Ulm News, 22.04.2022 09:45
Der Flussregenpfeifer ist zurück
In den vergangenen Jahren konnte an einigen Gewässerabschnitten im Alb-Donau-Kreis wieder ein Stück Natur zurückgewonnen werden. So haben sich zum Beispiel an einem renaturierten Altarm der Donau bei Nasgenstadt ökologisch wertvolle Schwemmflächen mit Flachwasserbereichen und kleine Kiesinseln gebildet.
Solche Strukturen locken Tiere an die Flüsse zurück, die lange Zeit vor allem in menschengemachten Sekundärlebensräumen wie Kiesgruben und Steinbrüchen anzutreffen waren. Dazu gehört der Flussregenpfeifer, ein unscheinbar braun-weiß-schwarz gefärbter Watvogel. Dieser sucht sich Flächen mit niedrigem, schütteren Pflanzenbewuchs als Brutplatz aus und legt dort seine gut getarnten Eier in eine schlichte Bodenmulde. Auch an den naturnahen Flussabschnitten bei Nasgenstadt gab es in den letzten Jahren Beobachtungen von Flussregenpfeifern, die auf den Kiesinseln dort einen Brutversuch gestartet haben. Allerdings kam wohl nie eine Brut erfolgreich zum Abschluss. Der Grund: Zu massiv waren die unbeabsichtigten Störungen durch Erholungssuchende. Menschen, die sich für längere Zeit im Uferbereich aufhalten, um zu baden, zu angeln oder zu picknicken, spielende Kinder und freilaufende Hunde bedeuten Stress für die brütenden Vögel. In der Folge fliehen die Tiere und lassen die Eier ungeschützt zurück. Diese werden kalt und der ersehnte Nachwuchs bleibt aus.
Spaziergänger sollten zur Brutzeit von März bis Oktober an naturnahen Gewässerabschnitten folgende Grundregeln einhalten:
- Bleiben Sie auf den Wegen und betreten Sie keine Uferbereiche oder Kiesbänke.
- Nutzen Sie nur ausgewiesene Badeplätze und Bootseinstiegstellen.
- Bleiben Sie bei Bootsfahrten in der Fahrrinne und legen Sie nicht an Inseln oder Kiesbänken an.
- Führen Sie Hunde stets an der Leine. Diese Rücksichtnahme kommt auch anderen selten gewordenen Arten zugute, die sich auf den Kiesinseln und in anderen naturnahen Bereichen angesiedelt haben.




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