Ulm News, 29.07.2021 12:00
Kraftstoffkontingent für Katastrophenregion
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Beschreibung: Das Klavierständchen ist auf den social Media Kanälen der Hermann Bantleon GmbH geteilt.
Fotograf: Bantleon
Die Hermann Bantleon GmbH, Spezialist für Hochleistungsschmierstoffe und Service, hat auf die Meldungen und Bilder aus der Hochwasserregion in Westdeutschland reagiert. Bantleon Geschäftsführer Heribert Großmann hat kurzerhand ein Tankkontingent von mehreren tausend Euro über eine in der Krisenregion liegende und funktionierende AVIA Tankstation bereitgestellt.
„Wir möchten auf diesem Weg den zahlreichen Einsatzkräften und Hilfesuchenden vor Ort die Arbeit und Not etwas erleichtern. Aus der Ferne und über die mediale Berichterstattung kann man das Schadensausmaß ja nur erahnen, aber bereits die ersten Eindrücke haben uns dazu bewogen hier aktiv zu werden.“ Über eine private regionale Einsatzgruppe Tübingen wurden zudem dringend notwendige Transport- und Lagerkanister in die Region geschafft.
Die Reaktion aus dem Krisengebiet ließ nicht lange auf sich warten. Norbert Rau aus Breitenholz bei Tübingen meldete sich umgehend. Er brach am 19. Juli mit seinem Sohn und einem Kumpel Richtung Ahrweiler auf und war in der Gemeinde Walporzheim im Einsatz. „Unser Helferteam ist innerhalb kürzester Zeit auf ca. hundert Personen angewachsen. Der Zusammenhalt und die Einsatzbereitschaft waren überwältigend, trotz 3-4 Stunden Schlaf pro Nacht.“ Die Rückreise trat der Tübinger am 28. Juli an, aufgewühlt und mit gemischten Gefühlen.
„Ich durfte sehr viele feine Menschen kennenlernen, leider unter sehr befremdlichen Bedingungen.“ Norbert Rau ist sichtlich bewegt vom Ideenreichtum der Hilfeleistenden und nennt als Beispiel ein Rentnerehepaar, dass sich einen Wohnwagen kaufte, aus 250 KM Entfernung anreiste und täglich Pizza und Gulasch bereitstellt. Die öffentliche Hand sieht er im Moment mit der Situation vor Ort überfordert. Vor allem in der Waren- und Transportlogistik sieht Rau extreme Defizite. „Das Kraftstoffkontingent war ein echter Segen. Wir konnten damit die anreisenden Helferinnen und Helfer unterstützen, ebenso unsere Arbeits- und Hilfsmaschinen betanken. Unglaublich, wie das eigentlich zufällig entstandene „Schwabennetzwerk“ ineinandergegriffen hat.“
Was für Norbert Rau zudem bleibt sind viele bewegende Erinnerung und Erfahrungen, auch positiver Art. „Am Abend eines langen Arbeitstages spielte plötzlich eine junge Frau ein Ständchen auf ihrem Klavier, mitten auf der Straße vor ihrem vom Hochwasser schwer gezeichneten Haus. Ein Moment der sich allen ins Herz brannte.“





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