Ulm News, 27.10.2025 11:45
Technischen Hochschule Ulm bald Energie-autark - dafür gibt es 2,6 Mio. Euro Fördermittel
Die THU startet ein zukunftsweisendes Forschungsprojekt zur Langzeitspeicherung von Energie. Das Projekt „LAGER – Langzeitspeicherung in energieflexiblen, sektorintegrierten Liegenschaften und Quartieren“ wird vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg mit rund 2,6 Millionen Euro gefördert. Herzstück des Projekts ist ein innovativer 50 MWh Wasserstoff-Röhrenspeicher im THU-Energiepark. Dieser Speicher wird in die bestehende Infrastruktur integriert und kann erneuerbare Energie über Monate hinweg speichern – also saisonale Energiespeicherung ermöglichen.
Damit wird der THU-Campus am Eselsberg künftig über mehrere Wochen hinweg autark mit grüner Energie versorgt – bilanziell unabhängig vom Stromnetz. Das stärkt nicht nur die Energie-Resilienz, sondern zeigt auch, wie nachhaltige Eigenversorgung in der Praxis funktionieren kann.
Das Projekt startete am 15. Oktober 2025, hat eine Laufzeit von drei Jahren und ein Gesamtvolumen von rund 2,9 Millionen Euro, wovon 2,6 Millionen Euro durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert werden.
Im Mittelpunkt steht der Aufbau eines 50 MWh Wasserstoff-Röhrenspeichers im
THU-Energiepark. Dieser Speicher wird in die bestehende Infrastruktur integriert und ermöglicht eine saisonale Speicherung von Energie aus erneuerbaren Quellen.
Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Flexibilisierung des Energiesystems, zur Sektorkopplung von Strom, Wärme und Mobilität sowie zur Resilienzsteigerung im Bevölkerungsschutz.
Nach Abschluss des Projekts kann der THU-Campus am Eselsberg über mehrere Wochen hinweg aus dem neuen Wasserstoffspeicher autark mit grüner Energie versorgt werden.
Neben der technischen Umsetzung umfasst das Projekt die leittechnische
Integration, die Entwicklung von IT-basierten Steuerungslösungen, die
Demonstration netzdienlicher Einsatzszenarien sowie die Demonstration eines
Einsatzes im Rahmen des Bevölkerungsschutzes. Darüber hinaus werden
wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen für den Einsatz dezentraler Langzeitspeicher untersucht.
„Mit dem Projekt LAGER stärken wir den Forschungsstandort Baden-Württemberg und verdeutlichen, dass in Baden-Württemberg aktiv an den Herausforderungen der Zukunft gearbeitet wird. Die Sektorkopplung von Strom, Wärme und Mobilität ist ein Grundpfeiler einer gelungenen Energiewende. Insbesondere dezentrale Liegenschaften und Quartiere sind als Modellregion für eine flächendeckende Sektorenkopplung geeignet. Mit der Erweiterung des Energieparks ermöglichen wir es den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der THU unter realen Bedingungen die Integration von Langzeitspeichern in energieflexible Quartiere zu erproben und zu demonstrieren“, erklärt Baden-Württembergs Energieministerin
Thekla Walker.
„Durch das Projekt LAGER schaffen wir eine Forschungsinfrastruktur, die bundesweit einzigartig ist. Der Wasserstoff-Langzeitspeicher ermöglicht nicht nur die Kopplung von Strom, Wärme und Mobilität, sondern auch die Entwicklung und Demonstration von Konzepten für eine nachhaltige, resiliente Energieversorgung. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zur Stärkung des Forschungsstandorts Baden-Württemberg“, betont Prof. Dr. Volker Reuter, Rektor der Technischen Hochschule Ulm.
Das Vorhaben wird vom Institut für Energietechnik und Energiewirtschaft (IEE) der THU unter Leitung von Prof. Dr. Dietmar Graeber und Prof. Dr. Florian Klumpp durchgeführt. Mit dem Projekt LAGER stärkt die THU ihre Position als eine maßgebliche Forschungseinrichtung im Bereich nachhaltiger Energiesysteme und leistet einen bedeutenden Beitrag zur Umsetzung der Energiewende in Baden-Württemberg und darüber hinaus.
Informationen zum Energiepark unter: https://www.thu.de/de/org/iea/Energiepark




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