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Ulm News, 07.04.2021 15:05

7. April 2021 von Thomas Kießling
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Russischer Impfstoff "Sputnik" wird in Illertissen produziert- Freistaat Bayern bestellt mehrere Millionen Dosen


Bayern will über eine Firma in Illertissen den russischen Impfstoff Sputnik V beziehen, kündigte Ministerpräsident Markus Söder an. Wegen der anhaltend hohen Infektionszahlen im Freistaat werden die ab dem 12. April 2021 geplanten weiteren Öffnungsschritte in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von nicht über 100 bzw. 50 in den Bereichen Außengastronomie, Kultur und Sport bleiben weiter bis zum 26. April 2021 ausgesetzt und sämliche Öffnungsschritte und Modell-Proejekte um zwei Wochen verschoben. 

Millionen Sputnik-Impfdosen aus Illertissen für Bayern 

Der Freistaat Bayern hat am Mittwoch einen Vorvertrag mit dem Unternehmen r-pharm in Illertissen für den Kauf von Millionen Dosen des russischens Corona-Impfstoffes Sputnik geschlossen. Wenn Sputnik in Deutschland und in Europa zugelassen wird, will der Freistaat Bayern über die Illertisser Firma zusätzliche 2,5 Millionen Impfdosen im Juli kaufen, um die Impf-Zusatzkapazitäten in Bayern zu erhöhen. Das Pharmaunternehmen in Illertissen würde den Impfstoff dann im Auftrag der Sputnik-Entwickler produzieren.

Flexibler Impfen

Der  Ministerrat betonte, wie wichtig das Impfen und die die Schaffung von mehr Flexibilität dafür sei. Ziel müsse sein, die Impfstoffe effektiv einzusetzen. Ärzte müssten daher dort, wo ein diffuses Infektionsgeschehen herrscht, die am stärksten Gefährdeten impfen können. Der Freistaat Bayern wird die Corona-Impfverordnung des Bundes deswegen im Rahmen eines bayerischen Wegs so weit wie möglich auslegen. Der Bund werde  aufgefordert, weitere Flexibilisierungen zu ermöglichen, so der bayerische Ministerrat. 
Noch im April 2021 soll im Rahmen eines Modellprojekts für die Beschäftigten von zehn größeren bayerischen Arbeitgebern ein Impfangebot durch den betriebsärztlichen Dienst gemacht werden. 

 

Bayern erwirbt Luca-APP

Die digitale Kontaktdatenerfassung ist zentral für die schnelle Nachverfolgung und effektive Bekämpfung des Pandemiegeschehens. Im Rahmen eines Vergabeverfahrens entschied das Bayerische Staatsministerium für Digitales, eine landesweite Lizenz für Luca zu erwerben. Die App Luca hat hierbei unter anderem aufgrund ihres hohen Automatisierungsgrads und ihrer besseren Systemsicherheit den Zuschlag erhalten. Sie ermöglicht die schrittweise Rückkehr zur Normalität, insbesondere im Bereich der Gastronomie, Kunst und Kultur sowie des Sports. Damit können die bayerischen Gesundheitsämter sowie teilnehmende Organisationen und Unternehmen das System kostenfrei nutzen. Auch die Anwenderinnen und Anwender brauchen nichts zu bezahlen. Das System erleichtert den Gesundheitsämtern die Kontaktnachverfolgung nach dem Auftreten einer Corona-Infektion erheblich. Außerdem können Nutzer bei Luca direkt über die App eine digitale Warnung erhalten, wenn sie mit einer bestätigt infizierten Person in Kontakt waren.

Erleichterungen für Geimpfte

Für abschließend geimpfte Bürgerinnen und Bürger besteht keine Notwendigkeit für erhebliche pandemiebedingte Grundrechtseinschränkungen mehr. Daher können für sie Beschränkungen teilweise entfallen. In Betracht kommen insbesondere die Aufhebung von Quarantäneverpflichtungen und Erleichterungen von Testpflichten, wo diese vorgesehen sind (z.B. beim Besuch des Einzelhandels), entschied die Staatsregierung. 



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