Ulm News, 15.01.2024 09:33
106:102-Krimi mit Clutch-Würfen: Aufsteiger Vechta besiegt Meister Ulm nach Verlängerung
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Beschreibung: Joschlag Ferner führte Vechta zum Sieg in Ulm.
Fotograf: easyCredit BBL-Redaktion
Aufsteiger Vechta besiegte Meister ratiopharm Ulm mit 106:102 nach Verlängerung. Matchwinner war der ehemalige Ulmer Joschka Ferner.
„Das war der wahrscheinlich beste Wurf meiner Karriere, ich habe hier sechs Jahre gespielt – Wahnsinn, Wahnsinn...“ Ein bisschen perplex war Joschka Ferner schon noch, als er nach dem Auswärtsspiel von RASTA Vechta gegen ratiopharm ulm zum Dyn-Mikro ging. Wer will ihm es verdenken, nach einem der besten und nervenaufreibendsten Spiele der bisherigen Saison. Ferner entführte mit Vechta einen 106:102-Erfolg nach Verlängerung vom Meister und der Forward sorgte gegen seinen ehemaligen Club, bei dem er seine Karriere begonnen hatte, für den größten Wurf aus einer Menge von Clutch-Highlights.
Aber der Reihe nach: Der Aufsteiger übernahm im zweiten Viertel dank Ferner und Johann Grünloh die Kontrolle, konnte im vierten Viertel auf die MVP-Qualitäten eines Tommy Kuhse bauen und lag bei zwei Minuten zu spielen mit 84:79 vorne. Dann trafen die Gäste nicht die besten Entscheidungen, Trevion Williams hustlete Ulm zurück, ehe Georginho de Paula bei 1,3 Sekunden auf der Uhr einen Dreier zur 92:89-Führung für den Meister einnetzte. Gamewinner? Von wegen: Denn aus Vechtas Auszeit traf Ferner, frei in der Ecke, den Buzzerbeater-Dreier zur Verlängerung.
Dort musste Vechta nacheineinhalb Minuten auf Kuhse verzichten, der sein fünftes Foul kassierte, egal: Beide Teams wechselten sich mit wilden Dreiern ab: L.J. Figueroa, Chip Flanigan, de Paula, Wes Iwundu sogar trotz Foul – vier Dreier innerhalb von 82 Sekunden fielen durchs Netz, erneut stand die Partie ausgeglichen. Bei 34 Sekunden zu spielen ließ Vechtas Spencer Reaves die nächste Downtown-Bombe zum 103:102 folgen, dann wurde de Paula zum tragischen Held: Nach einem Schrittfehler ließ sich der Ulmer Spielmacher im nächsten Angriff von Joel Aminu den Ball klauen, Vechtas Guard traf bei fünf Sekunden auf der Uhr seine beiden Freiwürfe zum 106:102 – die Entscheidung eines Krimis mit einigen Wendungen. Die Gäste fuhren nicht nur ihren vierten Sieg in Serie ein, sondern haben jedes ihrer vier Spiele gewonnen, das in dieser Saison in die Verlängerung gegangen ist.





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