Ulm News, 31.05.2024 08:00
Mehr Kopfschmerzen und Migräne bei Frauen im Land
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Beschreibung: Mit Kopfschmerzen haben viele Frauen Probleme.
Fotograf: Pixabay/Beispielfoto
Etwa jede achte bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherte Person in Baden-Württemberg (12,1 Prozent) war im Jahr 2022 aufgrund von Kopfschmerzen oder Migräne in ärztlicher Behandlung. Im Jahr 2019 war es noch etwa jede Neunte (10,7 Prozent). Das berichtet die TK nach Auswertung ambulanter Versorgungsdaten.
Bemerkenswert: Frauen sind mehr als doppelt so häufig in Behandlung wie Männer. Während 16,4 Prozent der weiblichen TK-Versicherten aus Baden-Württemberg 2022 mit Kopfschmerzen oder Migräne diagnostiziert wurden, waren es im selben Jahr nur 7,8 Prozent der männlichen Versicherten.
„Aus einer repräsentativen Forsa Befragung wissen wir, dass Muskelverspannungen im Kopf- und Nackenbereich bundesweit zu den häufigsten Ursachen für Kopfschmerzen gehören, gefolgt von zu wenig Flüssigkeitsaufnahme, Wettereinflüssen und Schlafmangel. Auch Stress und seelische Belastungen wurden oft genannt, wobei Frauen hierbei deutlich häufiger betroffen waren als Männer“, sagt Nadia Mussa, Leiterin der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg.
Migräne: Frauen dreimal so häufig betroffen wie Männer
Bei Migräneerkrankungen zeigen sich die Geschlechtsunterschiede noch deutlicher. Die Diagnosen wurden bei 8,8 Prozent der weiblichen TK-Versicherten in Baden-Württemberg gestellt und nur bei 2,7 Prozent der männlichen.
Das kann auch Schmerztherapeutin Dr. Beate Schwalbach aus ihrer Praxis in Karlsruhe bestätigen. „Durch die hormonellen Veränderungen während des Menstruations-Zyklus sind Frauen anfälliger für Migräne. Sensorische Reize, aber auch Faktoren wie Stress, Störungen des seelischen Gleichgewichts oder Ängste wirken sich bei Frauen zudem stärker auf die Schmerzen aus.“
Unterstützung durch die Migräne-App
Die kostenlose Migräne-App, eine gemeinsame Entwicklung der Schmerzklinik Kiel und der TK, kann als effektive Hilfe bei der Ersteinschätzung und Therapiebegleitung dienen. Durch ein digitales Kopfschmerztagebuch können Betroffene ihre Symptome und Anfälle dokumentieren. Zusätzlich zu Checklisten für den nächsten Arztbesuch unterstützt die App dabei, Experten und Expertinnen für Kopfschmerzen in der Nähe zu finden und bietet präventive sowie akute Hilfestellungen.
„Ich habe vermehrt Patientinnen, die gezielt durch die App-Suche zu mir gekommen sind. Für mich ist es bei der Behandlung hilfreich, auf die gespeicherten Daten aus der App zurückgreifen zu können,“ so Dr. Schwalbach. Das mache auch die Therapie, wie etwa die Auswahl des richtigen Medikaments bzw. der passenden Dosierung, einfacher.
Eine Studie der Schmerzklinik Kiel und der TK zeigt: Bei Einsatz der Migräne-App lassen sich Kopfschmerztage deutlich reduzieren. So leiden die befragten Nutzerinnen und Nutzer der TK-Migräne-App im Schnitt rund drei Tage im Monat weniger an Kopfschmerzen als ohne Nutzung der App - durchschnittlich an 10 Tagen im Monat statt an 13,3 Tagen. Das entspricht einer Reduktion um 25 Prozent. Außerdem nehmen die Betroffenen weniger Akutmedikamente gegen Kopfschmerzen.




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