Ulm News, 19.06.2024 12:14
Handwerkskammer Ulm: Handwerk und Kunden brauchen Mobilität
schließen
Beschreibung: Bundestag und Bundesrat haben vergangene Woche die Novelle des Straßenverkehrsgesetzes verabschiedet. Das Handwerk zwischen Ostalb und Bodensee sieht sich bei der Reform jedoch nicht ausreichend berücksichtigt.
Fotograf: HWK Ulm/Adobe Stock
Bundestag und Bundesrat haben vergangene Woche die Novelle des Straßenverkehrsgesetzes verabschiedet. Das Handwerk zwischen Ostalb und Bodensee sieht sich bei der Reform jedoch nicht ausreichend berücksichtigt. Das teilt die Handwerkskammer Ulm mit.
Die Handwerkskammer Ulm begrüßt zwar, dass die Reform den lokalen Behörden mehr Spielraum für gezielte Maßnahmen zur nachhaltigen Verkehrsorganisation gibt. Sie bedauert aber, dass die Versorgung der Bevölkerung und der ansässigen Handwerksbetriebe keine Erwähnung findet. Die Ulmer Kammer kritisiert besonders, dass der Gesetzgeber die Regelungen für das Bewohnerparken nicht weiterentwickelt hat, um auch ansässige Betriebe zu berücksichtigen. Dieses Anliegen des Handwerks unterstützten bereits beim ersten Abstimmungsanlauf der Straßenverkehrsnovelle im Oktober 2023 die überwältigende Mehrheit des Bundesrates und der Kommunalverbände.
Der wachsende private Pkw-Verkehr und die Förderung von Radverkehr und ÖPNV erschweren zunehmend die notwendigen Verkehre des Handwerks in den Kommunen. Nachhaltige Stadtentwicklung ist aber ohne die kundennahen Handwerkerdienste nicht möglich. Dazu sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm: „Eine verbesserte Verkehrspolitik auf kommunaler Ebene ist für das regionale Handwerk wichtig, um die Mobilität der Betriebe und ihrer Mitarbeitenden zu gewährleisten. Um die Mobilitätsbedürfnisse unserer Betriebe zu integrieren, müssen gezielte Instrumente im Straßenverkehrsrecht entwickelt werden.“ Die Handwerkskammer setzt sich deshalb dafür ein, dass in der laufenden Novelle der Straßenverkehrsordnung Handwerksbetriebe besser berücksichtigt werden, unter anderem durch eine Weiterentwicklung der angedachten Lieferzonen für Handwerkerfahrzeuge. Es brauche unbürokratische Regelungen für Handwerks-Parkausweise in Parkverbots- oder Anwohnerzonen, zudem müsse man Kurzzeitparken kundenfreundlicher gestalten.
Derzeit gibt es in vielen Innenstädten nicht genügend Parkmöglichkeiten für Handwerksbetriebe. Handwerkerinnen und Handwerker müssen aber die Chance haben, in der Nähe ihrer Kundinnen und Kunden zu parken. Nur so können sie diese ohne Verzögerungen erreichen und Aufträge zügig abarbeiten. Mehlich weiter: „Handwerksbetriebe müssen ihre Transporter in der Nähe ihres Einsatzortes abstellen können. Niemand kann erwarten, dass schweres Material oder Werkzeug von weit entfernt liegenden Parkplätzen herangeschafft wird. Unsere Werkstatt ist beim Kunden.“ Durch fehlenden Parkraum würden Handwerksbetriebe immer weiter aus den Innenstädten verdrängt und in der Folge handwerkliche Dienstleistungen für Kunden unweigerlich teurer werden.





Highlight
Weitere Topevents
Nach Frontal-Crash: Beifahrerin tödlich verunglückt
Am Freitag stießen auf der L240 zwischen Schelklingen und Ringingen zwei Fahrzeuge frontal zusammen - mit...weiterlesen
Niederlage der Spatzen gegen Alemannia Aachen - der Spielbericht mit tränendem Auge
Der SSV Ulm 1846 Fussball verliert daheim mit 1:3 gegen Alemannia Aachen. Es war ein verdammt wichtiges...weiterlesen
Fußgängerin tödlich verletzt - 19-jähriger Autofahrer fegt zwei Passanten nieder
Ein 19-Jähriger Autfahrer beschleunigt beim Abbiegen an einer Kreuzung in der Göppinger Innenstadt...weiterlesen
Polizei stoppt Mann mit Messer in Neu-Ulm
Am Donnerstagvormittag kam es in der Mörikestraße in Neu-Ulm zu einem größeren Polizeieinsatz, nachdem...weiterlesen
20-Jähriger vom SEK niedergetreckter Mann nun in psychiatrische Einrichtung verlegt
In einer gemeinsamen Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft Ulm, Polizei präsidium Ulm und des LKA BaWü...weiterlesen
Neue Markierung am Blaubeurer Ring in Ulm: die Konfusion bei Autofahrern bleibt allerdings
Die Stadt Ulm hat in der Nacht zum Samstag die Fahrbahnmarkierung an der B10 vor dem Blaubeurer-Tor-Ring...weiterlesen
Trauriger Höhepunkt der Woche:Tragischer Unfall mit einem Müllauto: 67-jährige Fußgängerin wird überfahren und stirbt noch an der Unfallstelle
Tödliche Verletzungen erlitt am Donnerstag eine 67-Jährige bei einem Unfall in Ulm. weiterlesen
"Und das muss für heute reichen" - tut es nicht: Arnd Zeigler zeigt seine wundere Welt des Fußalls im Roxy
Arnd Zeigler geht auch 2025 mit seinem dritten Bühnenprogramm „Immer Glück ist Können" auf Tour....weiterlesen







