Ulm News, 11.12.2021 19:21
Geisterfahrer stirbt nach 100 Kilometern bei Frontalzusammenstoß
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Beschreibung: Einen Toten und zwei Schwerverletzte forderte ein Geisterfahrer-Unfall am frühen Samstagmorgen auf der Autobahn 8 nahe Ulm.
Fotograf: Thomas Heckmann
Einen Toten und zwei Schwerverletzte forderte ein Geisterfahrer-Unfall am frühen Samstagmorgen auf der Autobahn 8 nahe Ulm.
Text/Fotos: Thomas Heckmann
Gegen vier Uhr morgens prallte der VW Golf des Geisterfahrers in einer Kurve bei Hohenstadt frontal gegen einen in richtiger Richtung fahrenden Audi. Die ersten Notrufe wegen eines Geisterfahrers gingen bei der Polizei um 3.21 Uhr ein, da wurde ein VW Golf zwischen Augsburg-West und Augsburg-Ost in falscher Richtung gesehen. Sofort machten sich zahlreiche Streifen auf den Weg Richtung Autobahn, um den Falschfahrer zu stellen und andere Autofahrer zu warnen. Bei winterlichen Straßenverhältnissen und Dunkelheit fuhr der 30-jährige Fahrer des VW Golf mit hoher Geschwindigkeit auf der falschen Fahrbahnseite in Richtung Stuttgart. Bis zum tödlichen Unfall bei Hohenstadt um 4.04 Uhr ergibt sich eine Strecke von genau 100 Kilometern und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 140 km/h. Ein auf der richtigen Fahrbahnseite fahrender Streifenwagen gab dem Falschfahrer Zeichen, auf die er jedoch nicht reagierte. Vor einer Ausfahrt hatte die Polizei eine Ausleitung aufgebaut, um den Verkehr in Sicherheit zu bringen, dort fuhr der Falschfahrer einfach vorbei und setzte seine Geisterfahrt unbeirrt fort. In Fahrtrichtung Stuttgart an der Ausfahrt Merklingen vorbei ging die Falschfahrt bis zu einer Rechtskurve vor Hohenstadt, wo es zum fatalen Zusammenstoß kam. Die alarmierten Feuerwehren mussten bei Schneefall aus dem Audi zwei schwerverletzte 30 und 31 Jahre alte Männer befreien, dazu wurden das Dach und Türen herausgetrennt, mit Rettungswagen wurden die Schwerverletzten in Krankenhäuser gebracht. Der 30-jährige Unfallverursacher war sofort tot. Das Technische Hilfswerk leuchtete die Unfallstelle aus, damit die Verkehrspolizei und der Kriminaldauerdienst Spuren sichern konnten. Die Autobahn musste bis zur Bergung der Fahrzeugwracks in Richtung München rund vier Stunden gesperrt bleiben, vor der und Unfallstelle und der Ausleitung in Mühlhausen bildete sich ein 18 Kilometer langer Stau. Die Sachschäden schätzt die Polizei auf etwa 18 000 Euro. Text/Foto: Thomas Heckmann





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