Ulm News, 05.07.2025 11:15
Stromsteuer-Entscheidung: IHK-Präsident wirft Koalition Wortbruch vor
IHK-Schwaben-Präsident Reinhold Braun zur Stromsteuer-Entscheidung: „So wird das nichts mit der Wirtschaftswende“. Die Bundesregierung halte sich nicht an ihr Wahlversprechen.
„Wir wollen Unternehmen und Verbraucher in Deutschland dauerhaft um mindestens fünf Cent pro kWh mit einem Maßnahmenpaket entlasten. Dafür werden wir als Sofortmaßnahme die Stromsteuer für alle auf das europäische Mindestmaß senken und Umlagen und Netzentgelte reduzieren.“ So steht es im Koalitionsvertrag von Union und SPD, so haben es die Regierungspolitiker versprochen.
Dass die Koalition dieses zentrale Wahlversprechen nun bereits zu Beginn ihrer Regierungszeit bricht und somit wichtige Entlastungen für die Wirtschaft ausbleiben, sorgt bei IHK-Schwaben-Präsident Reinhold Braun für völliges Unverständnis: „Wir kämpfen in Deutschland mit einer Vielzahl von Wettbewerbsnachteilen. Die im internationalen Vergleich viel zu hohen Energiekosten haben daran einen großen Anteil. Daher wäre eine Senkung der Energiekosten durch die Reduktion der Stromsteuer für alle Unternehmen und Branchen ein wichtiges Signal für den Wirtschaftsstandort Deutschland gewesen.“
In der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage zählen die Energiekosten weiterhin zu den größten Risiken der wirtschaftlichen Entwicklung. Am dringlichsten ist der Kostendruck neben der Industrie im Reise- und Gastgewerbe, das nach der gestrigen Entscheidung des Koalitionsausschusses leer ausgeht.
Die von den Koalitionären angekündigte Wirtschaftswende erhalte so einen empfindlichen Dämpfer. Gerade die Union hatte angekündigt, künftig einen Fokus auf steuerliche Entlastungen und Zukunftsinvestitionen zu legen. Dass diese nun zugunsten von konsumtiven Ausgaben verdrängt würden, ist besonders bitter. Braun deutlich: „Investitionen in den heimischen Standort setzen Planungssicherheit und damit Vertrauen voraus. Beides ist schnell verspielt. So wird das nichts mit der Wirtschaftswende“. Braun hofft daher dringend, dass die Abgeordneten im parlamentarischen Verfahren noch korrigierend eingreifen werden.




Highlight
Weitere Topevents
Vergeistigter Geistlicher - Koffer mit Bargeld und Dokumenten vergessen - merkt es erst am Abend
Seinen Trolli hatte ein Geistlicher am Samstag in Mittelbiberach (bei Biberach) eingebüßt. Drin waren...weiterlesen
Närrisch am Arbeitsplatz: Das ist erlaubt
Nicht mehr lange und das närrische Treiben erreicht seinen Höhepunkt. Während die einen den...weiterlesen
Ein Trümmerfeld auf der Autobahn - schwerer Unfall heute Früh blockiert stundenlang A8 bei Dornstadt
kein guter Wochenstart: ein wahrliches Trümmerfeld auf der Autobahn, vier Verletzte und stundenlanger...weiterlesen
Dieb zückt in Ulmer Hirschstraße Messer
Am Dienstag soll einem 17-Jährigen Geld aus der Tasche gefallen sein. Ein Unbekannter hob sie auf und...weiterlesen
Fußgängerin tödlich verletzt - 19-jähriger Autofahrer fegt zwei Passanten nieder
Ein 19-Jähriger Autfahrer beschleunigt beim Abbiegen an einer Kreuzung in der Göppinger Innenstadt...weiterlesen
Nächstes Kapitel im Fall: eine Erbschaft unter den Nagel gerissen und als Stiftungs-Verwalter auch noch bereichert
Der Fall ist höchst prätentiös: Offenbar gibt es einen Neu-Ulmer Notar, der einem anderen Notar a.D....weiterlesen
Gesundheitswirkung von Manuka-Honig: Qualität, Herkunft, Kontrolle
Manuka-Honig gilt als besonders wirkungsvoll, doch seine gesundheitlichen Effekte hängen direkt von...weiterlesen
Erneut Schüsse in Gaststätte
In einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ulm und Polizei geben beide bekannt:...weiterlesen






