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Ulm News, 03.05.2025 10:00

3. May 2025 von Thomas Kießling
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Ein Glanzlicht der Woche - Hauchzarte Frühjahrsbelebung trifft auf Wumms am (Militär-)Stellenmarkt - die Arbeitslosenzahlen für April 2025


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So ist das mit der Statistik - sie ist interpretierbar. So sind die Arbeitslosenzahlen für April 2025 niedriger als im Vormonat März - dafür deutlich höher als im Vorjahres-Monat April 2024. Dennoch gibt es aktuell viel mehr offene Stellen. Warum? Die Bundeswehr macht´s möglich. Die Monatsstatistik im Einzelnen.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm ist die Arbeitslosigkeit im April 2025 gesunken. Mit 10 063 Frauen und Männer waren 184 Personen oder 1,8 Prozent weniger Menschen arbeitslos gemeldet als im März 2025. Zum Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit um 711 Personen oder 7,5 Prozent zu. Die Arbeitslosenquote blieb stabil bei 3,2 Prozent, vor einem Jahr betrug die Quote 3,0 Prozent, so heißt es in einer Mitteilung. 

„Ein Hauch von Frühjahrsbelebung war im April zu spüren“, berichtet Dr. Torsten Denkmann, Leiter der Agentur für Arbeit Ulm. „Die Arbeitslosigkeit ging in Relation zur anhaltenden Konjunkturschwäche, die sich deutlich im Vorjahresvergleich zeigt, passabel zurück.“ So konnten im April 2025 mehr Arbeitslose eine neue Beschäftigung finden als vor vier Wochen.

Andererseits lag auch die Zahl der Menschen, die ihre Beschäftigung aufgeben und sich neu oder erneut arbeitslos melden mussten, über dem Vormonatswert. „Der Arbeitsmarkt zeigte auch im April zwei Gesichter: Personalbedarf versus Konjunkturflaute“, verbildlicht Denkmann die Entwicklung. Allerdings sei der auffällig starke Stellenzugang nicht durch einen sprunghaft gestiegenen Personalbedarf zu erklären.

Bei der Ulmer Arbeitsagentur gingen im April 1 405 neue Stellenangebote ein, knapp 60 Prozent mehr als noch im März. Dazu Denkmann: „Die Bundeswehr und die Bundesagentur für Arbeit haben jüngst eine neue Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Es werden nicht mehr nur die sozialversicherungspflichtigen Stellen der Zivilbeschäftigten gemeldet, sondern auch die Militärberufe.“ Abzüglich dieser Stellen blieb ein leichter, saisonal üblicher Anstieg im Stellenzugang. Der Bestand wuchs insgesamt auf 4 307 Arbeitsangebote an.

Arbeitslosigkeit

Mit Blick auf die beiden Rechtskreise nahm die Arbeitslosigkeit sowohl im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagentur) wie auch im Bereich der Grundsicherung (Jobcenter) ab. Bei der Agentur für Arbeit Ulm waren 5 108 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 30 oder 0,6 Prozent weniger als im März und 795 oder 18,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der bei den Jobcentern im Agenturbezirk arbeitslos gemeldeten Menschen nahm zum Vormonat um 154 Personen auf 4 955 Frauen und Männer oder um 3,0 Prozent ab. Zum Vorjahr waren es 81 Arbeitslose oder 1,6 Prozent weniger.

Personengruppen

Die Arbeitslosigkeit nahm über alle Personengruppen hinweg ab. Prozentual gesehen ging die Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen am stärksten zurück. 1 091 unter 25-Jährige waren arbeitslos, 59 oder 5,1 Prozent weniger als im März. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 170 Personen oder 18,5 Prozent mehr. Die Zahl der Menschen, die länger als zwölf Monate arbeitslos waren, nahm im April ebenfalls ab. Insgesamt waren es mit 2 437 Frauen und Männern 82 Personen oder 3,3 Prozent weniger als im März. Zum Vorjahr waren es 22 Personen oder 0,9 Prozent weniger. Am geringsten nahm die Arbeitslosigkeit bei den Frauen ab. Mit 4 441 waren es im April sieben Frauen oder 0,2 Prozent weniger als im März und 208 Frauen oder 4,9 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Bewegungsdaten

Unter die Bewegungsdaten fallen auch die Zu- und Abgänge aus der Erwerbstätigkeit. Im April mussten 1 045 Frauen und Männer ihre Arbeitsstelle aufgeben, das waren 41 Personen oder 4,1 Prozent weniger als im März und zwei oder 0,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf der anderen Seite ist die Zahl der Menschen, die eine neue Beschäftigung finden konnten, zum Vormonat gestiegen. Im April waren das 947 Frauen und Männer und somit 61 Personen oder 6,9 Prozent mehr als im März, jedoch 15 Menschen oder 1,6 Prozent weniger als im April letzten Jahres.

Stellenmarkt mit Kooperation zur Bundeswehr

Regionale Arbeitgeber meldeten 1 405 Stellenangebote neu. Zum Vormonat waren das 519 oder 58,6 Prozent mehr. Der Stellenbestand umfasste mit 4 307 Vakanzen 432 Stellen oder 11,1 Prozent mehr Angebote als im März.

Die auffälligen Zuwächse im Zugang und im Bestand gehen auf eine Kooperationsvereinbarung zurück, welche die Bundeswehr und die Bundesagentur für Arbeit am 7. November 2024 unterzeichneten. Die Auswirkungen auf den Stellenmarkt im Ulmer Agenturbezirk zeigen sich nun im aktuellen Berichtsmonat. „Allein durch die neue Kooperation verbuchte der Ulmer Agenturbezirk 414 Stellen im Zugang und 404 Stellen im Bestand“, klärt Agenturleiter Denkmann auf. Abgesehen von den Stellenangeboten für den Bereich Verteidigung bewegte sich der Stellenmarkt auf saisonal üblichem Niveau. Neben den Personalüberlassungen war die Kräftenachfrage im Bereich wissenschaftlicher und technischer Dienstleistungen, im Verarbeitenden Gewerbe und im Handel quantitativ am größten.

 

Der Agenturbezirk im Landesvergleich

Die Arbeitslosenquote im Ulmer Agenturbezirk blieb zum Vormonat stabil bei 3,2 Prozent. Unter den 19 Agenturbezirken in Baden-Württemberg ist das die niedrigste Quote. Im April vor einem Jahr lag die Quote der Agentur für Arbeit Ulm bei 3,0 Prozent.

In Baden-Württemberg ging die Arbeitslosigkeit um 0,6 Prozent zurück. Dies wirkte sich nicht auf die Arbeitslosenquote aus. Im Land blieb die Quote bei 4,5 Prozent, im Vorjahr betrug sie 4,2 Prozent.

 

Zu den Kreisen im Agenturbezirk

Im Landkreis Biberach ging die Arbeitslosenquote um 0,1 Punkte auf 2,7 Prozent nach unten und war somit weiter die einzige Quote unter den 44 Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg unter der Drei-Prozent-Marke. Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote für den Landkreis Biberach bei 2,6 Prozent. Mit 3 349 Frauen und Männern waren 78 oder 2,3 Prozent weniger Menschen arbeitslos als im März. Die Biberacher Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit Ulm betreute 1 776 Menschen (minus 21), das Jobcenter des Landkreises 1 573 Frauen und Männer (minus 57).

 

Alb-Donau-Kreis: 3 603 Menschen waren arbeitslos und über die Agentur für Arbeit (1 822) oder das Jobcenter (1 781) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Das waren 70 Personen oder 1,9 Prozent weniger als im März. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,1 Punkte ab und lag bei 3,0 Prozent, die zweitniedrigste Quote unter den Kreisen in Baden-Württemberg. Vor einem Jahr lag die Quote bei 2,9 Prozent.

Im Stadtgebiet Ulm waren 3 111 arbeitslose Menschen über die Arbeitsagentur (1 510) und das Jobcenter (1 601) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Die Zahl der Arbeitslosen nahm um 36 Personen oder um 1,1 Prozent ab. Die Arbeitslosenquote im Stadtgebiet blieb unverändert zum Vormonat bei 4,2 Prozent. Vor zwölf Monaten betrug die Arbeitslosenquote 4,0 Prozent.

Ulmer Agentur im Städtevergleich

Unter den neun Stadtkreisen im Land ist die Ulmer mit 4,0 die einzige Quote unter der Fünf-Prozent-Marke. Mit jeweils 5,1 Prozent folgen die Stadtkreise Heidelberg und Karlsruhe.



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