Ulm News, 30.07.2025 11:45
Neuester Stand zum Zugunglück bei Riedlingen: weniger Verletzte, Bergungsmaßnahmen dauern an
In einer gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und Landespolizei sowie Bundespolizei Ulm geben die drei bekannt: Die Ermittlungen zum Zugunglück bei Riedlingen dauern weiterhin an - Zahl der Verletzten ändert sich, die umfangreichen Bergungsmaßnahmen dauern weiterhin an.
Nach derzeitigem Stand (28.07.2025) wurden bei dem Zugunglück 36 Personen verletzt, darunter auch zwei Kinder, eines im Alter von 7 und eines im Alter von 13 Jahren (entgegen erster behördlicher Auskünfte, bei denen von einem 14 Jahre alten Kind ausgegangen wurde).
Weitere drei Personen wurden in Krankenhäuser verbracht, jedoch als unverletzt wieder entlassen. Zudem erlitten drei Personen tödliche Verletzungen. Hierbei handelt es sich um den 32-Jährigen Lokführer und einen 36-jährigen Mitarbeiter der Zuggesellschaft, beide aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis stammend, sowie eine 70-jährige Reisende aus dem Landkreis Sigmaringen.
Nach aktuellen Ermittlungserkenntnissen geht die Polizei nunmehr davon aus, dass sich rund 50 Personen im Zug befanden. Im Rahmen der Ermittlungen ergaben sich Hinweise, dass sich mehrere, bislang unbekannte Insassen, vom Unfallort abholen ließen. Die Kriminalpolizei Biberach bittet diese Personen, sich bei der Polizei unter Tel. 0731/1880 zu melden.
Die Ermittlungen werden durch das Kriminalkommissariat Biberach geführt. Die Bundespolizei arbeitet mit ihrer Fachexpertise im Bereich der Ermittlungen bei Bahnunfällen zu. Zudem ist die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung ebenfalls vor Ort und führt eigene Ermittlungen durch, bei denen sie in engem Austausch mit der Kriminalpolizei sowie der Bundespolizei steht.
Die Ermittler stellten den Fahrtenschreiber des Zuges zur Auswertung sicher. Außerdem wurde durch die Staatsanwaltschaft Ravensburg die Erstellung eines geologischen Gutachtens beauftragt.
Die umfangreichen Bergungsmaßnahmen dauern weiterhin an. Wie lange diese noch andauern ist derzeit noch unklar. Weitere Auskünfte erteilen die Behörden dazu nicht.
ulm-news meint:
Die Anteilnahme gilt den Hinterbliebenen der Opfer, und den Verletzten, die hoffentlich schnell und voll wieder hergestellt sind.
Was aber bringt ein Ermittlungs-Triumphirat aus allerlei Ebenen, um wohl eine Zugentgleisung aufgrund eines Hangrutsches bis ins kleinste Detail aufzuklären. Gibt es da Verischerungen, die nicht zahlen, wenn auch nur ein Jota im Aufklärungspuzzle fehlt? Wäre zu dem Unglück noch schlimmer.
Aber: wieso kann so ein Unglück überhaupt passieren? Gibt es da keine Sensorik, die an der Lok / am Zugwagen eingerichtet ist und vor unvorhergesehenen Hindernisssen warnt? Beim Auto gibt es solche Assistenten doch längst.
Ob eine Entgleisung dann zu verhindern gewesen wäre, ist schwer zu beantworten, aber auf jeden Fall hätte man als Lokführer die Geschwindkeit vermindern können und für die Mitfahrenden ein Warnsignal senden können: "Bitte halten Sie sich sofort irgendwo fest." Dann wäre aus einem Unglück vielleicht nur ein Unfall mit Sachschaden geworden.
Frag nach bei der Japanischen und bei der Schweizer Bahn. Deren Ingenieure wissen mehr, handeln anders, womöglich verantwortungsvoller und sind auch noch pünktilicher.
Bei uns dagegen: Die ganzen mooooonatelangen Tarifverhandlungen à la Wesselsky mit Erhöhungen von Fabel-Zahlen. Die Gehälter der Vorstände - und vor allem deren Boni - nach wie vor ein Tarifdschungel (jetzt soll für die Bahncard 50 noch eine Person gratis mitfahren dürfen - hää?) und die D-Karte soll jeden zweiten Monat neu verhandelt werden, weil das das intellektuelle Niveau ist, bei Häppchen ewig zusammenzusitzen, und mal weider eine innovative Idee tot zu regulieren - aber Sensoren für je 150 Euro einzubauen, dafür reicht das Vorstellungsvermögen nicht - oder der Stand der Digitalisierung bei der Bahn.





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