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Ulm News, 26.11.2025 15:30

26. November 2025 von Thomas Kießling
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Das Energie-Kollektiv: Gemeinschaften stärken durch geteilte Energie


Augen zu und vorstellen: Ein Viertel, in dem die Lichter während eines Sturms immer konstant brennen. Eine Straße, in der Familien ein BBQ genießen, das komplett auf Sonnenenergie setzt. Ein Marktplatz, wo Stände leise mit sauberer, geteilter Energie versorgt werden, die Nachbarn freiwillig anbieten - auch in der Region Ulm. Das ist keine utopische Fiktion, sondern die Realität, die das Energie-Kollektiv schafft – eine Bewegung, in der individuelle Energiesysteme zu den gemeinsamen Lebensadern der Gemeinschaft werden.

In der heutigen Welt bedeutet Energieunabhängigkeit nicht nur Überleben, sondern auch Zusammenarbeit. Es ist nicht zukunftsfähig, dass jeder Haushalt einen Generator horten sollte. Eine gemeinsame Zukunft, in der Ressourcen gebündelt werden, ist der Schlüssel, damit niemand ohne Strom ist. Energiegeräte werden durch diese Philosophie von isolierten Werkzeugen zu Instrumenten der Zusammenarbeit – und schaffen eine Resilienz, die über die Stärke jedes einzelnen Haushalts hinausgeht.

Das Herzstück dieser Veränderung ist die moderne tragbare Powerstation. Sie ist viel mehr als nur eine riesige Batterie. Sie ist ein Element eines gemeinsamen Energie-Ökosystems. Sie ermöglicht es, Strom zu transportieren, zu verteilen und genau dort einzusetzen, wo er am dringendsten benötigt wird. Dank dieser Flexibilität wird Elektrizität zu etwas Verbindendem – sie ist eine Kraft, die Gemeinschaften stärkt, statt sie zu trennen.

Die Grundsätze eines gemeinschaftlichen Energiekollektivs

Jede starke Idee hat ein solides Fundament. Drei Leitprinzipien sind die Grundlage des Energie-Kollektivs:

  1. Zugänglichkeit – Energie, die leicht genutzt werden kann, einfach aufgeladen werden kann und allen in der Gemeinschaft zur Verfügung steht.
  2. Teilbarkeit – Tragbare, vielseitige und Plug-and-Play-fähige Geräte ermöglichen es ganz einfach, Energie auszuleihen oder weiterzugeben.
  3. Resilienz – Ein System, das auf das Unvorhergesehene reagieren kann: sei es, die Versorgung eines Festivals sicherzustellen oder den Betrieb lebenswichtiger medizinischer Geräte während eines Ausfalls zu gewährleisten.

Eine neue Energiekultur wird durch diese Grundsätze geschaffen – eine, in der Strom nicht auf Wände beschränkt ist, sondern frei dorthin fließt, wo er am meisten gebraucht wird.

Die Elemente eines gemeinschaftlichen Energienetzes

Welche Technologie macht diese Vision möglich? Ein Vergleich zwischen den alltäglichen Powerbanks, die viele von uns in der Tasche haben, und den tragbaren Powerstations von Anbietern wie EcoFlow zeigt den Unterschied:

Funktion

Standard-Powerbank

EcoFlow Portable Powerstation

Einsatz im Gemeinschaftskontext

Energiekapazität

Begrenzt (0,1–0,3 kWh)

Hohe Kapazität und skalierbar (typisch 1–6 kWh)

Kann viele starke Geräte für lange Zeit betreiben, perfekt für Gruppen.

Ausgangsvielfalt

Einfache USB-Anschlüsse

Mehrere AC-Steckdosen, USB-C, DC-Anschlüsse

In Krisensituationen werden medizinische Geräte, Router, Beleuchtung und Kühlschränke mit Energie versorgt

Ladegeschwindigkeit

Langsam (6–12 Stunden)

Ultraschnelle Solar- oder AC-Ladung (0–80 % in ca. 1 Stunde)

Stets einsatzbereit bei längeren Ausfällen

Mobilität

Taschenformat

Integrierte Griffe, kompaktes Design

Einfach zu transportieren zum Nachbarhaus oder zu einer Veranstaltung in der Nähe

Lärm & Emissionen

Lautlos

Lautlos und emissionsfrei

Sicher für Innenräume und öffentliche Veranstaltungen

Es steht außer Frage: Tragbare Powerstations sind nicht nur persönliche Gadgets, sondern auch gemeinschaftliche Ressourcen.

Das Kollektiv am Werk: motivierende Praxisbeispiele

Die Theorie geteilter Energie zeigt ihre wahre Stärke, wenn sie praktisch umgesetzt wird.

Fallstudie 1: Das Resilienz-Zentrum im Stadtteil

In Dresden sorgte eine geplante Netzabschaltung dafür, dass Anwohner acht Stunden lang ohne Strom waren. Ein Haushalt richtete mit einer 2-kWh-EcoFlow-Station eine provisorische Ladezentrale ein. Nachbarn warteten in der Schlange, um ihre Handys zu laden, CPAP-Geräte zu betreiben und WLAN-Router online zu halten. Ein Tag, der voller Frustration hätte stecken können, wurde zum Beweis dafür, dass ein einziges Gerät eine ganze Gemeinschaft unterstützen kann.

Fallstudie 2: Die nachhaltige Veranstaltung der Gemeinschaft

In Freiburg entschied ein Wochenmarkt, dass laute und umweltschädliche Benzingeneratoren nicht mehr erlaubt sind. Händler bieten jetzt tragbare Powerstations zusammen mit faltbaren Solarmodulen an. Damit versorgen sie Kartenlesegeräte, Beleuchtung und kleine Geräte. Das Resultat: eine Veranstaltung, die ökologische Prinzipien respektiert, ein angenehmes Einkaufserlebnis bietet und gleichzeitig Emissionen minimiert.

Fallstudie 3: Die mobile Hilfeeinheit

Eine lokale Hilfsorganisation, die Geflüchtete unterstützt, hat mehrere tragbare Stationen im Gepäck. In Notunterkünften ohne sicheren Netzzugang, stellen sie mobile Ladepunkte bereit. Familien haben die Möglichkeit, ihre Angehörigen zu kontaktieren, Informationen abzurufen und ihre Räume nach Sonnenuntergang zu beleuchten. In diesen Augenblicken ist Energie alles andere als ein Komfortthema; es geht um Würde und Verbindung.

Zahlen, die den Einfluss des Kollektivs beweisen

Energiekollektive haben nicht nur emotionale Vorteile; diese sind zudem messbar.

  • Wirtschaftliche Effizienz: Für einen einzelnen Haushalt kann der Preis von 3.500 € für eine Hochleistungs-Powerstation unerschwinglich wirken. Wenn zehn Haushalte gemeinsam die Investition von 350 € pro Haushalt stemmen, wird Resilienz zu einem erreichbaren Ziel.
  • Ökologische Wirkung: Jede Kilowattstunde Solarstrom, die eine Station produziert, spart etwa 0,4 bis 0,5 Kilogramm CO?. Dieser Effekt wird durch die gemeinschaftliche Nutzung vervielfacht. Mit nur einem Gerät werden mehrere Generatoren ersetzt – und das mit einem deutlich geringeren Herstellungsaufwand.
  • Optimierung von Ressourcen: Anstatt dass 20 Haushalte jeweils einen Generator lagern, könnte ein Viertel der Haushalte fünf gemeinsam genutzte Powerstations nutzen, um denselben Schutz zu bieten: weniger Materialverbrauch, weniger Abfall und deutlich weniger Lärm.

Gemeinschaftliches Eigentum ermöglicht Skaleneffekte und verbessert die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaft.

Energiekollektiv gründen: So geht's!

Es bedarf nicht des Ingenieurberufs, um ein nachbarschaftliches Energienetz zu errichten. Es braucht Kommunikation, Planung und die passenden Werkzeuge.

  1. Bedürfnisse des Alltags herausfinden: Starten Sie mit einem Austausch. Erkundigen Sie sich bei Nachbarn, ob sie Bedenken bezüglich Stromausfällen haben oder ob sie Interesse daran haben, Veranstaltungen mit Strombedarf zu planen.
  2. Gemeinsam starten: Haushalte können zusammen in ein vielseitiges Gerät wie die EcoFlow Delta 2 investieren. Sie ist ein praktischer erster Schritt, da sie das Verhältnis von Tragbarkeit zu Kapazität gut ausbalanciert.
  3. Ein System zur Teilung erstellen: Eine Nachbarschafts-Chatgruppe oder ein einfacher Kalender kann Ihnen helfen, die Verfügbarkeit zu koordinieren. Finden Sie heraus, wie und wann das Gerät geteilt werden kann.
  4. Solar hinzufügen: Schließen Sie die Powerstation an tragbare Solarmodule an. So wird ein unabhängiges, erneuerbares Mikronetz ohne fossile Brennstoffe geschaffen.
  5. Einen Krisenplan erstellen: Bestimmt im Voraus, wie die Energie des Kollektivs in Krisenzeiten priorisiert werden soll. Medizinische Geräte, Kommunikation und die Lebensmittellagerung sollten an erster Stelle stehen.

Jede Straße, jedes Wohnhaus oder jede kleine Gemeinschaft kann mit diesen Schritten anfangen, Resilienz in ihren Alltag zu integrieren.

Der Blick aufs Gesamtbild: Die Bedeutung dieser Bewegung

Das Energiekollektiv bietet weit mehr als nur Notstrom. Es geht darum, sich neu über Vorbereitung zu denken. Menschen können aus Hoffnung handeln, anstatt aus Angst zu reagieren. Sie können sich für Zusammenarbeit entscheiden, anstatt isoliert zu handeln.

Eine tragbare Powerstation zu besitzen, heißt nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Gemeinschaft zu versorgen. Es ist die Entscheidung für eine Zukunft, in der Technologie verbindet, nicht trennt.

Mit Beispielen wie EcoFlow und anderen Innovatoren wird deutlich, dass das wahre Potenzial mobiler Energie nicht nur darin liegt, den Einzelnen zu stärken, sondern ganze Gemeinschaften zu unterstützen. Eine geteilte Station wird zur Brücke, die private Vorbereitung in kollektive Widerstandskraft verwandelt.

Fazit: Gemeinsam genutzte Energie ist die bessere Energie

Die Zukunft der Energie hängt nicht nur unserer Produktionsmenge ab, sondern vor allem der Effizienz, mit der wir sie teilen. Unser Verständnis von Unabhängigkeit hat sich durch tragbare Energietechnologie bereits gewandelt. Sie schafft jetzt die Chance, vernetzte Gemeinschaften zu bilden – damit niemand die Dunkelheit allein durchstehen muss.

Denken Sie an Ihre Nachbarschaft: Straßenfeste mit erneuerbarer Energie, Hilfe für gefährdete Nachbarn während Blackouts und Hilfsgruppen, die sofort einsatzbereit sind. Genau das verspricht das Energiekollektiv.

Die Lösung existiert schon – als tragbare Powerstation. Ein einfacher, aber tiefgreifender Schritt: die Entscheidung zu teilen.

 



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