Ulm News, 21.06.2021 12:54
Warum der Bitcoin nicht aussterben wird
Der Bitcoin ist die Kryptowährung mit dem größten Hype. Seit seiner Auflage hat der Bitcoin eine Wahnsinnige Kursfahrt nach oben hingelegt und erst in den letzten Wochen wurde der Kurs und damit auch das Vertrauen in die Kryptowährung, erstmals erschüttert.
Das bedeutet aber nicht das der Bitcoin jetzt plötzlich von der Bildfläche verschwinden wird, so sehr sich viele Gamer*innen auch eine günstige gebrauchte aktuelle Grafikkarte wünschen würden, dieser Fall wird wohl eher nicht eintreten. Aber warum ist das so und vor allem warum ist Bitcoinhandel immernoch profitabel? Die Frage ob Bitcoin umweltschädlich ist dürfte mittlerweile jedem beantwortet worden sein. Spätestens nach erhalt der ersten Stromrechnung dürften, selbst die blauäugigsten, Privatanwender*innen gemerkt haben das die Kosten für die Kryptowährung nur selten in der Lage sind ausreichend Gewinne zu produzieren um rentabel zu sein. Der Handel hingegen mit der Kryptowährung floriert wie eh und je. Gerade das letzte Tal haben viele Großanleger*innen genutzt um noch einmal richtig günstig zuzukaufen und sie sind belohnt worden. Der Kurs ist wieder bullisch und kommt langsam aber sicher wieder zurück. Ob das ehemalige hoch in absehbarer Zeit erreicht wird ist aber eine Frage die auch wir nur mit einer Hexenkugel halbwegs zuverlässig beantworten könnten. Es geht aber auf jeden Fall wieder in diese Richtung, langsam aber sicher.
Derweil tun sich „grüne Alternativen“ am Markt auf. Der Chia Coin zum Beispiel ist eine tolle Alternative und die Idee dahinter „Proof of Work“ hört sich auch besser an als Energieintensives rechnen mit hochleistungsgrafikkarten. Die Crux an der Geschichte ist aber eine andere, denn auch Chia ist keineswegs so grün wie gerne behauptet wird.
Handelsplattformen wie BitQT haben Chia noch nicht einmal gelistet dennoch graciert der Preis derzeit bei etwas über 1200 US-Dollar je Chia. Das beschert Minern rund um die Welt potentielle Megagewinne. Doch gibt es auch massive Nachteile. Chia setzt auf Speicherplatz und sogenannte Plots. Diese Plots sind Verzeichnisblöcke die auf einem Datenträger liegen. Die kleinste Plotgröße beträgt 100 GB. Je mehr Plots ein Nutzer besitzt umso wahrscheinlicher wird er für den nächsten Block der Blockchain ausgewählt. Hierbei zählt zum einen die Menge existierender Plots, zum anderen die Leistung. Diese Leistung wird allerdings teuer bezahlt. Wer die größtmögliche Chance haben möchte ausgewählt zu werden muss ständig neue Plots anlegen. Das erstellen eines Plots kostet etwa 1,5 TB an Schreiboperationen, und wie Jeder weiß sind SSD?s wie sie für Chia empfehlen werden in der Regel mit einer physikalischen Grenze versehen bei der sie nicht mehr zuverlässig funktionieren können.
Eine Standard SSD mit 500 GB ist laut Recherchen der Redaktion von mein-mmo innerhalb von ca. 40 Tagen kaputt. Auch Standard Festplatten dürften dieses Prozedere nicht lange durchhalten, wenn sie auch deutlich länger durchhalten. Die Preise für Festplatten haben sich bereits jetzt massiv gesteigert. Die „grüne Bitcoin Alternative“ Chia wird also vermutlich bald zu einem bösen erwachen führen, wenn Anwender mit Standard Hardware, die nicht gerade auf diese massive Schreibarbeit ausgelegt sind, den frühen Hardwaretot ihrer Geräte verzeichnen werden. Damit dürfte dann auch der letzte echte Vorteil gegenüber dem Bitcoin wieder dahin sein. Man muss aber auch erwähnen das die Währung genauso ausgelegt worden ist.
Der Bitcoin mag sicherlich einen Image Schaden haben und auch sicherlich nicht umweltfr
eundlich sein, aber unsere Autos sind es auch nicht und trotzdem werden die Kinder, die vor 20 Jahren noch zu Fuß in die Schule gegangen sind heute mit 2,5 Tonnen schweren Geländewagen den Einen Kilometer zur Schule gefahren, was nicht nur umweltschädlich ist sondern auch noch den teuren SUV Motoren mehr schadet als der Umwelt weil sie nicht einmal richtig warm werden.
Die Bitcoin Story ist noch lange nicht vorüber und wird uns noch viele Jahre begleiten denn bereits jetzt gibt es massig kuriose Geschichten rund um den Bitcoin, die man kennen muss. Hier gibt es nicht nur die Geschichte von mehreren hundert Millionen Bitcoin die auf einer Mülldeponie in Großbritannien liegen oder der 160 Millionen Dollar Pizza, sondern auch noch eine Menge anderer interessanter Anekdoten und derer wird man in den kommenden Jahren sicherlich noch viele hören und lesen.



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