Ulm News, 06.11.2025 09:45
Quo Vadis SSV? Die Spatzen taumeln auf dem Platz, daneben macht sich der Vorstand gegenseitig stark
Der SSV Ulm 1846 Fußball erlebt in der Saison 2025/2026 eine schwierige Phase und befindet sich aktuell im unteren Bereich der 3. Liga-Tabelle. Nach 13 Spieltagen liegt der Verein auf dem 18. Rang und kämpft gegen den Abstieg.? Und gegen viel Gegenwind außerhalb des Platzes.
Und natürlich gibt es von ulm-news auch Punkte im spielerisch-taktischen Bereich - und nicht nur da.
Nun soll laut Medienberichten die langjährige Führungsfigur Dr. Thomas Oelmayer das zweite Augenpaar im Vieraugenprinzip ganz oben im Spatzennest sein: Geschäftsführer Markaus Thiele solle keine Alleingänge mehr machen, hieß es – aber hat er die überhaupt vollzogen? War er nicht bislang schon ein Zacken im Dreizack Schöllhorn, Oelmayer und eben Thiele? Auf jeden Fall ist die finanzielle Lage beim SSV noch gut, die sportliche recht ernüchternd, um es einmal nobel auszusprechen. Wenn sich aktuelle etwas neben dem Platz (also in der Führungsspitze ändert), ändert sich aktuell auf dem Platz wenig. Es muss sich also etwas auf dem Platz ändern, sonst geht Ulm den Weg wie 1998 bis 2021 – von ganz unten abrupt nach ganz oben (damals bis 1. Bundesliga) und dann genauso schnell wieder nach unten (damals sogar bis in die Verbandsliga). Das wäre hingegen ziemlich einmalig im deutschen Profisport. Trainer Moritz Glasbrenner muss nun die richtigen taktischen Entscheidungen treffen und seine Spieler zu mehr Mentalität und Einsatz bringen, sonst geht es im Fahrstuhl nach weiter nach unten.
ulm-news meint: zurück zur 5er Kette – davor mit Max Brandt nur ein 6er – dann Elias Löder als 10er – links den jungen Brown, zur Halbzeit Aksakal (oder umgekehrt) – rechts mal den zuletzt starken Dajaku – im Sturm Becker und später Röser – oder umgekehrt. Hinten stünden die Ulmer wieder massierter und sicherer, vorne gäbe es mehr Vehemenz – das Mittelfeld wird bei den nun schmierigen und glatten Plätzen sowieso nix mehr zum Schönspielen.
Aber die Werte nüchtern betrachtet:
Aktuelle sportliche Situation
- Ulm hat bisher 13 Punkte aus 13 Spielen gesammelt und steht damit auf einem Abstiegsplatz.?
- Die Bilanz der letzten fünf Spiele zeigt lediglich einen Sieg und vier Niederlagen, darunter deutliche Pleiten wie das 0:5 gegen SC Verl und das 1:4 gegen FC Ingolstadt 04.?
- Das nächste Heimspiel findet am Samstag, den 8. November 2025, gegen den F.C. Hansa Rostock statt, der aktuell im Mittelfeld der Tabelle steht.?
Gründe für die aktuelle Situation
- Eine beispiellose Verletztenserie hat die Mannschaft stark geschwächt: Kapitän Johannes Reichert und mehrere weitere Leistungsträger wie Dominik Martinovic, Marcel Wenig und Jonas David fielen jeweils mit Kreuzbandrissen aus.?
- Neben dem sportlichen Verlust dieser Spieler führt die ständige Umstellung und Unsicherheit auf dem Platz zu fehlender Stabilität und oftmals schwachen Leistungen.?
- Auch Sperren wie zuletzt für Marcel Seegert durch die fünfte gelbe Karte treffen das Team zusätzlich.?
Vereinsentwicklung und Initiativen
- Abseits des Platzes engagiert sich der Verein für mehr Fairness im deutschen Ligasystem und ist der Initiative "Aufstiegsreform 2025" beigetreten, um den Modus der Ligenstruktur unterhalb der 3. Liga zu verbessern.?
- Im Nachwuchsbereich setzt Ulm gezielt Präventionsmaßnahmen für mehr Inklusion und Antidiskriminierung um und pflegt Austausch mit inklusiven Sportgruppen.?
Ausblick und kommende Herausforderungen
- In den nächsten Wochen stehen weitere wichtige Spiele gegen direkte Konkurrenten und Traditionsvereine wie TSV Havelse, TSV 1860 München, Viktoria Köln und VfL Osnabrück bevor.?
- Der Verein muss dringend sein Verletzungspech überwinden und Stabilität finden, um den Abstieg noch abzuwenden.?
Der SSV Ulm 1846 Fußball befindet sich sportlich wie strukturell in einer herausfordernden Phase und wird sich mühen müssen, den drohenden Abstieg abzuwenden und zugleich positive Akzente für die Zukunft zu setzen. Der SSV Ulm ist in den nächsten Monaten an einem Scheideweg – geht es wirtschaftlich und sportlich konstant weiter, oder muss man sich in Ulm wieder mit dem Amateurfußball anfreunden.
Foto (Thomas Kießling): Thomas Oelmayer im Rollstuhl bei der Ausstellungseröffnung 100 Jahre Donaustadion im m25.





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