Ulm News, 27.08.2024 10:05
"Nicht perfekt, aber jeden Tag besser" - Städtischer Chatbot "Ulmer Spatz" lernt noch
Die Stadt wird ihren Helfer-Chatbot "Ulmer Spatz" nicht abschalten, wie in einem Gemeinderatsantrag gefordert worden war, nachdem über fehlerhafte Antworten des Spatz mit Künstlicher Intelligenz berichtet worden war. Das teilte Erster Bürgermeister Martin Bendel dem Fraktionsvorsitzenden der CDU im Ulmer Gemeinderat, Thomas Kienle am Donnerstag mit. Kienle hatte den Antrag gestellt.
Die Überprüfung der vom "Ulmer Spatz" gegebenen Informationen habe gezeigt, "dass in einer weit überwiegenden Zahl von Anfragen korrekte Antworten gegeben wurden", eine Einstellung des Dienstes sei daher "unangemessen", so Erster Bürgermeister Martin Bendel. Er weist weiter daraufhin, dass die "Einführung dieses innovativen Informationssystems" bei Nutzerinnen und Nutzern eine gewisse Fehlertoleranz voraussetze, die aber beim Ulmer Spatz "im Bereich des Vertretbaren" liege. "Wir werden jedoch die weitere Einführung eng begleiten und dort, wo erforderlich, weitere Optimierungen vornehmen", versicherte Bendel.
Der Chatbot war Ende Juli, nach intensiven internen Probeläufen, an den Start gegangen. Ulm ist eine der ersten Kommunen im Land, die mit Chatbots arbeiten. Vorerst beschränkt sich das Wissen des kleinen Helfers auf die Informationen, die auf der städtischen Homepage zu finden sind. Was dort nirgendwo steht, weiß er nicht. Da KI - anders als beispielsweise eine Datenbank- mit Wahrscheinlichkeiten arbeitet, beginnt der Spatz bei Fragen, die ihn überfordern, zu "halluzinieren".
Über diese und weitere mögliche Fehlerquellen informiert der Ulmer Spatz übrigens selbst: Ein pulsierender Info-Button führt zu einem ausführlichen und informativen Text über die Arbeitsweise des Bots, seine Fähigkeiten, aber eben auch seine Grenzen. "Der Ulmer Spatz ist nicht perfekt, aber er arbeitet gut und wird jeden Tag besser. Er ist ein lernendes, dynamisches System - das ist ja das grundsätzlich Neue an Künstlicher Intelligenz. Auch wir als Nutzende müssen lernen, mit diesem Werkzeug richtig umzugehen, das war beim Aufkommen der Suchmaschinen vor einigen Jahren nicht anders", betonte Bendel, der auf zahlreiche positive Rückmeldungen aus dem Nutzerkreis verwies.
Die Stadt wird ihr KI-Angebot ausweiten: Für die Mitglieder des Ulmer Gemeinderats wird es bald einen neuen Service geben. "Albert" (in Anlehnung an den berühmtesten Ulmer) ist ein Chatbot, der auf das Ratsinformationssystem der Stadt zugreifen kann und die Ratsmitglieder mit Informationen zu den Beschlüssen und Entwicklungen der letzten 15 Jahre versorgen soll.



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