Ulm News, 08.01.2025 10:44
Junges Ehepaar bei Autokauf betrogen
Ein Ehepaar aus dem Landkreis Günzburg wurde über eine Internetplattform auf einen gebrauchten Toyota aufmerksam, den sie kaufen wollten.
Die junge Familie war auf der Suche nach einem Zweitwagen und entschloss sich schließlich, das Fahrzeug im Raum Menden, Nordrhein-Westfalen, zu besichtigen. Nach einer Probefahrt und dem Verkaufsgespräch mit einem privaten Verkäufer bezahlte das Ehepaar einen niedrigen fünfstelligen Bargeldbetrag und erhielt im Gegenzug zwei Fahrzeugschlüssel und die dazugehörigen Zulassungsbescheinigungen.
Die böse Überraschung gab es ein paar Tage später bei der Zulassungsstelle in Günzburg. Dort fiel auf, dass etwas mit dem Fahrzeug nicht stimmte. Weitere Ermittlungen der hinzugezogenen Fahndungskontrollgruppe der Verkehrspolizeiinspektion Günzburg ergaben, dass der Pkw im November in Belgien entwendet wurde.
Die Zulassungsbescheinigungen und auch die angebrachten deutschen Kennzeichen waren Fälschungen, die auf den ersten Blick nicht ohne Weiteres als solche erkannt werden konnten. So wurden sämtliche Eintragungen auf das zu verkaufende Fahrzeug angepasst und beispielsweise auch das Alter des Fahrzeugs durch die Täter um zwei Jahre verjüngt, um einen höheren Verkaufspreis zu erzielen.
Zudem handelte es sich bei den Fahrzeugschlüsseln um so genannte angelernte Nachschlüssel, und auch die Service-Historie war gefälscht, um den Anschein einer ordentlichen deutschen Zulassung vorzuspiegeln.
Das Fahrzeug stellte die Polizei zur Vorbereitung der Rückführung nach Belgien sicher. Die Kriminalpolizeiinspektion Memmingen hat die Ermittlungen zur Identifizierung der Täter übernommen. Die Polizei rät beim Gebrauchtwagenkauf von privaten Verkäufern, besonders wachsam zu sein, notfalls Experten hinzuzuziehen und im Zweifel den Kauf bei einem renommierten Händler vorzuziehen.
Wer dennoch von Privaten einen Gebrauchtwagen kaufen möchte, kann sich mit der Verkäuferin oder dem Verkäufer auch bei einer Zulassungsstelle treffen und das Fahrzeug dort gemeinsam an- oder ummelden lassen, rät die Polizei.





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