Ulm News, 16.07.2024 15:52
Zigarren: Was Genussraucher zur Stärke wissen sollten
Zigarren können eine Genusserfahrung sein, die Geschmackserlebnisse aller Art noch intensiviert. Ob nun bei einem Ulmer Junggesellenabschied, zu einem guten Wein am Donau-Ufer oder nach einem leckeren Essen in einem Ulmer Sternerestaurant. Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale im Hinblick auf die Genussmittel ist die Stärke.
Wie sich starke und leichte Zigarren unterscheiden und was Verbraucher bei der Wahl der richtigen Zigarrenstärke beachten sollten, steht hier.
Leicht bis kräftig: Welche Zigarrenstärken gibt es
Die Welt der Zigarren ist ein eigenes Universum, das die meisten Laien anfangs überfordert. Damit der Zigarrenkonsum zu einer Genusserfahrung wird, muss man nicht nur das richtige Vorgehen beim Rauchen beachten. Zudem spielen die Wahl des passenden Zigarrenformats und die Entscheidung für die richtige Zigarrenstärke eine nicht zu unterschätzende Rolle. Beim Pairing im Sinne der Kombination von Zigarren und Begleitgetränken ist die Stärke besonders entscheidend. Idealerweise ergänzen sich der Geschmack einer Zigarre und der eines dazu gereichten Getränks auf harmonische Weise, sodass die beiden Pairing-Partner das Beste auseinander herausholen. Dies gelingt allerdings nur, wenn sie sich nicht gegenseitig erschlagen.
Als Grundregel gilt es deshalb, zu starken Zigarren ebenfalls starke Getränke zu reichen, beispielsweise Cognac oder Rum. Analog dazu werden als Pairing-Partner für leichtere Getränke wie Weißwein eher leichte Zigarren empfohlen. Grundsätzlich bezieht sich die Zigarrenstärke vorwiegend auf den Nikotingehalt des Zigarren-Exemplars. Zigarettenrauch schlägt mit durchschnittlich etwa acht Milligramm Nikotin zu Buche, Im Unterschied dazu kann der Tabakrauch einer einzelnen Zigarre zwischen 100 und mehr als 400 Milligramm enthalten. Wie viel genau, hängt von Eigenschaften ab wie
- der Herkunft des Tabaks: Tabake aus Kuba gelten als besonders stark, Auch solche Nicaragua enthalten oftmals viel Nikotin, wobei solche aus Sumatra und Java als eher mild beschrieben werden.
- dem Grad der Fermentation: Bei der ein- bis sechsmonatigen Tabakfermentation sinkt der Nikotingehalt, da der Stoff bei dem chemischen Prozess in Zucker umgewandelt wird. Im Grunde genommen ist die Fermentation nichts anderes als eine Gärung, bei der getrocknete Tabakblätter zu einem Tabakballen aufgeschüttet und auf bis zu 60 Grad Celsius erhitzt werden. Je stärker man den Tabak fermentiert, desto leichter wird die Zigarre, wobei ein hoher Fermentationsgrad zugleich die Verträglichkeit verbessert.
Oftmals lässt schon die Farbe einer Zigarre einen Rückschluss auf die Stärke zu. Starke Zigarren aus Kuba haben in der Regel ein dunkles Deckblatt, wobei leichte Exemplare meist heller wirken. Allerdings gibt es von dieser Regel auch einige Ausnahmen, sodass man sich bei der Einschätzung der Zigarrenstärke nicht ausschließlich von der Farbe leiten lassen sollte.
Stärkeskala: Welche Zigarren die stärksten sind
Grundsätzlich sind absolute Einordnungen hinsichtlich der Zigarrenstärke nur schwer zu treffen. Denn ob eine bestimmte Zigarre von einer Person als stark oder leicht empfunden wird, hängt nicht zuletzt von der Raucherfahrung und der persönlichen Nikotin-Toleranz ab. Letztere steigt mit den Jahren, wobei sie bei Einsteigern zunächst zu vernachlässigen ist. Daher sind besonders nikotinhaltige und als stark beschriebene Zigarren eher für langjährige Zigarrenraucher zu empfehlen, weil sie Anfänger und Gelegenheitsraucher in den meisten Fällen überfordern.
Obwohl die Zigarrenstärke zunächst nichts mit den Aromen und deren Intensität zu tun hat, halten viele erfahrene Aficionados stärkere Exemplare für den größten Genuss. Dabei können zur Einordnung unterschiedliche Stärkeskalen genutzt werden. In Bezug auf kubanische Zigarren beispielsweise eine Skala von Habanos S.A., die Zigarren der Marken Partagás, Bolivar, Saint Luis Rey, Ramon Allones und Vegueros als starke Exemplare anführt. Von ihnen werden mittelstarke bis starke, mittlere, leichte bis mittlere und leichte Exemplare unterschieden. Als leichteste Marken klassifiziert die Skala neben Fonseca und Hoyo de Monterrey etwa Quai d´Orsay und Rafael Gonzalez. Die hierzulande am häufigsten verwendete Klassifizierung arbeitet im Unterschied dazu mit den folgenden Kategorien:
- sanft
- sanft-medium
- medium
- medium-stark
- stark
Dabei gibt es einige Marken, die sich auf die Herstellung starker Zigarren spezialisiert haben, so etwa Montecristo und Cohiba. Die Cohiba Behike stellt beispielsweise eine kubanische Premium-Zigarre dar und gilt als eine der stärksten Zigarren auf dem aktuellen Markt. Neben der intensiven Stärke loben leidenschaftliche Aficionados ihren reichhaltigen Geschmack, was sich auch im Preis niederschlägt. Für ein einzelnes Exemplar muss man mit Ausgaben im dreistelligen Bereich rechnen. Im Unterschied zu Marken wie Montecristo und Cohiba haben Hersteller wie Davidoff seltener starke Zigarren im Sortiment und sind eher auf sanfte oder Medium-Exemplare spezialisiert. Ihre Angebote sind für Einsteiger daher besser geeignet und versprechen eine besonders gute Verträglichkeit.
Rauchgenuss: Wie man starke Zigarren richtig genießt
Obwohl eingefleischte Zigarrenraucher unabhängig von der Stärke beim Rauchen dieselben Grundregeln verfolgen, sind einige davon beim Genuss starker Zigarren besonders relevant. Eine dieser Regeln ist das Paffen. Wegen des hohen Nikotingehalts sollten gerade starke Zigarren niemals auf Lunge geraucht werden. Man saugt ihren Rauch ein und behält ihn eine Weile im Mund, damit sich die Aromen entfalten können. Das Nikotin wird dabei von den Schleimhäuten im Mundraum aufgenommen und erreicht so die Blutbahn. Da einige starke Zigarren mehr als 400 Milligramm Nikotin enthalten, sollten sie besonders langsam geraucht werden. Denn die langsame Aufnahme des Nikotins verbessert die Verträglichkeit.



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