Ulm News, 31.07.2022 21:59
Verdienter Sieg beim Ulmer Fischerstechen: "Kuhhirt" stoppt Höhenflug des "Schneiders von Ulm"
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Beschreibung: Der Kuhhirt Marco Schwendner freut sich über den Turniersieg.
Fotograf: Ralf Grimminger/ulm-news
Der "Kuhhirt" hat das Ulmer Fischerstechen auf der Donau gewonnen. Die Ulmer Figur sicherte sich vor erneut über 10 000 Zuschauerinnen und Zuschauern am Sonntag in eindrucksvoller Manier den Tagessieg beim zweiten Fischerstechen. Im großen Finale besiegte der "Kuhhirt" auch den Schneider von Ulm, der vor Wochenfrist das erste Fischerstechen gewonnen hatte. Das nächste Fischerstechen findet schon in drei Jahren statt. Fotos vom Ulmer Fischerstechen gibt es in der ulm-news Galerie.
Nachdem bei den vergangenen Auflagen des traditonellen Fischerstechens immer gekrönte Häupter in Person des Königs von Württemberg oder gar eines "neigschmeckten" Großwesirs siegreich waren, blieb beim Ulmer Fischerstechen 2022 bei prächtigem Wetter und ausverkauften Tribünen an der Donau endlich mal wieder ein Ulmer Original am Ende trocken: der "Kuhhirt" sicherte sich in eindrucksvoller Manier den Tagessieg am 2. Fischerstechen-Sonntag. Marco Schwendner, der beim Fischerstechen 2022 den "Kuhhirt" verkörperte, blieb auf seiner Zille standhaft und stieß im finalen Finale den "Schneider von Ulm" unter dem Jubel der tausenden Zuschauerinnen und Zuschauern am Ulmer und Neu-Ulmer Ufer in die Donau. Der "Schneider von Ulm" hatte vor einer Woche beim ersten Durchgang beim Fischerstechen de Tagessieg geholt.
Der "Kuhhirt", der der Legende nach den Ulmer Ratsherren mächtig die Stirn geboten hat, der zu Lebzeiten verspottete "Schneider von Ulm", der erst lange nach seinem Tod die ihm zustehende Anerkennung erfuhr und als dritte Protagonistin im Halbfinale, die "Schwanenwirtin", die sich im 18. Jahrhundert eindrucksvoll dem Bayerischen Kurfürsten Max Emanuel widersetzte, Die "Schwanenwirtin" war auch am Sonntag die Siegerin der Herzen und hatte viele Fans. Drei Figuren, die zeigen, dass die Ulmerinnen und Ulmer bis heute recht Stolz auf ihren jahrhundertelangen Kampf gegen die Obrigkeit sind. Beim zweiten Fischerstechen am Sonntag standen diese "Ulmer Helden" nicht nur in der Publikumsgunst ganz vorn, sondern waren auch im Wettkampf erfolgreich.
Die Lacher auf seiner Seite hatte "Eberhardt von Württemberg", der sich wohl etwas Mut angtrunken hatte, schon schwer schwankend zur Zille kam und schon beim ersten strengen Blick seines Gegners in die Donau plumpste.
Sieger Marco Schwendner freute sich über den Pokalgewinn, für den er viel trainiert, aber keine besondere Taktik hatte. Er lobte vor allem die Zillenfahrer und deren Präzision, denn diese müssen die beiden Zillen gut steuern, damit die Stecher ihre Lanzen wirkungsvoll auf den Gegner ausrichten können.
"Wir haben den Spagat zwischen dem historischen Spektakel und dem sportlichen Turnier wunderbar hinbekommen", sagte Susanne Grimmeiß, Vorsitzende des Schiffervereins, zufrieden über den Verlauf der beiden Turnier-Sonntage. Auch dass Marco Schwendner das Turnier gewonnen hat, war ganz in ihrem Sinne. . Denn der junge Mann war schon mehrfach beim Fischerstechen dabei, allerdings als Tänzer bei den Festumzügen, als Zillenfahrer und jetzt erstmals als Stecher. "Bei uns müssen alle Stecher erst einmal tanzen", wies Susanne Grimmeiß auf die Vereinsregeln und das Engagement des aktuellen Siegers hin. "Wir haben keine Nachwuchssorgen. Schon die Jüngsten wollen irgendwie mitmachen", versicherte die Vorsitzende des traditionsreichen Ulmer Vereins.




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