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Ulm News, 03.08.2022 12:59

3. August 2022 von Ralf Grimminger
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Halbzeit am Bodensee: Bislang 128 000 Besucher bei Bregenzer Festspielen und Oper "Madame Butterfly"


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Beschreibung: Rund 128.000 Gäste gab es bislang in der ersten Festspielhälfte in Bregenz.

Fotograf: Bregenzer Festspiele

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Begeisterte Besucher, beeindruckende Inszenierungen und viel positives Medienecho: Zur Halbzeit ziehen die Bregenzer Festspiele zufrieden Zwischenbilanz. Bis Mittwoch, wenn das Sommerfestival seinen 76. Geburtstag feiert, werden rund 128.000 Gäste für die erste Festspielhälfte erwartet. Die Oper "Madame Butterfly" zieht rund 7000 Besucher je Aufführung auf die Seebühne. 

Immer wieder Beifall während der Aufführung sowie langanhaltender, ergriffener Schlussapplaus, der teilweise in stehende Ovationen mündete: Die erstmals bei den Bregenzer Festspielen gezeigte Oper Madame Butterfly wurde vom Publikum beglückt aufgenommen. Auch bei zahlreichen Medienvertretern aus dem In- und Ausland fand die Inszenierung von Andreas Homoki im Bühnenbild von Michael Levine unter der musikalischen Leitung von Enrique Mazzola großen Anklang.Das Spiel auf dem See wird inklusive der morgigen Seebühnen-Vorstellung an 13 Abenden rund 88.000 Menschen in seinen Bann gezogen haben, sofern heute und morgen keine weitere Wetterabsage erfolgt (inklusive Generalprobe und crossculture night). Madame Butterfly steht danach noch an weiteren 13 Spielterminen am Programm. Die Oper von Giacomo Puccini ist ausverkauft, vereinzelt sind Restkarten verfügbar. Insgesamt werden bis inklusive des Spieltages morgen 127.631 Besucher erwartet.
Bislang gab es zwei Schlechtwetter-Absagen des Spiels auf dem See. Die Premiere musste nach 59 Minuten ins Festspielhaus verlegt werden, die Vorstellung vom 28. Juli spielte von Beginn an im Festspielhaus. Im Großen Saal finden 1.523 Besucher Platz, die Seebühne verfügt über 6.855 Plätze. Die jeweils 5.332 Besitzer von Seekarten der zwei Absagen erhalten ihr Geld zurück. 
Vielfalt, Abwechslung und Neues verspricht auch die zweite Saisonhälfte: Im Theater am Kornmarkt steht mit Armida erneut eine Opernstudio-Inszenierung am Programm, auf der Werkstattbühne erblickt mit Melencolia ein Auftragswerk von Bregenzer Festspielen und Ensemble Modern das Licht der Musiktheaterwelt. Darüber hinaus laden Konzerte ins Festspielhaus und ins KUB sowie das letzte Mal Musik & Poesie ins Seestudio. Heute Abend steht mit Fräulein Else ein Stummfilm-Remake nach Arthur Schnitzlers Novelle auf dem Spielplan. 
Angetan zeigten sich auch die 3.970 Besucher der drei Sibirien-Aufführungen im Festspielhaus bei einer Auslastung von 86 Prozent. Auch dort endete am Premierenabend der Schlussapplaus mit stehenden Ovationen. Wer nochmals nach Sibirien reisen möchte: Beim Koproduktionspartner Theater Bonn ist die Oper von Umberto Giordano in der Regie von Vasily Barkhatov ab 12. März 2023 zu sehen.
Das Schauspiel Der Sturm sahen 1.336 Besucher im Theater am Kornmarkt. Die mit dem Deutschen Theater koproduzierte Inszenierung von Jan Bosse feiert am 1. September ihre Berlinpremiere. Bereits zu Ostern war das Burgtheater zu Gast am Bodensee. Geschlossene Gesellschaft in der Inszenierung von Martin Kušej sahen 1.522 Besucher. Die Gesamtauslastung der beiden Schauspiel-Inszenierungen beträgt 81 Prozent.
Die diesjährige Festspielsaison endet am 21. August mit der 26. Aufführung von Madame Butterfly. Der Vorverkauf für die Saison 2023 startet am 3. Oktober 2022.

Geburtsstunde der Bregenzer Festspiele 1946

Am 4. August 1946 fiel der Startschuss für die erste Bregenzer Festwoche. Auf Turmblasen frühmorgens und einen Festgottesdienst folgten eine Ausstellungseröffnung sowie am Abend die Schauspiel-Premiere Sieben gegen Theben in der neu eröffneten Sporthalle. Einen Tag später fand ein Mozart-Abend auf zwei Kieskähnen im Bregenzer Gondelhafen statt, der Geburtsstunde des Spiels auf dem See. Bis zum Ende der Festwoche am 11. August folgten unter anderem zwei Orchesterkonzerte der Wiener Symphoniker sowie Sportveranstaltungen, die später jedoch nicht mehr Teil der Festspiele waren.



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