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Ulm News, 26.08.2025 09:30

26. August 2025 von Thomas Kießling
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Preisgekröntes Musikprojekt verbindet Jugendliche aus aller Welt


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Beschreibung: Die jungen Musikerinnen und Musiker beeindruckten mit ihrem Spiel.

Fotograf: Ufuk Arslan

Foto in Originalgröße



Eine der bedeutendsten Auszeichnungen für den musikalischen Nachwuchs ist jetzt von der Würth-Stiftung vergeben worden. Am Stammsitz der Würth-Gruppe in Künzelsau im Hohenlohekreis erlebten die rund 400 Besucherinnen und Besucher einen emotionalen Abend. Als „ein hörenswertes Projekt der internationalen Verständigung“ ist das International Youth Symphony Orchestra Bremen (Internationales Jugendsinfonieorchester Bremen) mit dem Würth-Preis der Jeunesses Musicales Deutschland 2025 ausgezeichnet worden. Das Ensemble junger Musikerinnen und Musiker aus aller Welt erhielt in diesem Jahr die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung.

Pompös startete das Ensemble im Carmen Würth Forum am Stammsitz der Würth-Gruppe in Künzelsau in Baden-Württemberg in den Abend mit Benjamin Brittens „The Young Person’s Guide to the Orchestra“. Nachdenklich wurde es im zweiten Stück, der selten gespielten „Rhapsodie pathétique“ des syrischen Komponisten Sharif Badreddin mit Rimonda Nanaa als Solistin am Quanoun, die musikalisch die Leiden der Menschen in Syrien aufnimmt. Den Schluss bildete der mitreißende und feurige „Danzón Nr. 2“ von Arturo Márquez, der die Freude über den Preis zum Ausdruck brachte.. 

In seiner Laudatio würdigte Andreas Lemke, ehemaliger Vorsitzender des Landesverbands der Musikschulen in Bremen, das Orchester als „ein Symbol für kulturelle Vielfalt, bürgerschaftliches Engagement und Eigenverantwortung“ und verlieh der Hoffnung Ausdruck, „dass der Wind irgendwann wieder in Richtung offener Grenzen weht.“ 


Überreicht wurde die Auszeichnung von Johannes Schmalzl, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Würth, Professor Ulrich Roth, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, und JMD-Präsident Johannes Freyer. Freyer hob die Bedeutung von Jugendorchestern als Utopie einer gelingenden Gesellschaft hervor: „Sie sind Mikrokosmen, in denen junge Menschen ihr Wirken in der Gemeinschaft erproben – und dabei auch uns Erwachsenen ein Vorbild sind.“ 

 

Das International Youth Symphony Orchestra Bremen unter der Leitung von Martin Lentz findet in diesem Jahr zum 25. Mal statt. Jedes Jahr lädt das Jugendsinfonieorchester Bremen der Musikschule Bremen etwa 50 Musikerinnen und Musiker im Alter zwischen 14 und 22 Jahren aus aller Welt zu einer zehntägigen Probenphase nach Bremen ein, um ein anspruchsvolles sinfonisches Programm zu erarbeiten – 2025 sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Ägypten, Algerien, Deutschland, dem Irak, Jordanien, Lettland, Tunesien, der Türkei, Rumänien, Schottland, der Schweiz, Spanien, Syrien und den Vereinigten Arabischen Emiraten dabei. Durch die intensiven Proben wächst ein temporäres, internationales Ensemble von rund 90 jungen Instrumentalistinnen und Instrumentalisten zusammen, in dem auch weltanschauliche Unterschiede, Nationalitäten und Religionen thematisiert, verstanden und respektiert werden. 

 

Der Würth-Preis der Jeunesses Musicales Deutschland wird seit 1991 durch die Stiftung Würth und die Jeunesses Musicales Deutschland jährlich an Künstlerinnen und Künstler oder Ensembles verliehen, die sich auf besondere Weise um die musikalische Nachwuchsförderung und ein weltbürgerliches Kulturleben verdient machen. In den vergangenen Jahren waren unter anderen Mirga Gražinyt?-Tyla (2024), die Deutsche Streicherphilharmonie (2023), das Notos Quartett (2022) und Jörg Widmann (2021) gewürdigt worden. 

 

Die gemeinnützige Stiftung Würth wurde 1987 von Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold und Carmen Würth in Künzelsau gegründet und fördert Projekte in den Bereichen Bildung und Wissenschaft, Integration und Soziales sowie Kunst und Kultur. JMD ist die deutsche Sektion der Jeunesses Musicales International (JMI). Sie wurde während des Zweiten Weltkriegs gegründet, um Begegnungen junger Musikerinnen und Musiker zu fördern. 



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