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Ulm News, 13.05.2022 12:24

13. May 2022 von Thomas Kießling
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Müllheizkraftwerk Ulm-Donautal: 169 819 Tonnen Abfälle verbrannt und Fernwärme erzeugt - 45 Millionen Kilowattstunden Strom eingespeist


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Beschreibung: Im vergangenen Jahr wurden im Müllheizkraftwerk Ulm-Donautal 169 819 Tonnen Abfälle verbrannt und daraus Strom und Fernwärme erzeugt.

Fotograf: ulm-news

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 Im vergangenen Jahr wurden im Müllheizkraftwerk Ulm-Donautal 169 819 Tonnen Abfälle verbrannt und daraus Strom und Fernwärme erzeugt. Das wurde bei der Verbandsversammlung des Zweckverbands TAD (Thermische Abfallverwertung Donautal) am Freitag bekanntgegeben. In der Sitzung wurde auch der Jahresabschluss für das Jahr 2021 verabschiedet.

Der TAD betreibt das Müllheizkraftwerk Ulm-Donautal. Die Bilanz für 2021 weist im Jahresabschluss eine Summe von rund 26,6 Millionen Euro aus. Nach dem Jahresabschluss 2021 liegt die Verbandsumlage der TAD-Mitglieder (Stadt Ulm, Alb-Donau-Kreis, Landkreise Biberach, Heidenheim und Sigmaringen sowie die Stadt Memmingen) bei rund 8,2 Millionen Euro. Veranschlagt waren 9,74 Millionen Euro. Rund 1,55 Millionen Euro fließen anteilig für 2021 an die Verbandsmitglieder zurück.

Weitere Umlage-Rückzahlung für Jahr 2020

Aufgrund einer nachträglichen Korrektur im Zusammenhang mit der Vorsteuer aus der Baumaßnahme Bunkererweiterung ergeben sich laut Geschäftsführung für alle Mitglieder für das Jahr 2020 weitere anteilige Rückzahlungen in Höhe von insgesamt 446.000 €uro. Im Jahr 2021 wurden im Müllheizkraftwerk Ulm-Donautal 169.819 Tonnen Abfälle thermisch verwertet und daraus Strom und Fernwärme erzeugt. Die Fernwärme fließt in das Netz der FUG (Fernwärme Ulm GmbH), die auch die Betriebsführung im Müllheizkraftwerk innehat. Der Strom, soweit nicht in der Anlage selber benötigt, fließt ins Stromnetz im Stadtgebiet. Das Müllheizkraftwerk war auch 2021 gut ausgelastet, trotz Corona-Krise. Durch die anhaltende Corona-Pandemie und den russischen Angriffskrieg in der Ukraine falle  es schwer, Prognosen für 2022 zu treffen, auch wenn Bereiche wie der private Konsum und die Bauwirtschaft aktuell nicht so stark betroffen scheinen, heißt es in dem aktuellen Lagebericht des Zweckverbands TAD.
Vom Müllheizkraftwerk wurden im vergangenen Jahr knapp 45 Millionen Kilowattstunden Strom ins Netz eingespeist. 164 Millionen Kilowattstunden Fernwärme wurden ans Netz der FUG abgegeben. Aus der Vermarktung des Stroms wurden rund 2,5 Millionen Euro eingenommen; knapp 500.000 Euro mehr als im Vorjahr und rund 1 Million Euro mehr als im Wirtschaftsplan veranschlagt.
Die Erlöse aus der Fernwärmelieferung an die FUG beliefen sich auf etwas mehr als drei Millionen Euro, rund 113.000 Euro mehr als 2020. Die Anlage hatte, dank guter Wartung und Instandhaltung durch die Betriebsmannschaft der FUG, auch 2021 wieder eine sehr hohe Verfügbarkeit von 97 Prozent. Diese übersteigt sogar das Vorjahresniveau. Sie lief durchschnittlich 8.499 Stunden pro Verbrennungslinie. Das Müllheizkraftwerk verfügt über zwei Verbrennungslinien.

Erweiterung des Müllbunkers

Die Bauarbeiten zur Erweiterung des Müllbunkers im Müllheizkraftwerk Ulm-Donautal sind inzwischen erfolgreich abgeschlossen. Mit einer leichten, Corona-bedingten Verzögerung von zwei Monaten konnte Müllbunker 2 im Dezember 2021 in Betrieb gehen. Die Gesamtkosten waren mit knapp 13,3 Millionen Euro veranschlagt. Durch die Kostensteigerungen im Bereich der Rohstoffe und Baumaterialien ergaben sich Mehrkosten in Höhe von knapp 1,8 Millionen Euro, wodurch sich die Gesamtkosten für die Erweiterung nun auf 15,1 Millionen Euro belaufen – mit Blick auf die explodierenden Preise im Baugewerbe ein akzeptables Ergebnis.
Durch den erfolgreichen Abschluss der Baumaßnahmen erhöht sich das Müllbunker- Volumen im MHKW von 2.000 auf 3.800 Tonnen Müll – Platz genug, um nun im Sommer wie geplant Müllbunker 1 nach über 25 Jahren Betrieb sanieren zu können.



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