Ulm News, 10.11.2025 15:30
Jetzt kommt wohl doch das grundlegende Beben bei den Spatzen nach der deftige 0:5-Heimniederlage
Der SSV Ulm befindet sich nach der 0:5-Heimniederlage gegen Hansa Rostock in einer handfesten Krise und sieht sich mit erheblichen sportlichen und mentalen und auch strukturell-organisatorischen Herausforderungen konfrontiert?
Fortsetzung folgt und auch ein Interview mit Spielerrat-Mitglied und gestern für zehn Minuten Kapitän (weil Kap. Dressel ausgewechselt wurde) Dennis Chessa.
Und vielleicht gibt es ja schon heute Mittag (Montag) das große Tabula rasa beim SSV - so wird kolportiert. ulm-news sagt es schon seit knapp zwei Wochen voraus. Demnach soll neben Moritz Glasbrenner auch Sportvorstand Markus Thiele und Vorstand Dr. Thomas Oelmayer entlassen werden bzw. zurücktreten.
Die Mannschaft stellt sich ob der Verletzungsmisere schon fast von selbst auf – gegen Rostock ersetzen Max Schmitt im Tor den erkrankten Christian Ortag, Felix Vater den gesperrten Marcel Seegert und später Benedikt Ehe auf der 6er-Position ab der 83. Minute den total neben sich stehenden Kapitän Dennis Dressel.
Nach dem Spiel geht es völlig ab – die Fans – sofern noch im Stadion - fordern den Rücktritt von zumindest dem Geschäftsführenden Vorstand, der aber davor womöglich den Trainer entlassen soll, der mittlerweile taktisch und motivationstechnisch nicht mehr die Mannschaft erreicht – fünf Niederlagen in Folge mit 3:19 Toren. „Wir sind zu lieb, zu nett, zu harmlos“, sagt Trainer Moritz Glasbrenner hernach auf der PK – und es fehlt an emotionalen Leadern. Dasselbe sagt Geschäftsführender Vorstand Markus Thiele draußen am Zaun den Fans des D-Blocks und zuckt mit den Schultern.
Heute Mittag (Sonntag) kommt ein vermeintliches Schreiben von den Kapitänen Johannes Reichert (lang verletzt wegen Kreuzbandriss) und eben Torhüter Christan Ortag ans Licht, dass mit Vehemenz den Aufsichtsrat zum Handeln auffordert (ulm-news liegt dieses Schreiben vor). Tenor: Trainer und Geschäftsführer – der auch sportliche Leiter ist – bitte entlassen: „Wir können nicht mehr, wir wollen nicht mehr unter denen und – wie man sieht – schaffen wir es auch nicht mehr mit denen“.
Fortsetzung folgt und auch ein Interview mit Spielerrat-Mitglied und gestern für zehn Minuten Kapitän (weil Kap. Dressel ausgewechselt wurde) Dennis Chessa.
Zunächst die Einschätzung der Lage:
Herber Rückschlag gegen Rostock
Die Partie gegen Rostock begann bereits ungünstig: Früh lag Ulm durch einen Handelfmeter und weitere Treffer zurück, sodass es bereits zur Halbzeit 0:4 stand. Die Defensivprobleme der Spatzen traten deutlich zutage, viele Zuschauer verließen frustriert das Donaustadion bereits zur Pause. Im zweiten Durchgang agierte Ulm zwar engagierter, blieb jedoch offensiv wirkungslos und kassierte kurz vor Schluss noch den fünften Gegentreffer.? Eine desolate Taktik (siehe fünf Niederlage in Folge mit 3:19 Toren) des Trainers im 4-3-2-1-System und über die Flügel mega offen und durch die Mitte mit Defensiven Mittelfeldspielern (ua. dem Kapitän), der fünf Meter neben seinem Mann steht. kann er den nicht wenigstens einmal im Spiel zustellen? Der für ihn in der 83. eingewechselte Benedikt Ehe (U19 Spieler) gewann in knapp 10 Min mehr Zweikämpfe als sein Vorgänger.
Fünf Niederlagen in Folge und Kritik
Mit dieser deutlichen Pleite setzt sich Ulms Negativlauf fort: Es war bereits die fünfte Niederlage in Serie. Insgesamt kassierte das Team in den letzten fünf Spielen 19 Gegentore, davon allein zweimal 0:5. Nach der Partie äußerte Mittelfeldspieler Dennis Dressel scharfe Kritik und forderte angesichts des offensichtlich desolaten Defensivverhaltens eine radikale Neusortierung während der Länderspielpause. Dressel betonte, es reiche nicht, „bei Null anzufangen“, da das Team mannschaftlich im „Minusbereich“ angelangt sei und tiefgreifende Aufarbeitung brauche.?
Aktuelle Lage und Ausblick
Der SSV Ulm steht aktuell auf dem 18. Tabellenplatz und steckt damit mitten im Abstiegskampf. Die Stimmung im Umfeld ist angespannt, zumal kaum Hoffnung auf eine schnelle Wende besteht, wenn keine grundlegenden Veränderungen umgesetzt werden. Trainer und Mannschaft stehen nun vor der Aufgabe, während der anstehenden Länderspielpause an grundlegenden Problemen zu arbeiten, insbesondere in der Abwehr und bei der Mentalität der Mannschaft.?
Fazit
Der 0:5-Schock gegen Rostock ist Ausdruck einer tiefen Krise beim SSV Ulm. Die Mannschaft ist sportlich und mental schwer angeschlagen, es mangelt an Stabilität, Selbstvertrauen und Struktur. Nur tiefgreifende Veränderungen in der Länderspielpause können verhindern, dass die „Spatzen“ weiter in Richtung der unteren Tabellenplätze abrutschen – die Veränderungen dürften nicht nur auf dem Platz passieren, sondern auch neben des Platzes.
Foto: hier bei der Vertragsunterschrift: Markus Thiele und Moritz Glasbrenner - unterschreiben sie noch in dieser Woche Aufhebungsverträge?




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