Ulm News, 04.07.2011 16:18
Bart und Zöpfe ab: Pocket-Klassiker-Biennale

Die Theatermacher Claudia Riese und Heinz Koch vom AuGuSTheater Neu-Ulm, gerade erst für ihr selbstverfasstes Stück "Helden auf dem Abstellgleis" bei den Bayerischen Theatertagen ausgezeichnet, nutzen die Theaterferien, um mit Hochdruck ein ganz ausgefallenes Projekt voranzutreiben: "Klassisches ohne Zopf und Bart - Int. Neu-Ulmer Pocket-Klassiker Biennale". Das soll in der kommenden Spielzeit realisiert werden.
Das AuGuSTheater Neu-Ulm (Außergewöhnliches Goethe und Schiller Theater) spielt derzeit "fast Faust" (den Goethe-Klassiker als geistvollen, aber sehr humorigen geistigen Schnellimbiss), es hat schon gespielt "Hamlet 4 U" (den ollen Shakespeare bearbeitet vom gebürtigen Ulmer und Augsburger Theaterleiter Sebastian Seidel) und hat auch die Schillerschen "Die Räuber" (in einer Version für 4H und 1D, die es auch noch schlanker gibt für 2H und 1D) schon auf die Bretter gebracht.
Was dabei rausgekommen ist, kann man im Archiv auf der webpräsenz der Bühne angucken.
"Riese & bKo" sind fest entschlossen, eben alle zwei Jahre eine Biennale mit solchen "Pocket-Klassikern" in Neu-Ulm zu machen. Da gäbe es etliche, die man einladen könnte, so bekannte Könner wie Bernd Kohlhepp (hat dem Theatermacher-Duo sein Mitwirken bereits zugesagt), Bernd Lafrenz (ist angefragt), Uli Böttcher (ist angefragt), "Helge & das Udo", Christian Helmholtz oder Matthias Quast und viele andere, Solisten und Ensemble, welche Klassiker im Kleinformat auf der Pfanne haben.
Die jeweiligen Programme sollten schon abendfüllend sein, aber eben nicht in Originalbesetzung, sondern mit maximal drei Akteuren, lustig oder ernst, parodistisch oder "nur" gestrichen ...
Um das Festival, welches wohl für die bayerische Kleinstadt (gut 50.000 Einwohner) ein Alleinstellungsmerkmal darstellen würde, zu etablieren, sind "Riese & Ko" im Gespräch zum Beispiel mit der Innenstadt-Initiative "Wir in Neu-Ulm" (WIN) und mit dem Wirtschaftsförderer der Stadt Neu-Ulm, Bernd Neidhart; schließlich soll dieses Festival der Pocket-Klassiker nicht nur im Theater, sondern an verschiedenen Orten in der Stadt laufen, in leerstehenden Läden, in einem Fitness-Studio - wo immer man die Bretter, die Pfosten aufschlagen kann.
Während noch überlegt wird, ob die Sache en block (vier Tage) oder auf zwei aufeinander folgenden Wochenenden (à drei Tage) laufen soll, ist klar:
Es wird ein Pocket-Klassiker-König gekürt.
Dazu wird es eine Jury geben.
Außerdem wird ein Publikumspreis vergeben.
Vorschläge, wer da auftreten könnte, werden vom Theater genauso jetzt schon auf allen möglichen Kanälen gesammelt, wie Bewerbungen angenommen werden. Die email-Adresse: pocket-klassiker-biennale (at) online.de.
Telefonische Informationen: 0731 55 34 12.







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