überregional ins Gespräch bringt., so ist es von Besuchern zu hören.
Ein Leuchtturm in der Neu-Ulmer Vorweihnachtszeit
Die Spielzeit von Ende Oktober bis Mitte Dezember macht „Genesis“ zu einem der prägenden Kulturereignisse im Neu-Ulmer Spätjahr. In einer ansonsten eher dunklen Jahreszeit wird die Kirche selbst zur Lichtquelle der Stadt – ein Fixpunkt für Einheimische und Gäste, die sich für einen Abend in eine andere Welt aus Farben, Formen und Klängen entführen lassen.
Genesis geht heute zu Ende – eigentlich schade. Könnte noch länger sein und ggf. mit anderem Programm in Stadt oder Kirche gerne im kommenden Jahr wieder aufgeführt werden. ulm-news meint: wäre doch wunderbar.





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