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Ulm News, 23.02.2021 11:41

23. Februar 2021 von Ralf Grimminger
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Sicherheitsbilanz 2020: Weniger Diebstähle und Einbrüche, mehr Betrugsfälle und Sexualdelikte


Seit dem Frühjahr 2020 hält die Corona-Pandemie auch das Polizeipräsidium Ulm in Atem. Dennoch war die Ulmer Polizei in ihrer Ermittlungsarbeit erfolgreich: 65 Prozent der Straftaten klärte sie auf - das ist der höchste Stand seit zehn Jahren. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2020 hervor. Es gab weniger Diebstähle und Einbrüche, dafür mehr Betrugsdelikte, Sexualstraftaten und Fälle von häuslicher Gewalt.

Mit seiner Sicherheitsbilanz bestätigt das Polizeipräsidium Ulm (PP Ulm) seine Rolle als Garant für die Sicherheit in der Region, zählt doch das Zuständigkeitsgebiet zu den sichersten im ganzen Land. Erfreulich ist, dass die Zahl der registrierten Straftaten im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist: 38.864 Straftaten verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2020 für die Landkreise Alb-Donau, Biberach, Heidenheim, Göppingen und die Stadt Ulm. Das sind 1.343 weniger Delikte, was einem Rückgang von drei Prozent entspricht.

Die Kriminalitätshäufigkeitszahl - ein Wert, der die Zahl der Straftaten je 100.000 Einwohnerangibt- lag im vergangenen Jahr präsidiumsweit bei 4.242. Das ist im Vergleich zu 2019 ein Rückgang um fast vier Prozent (-167). Die Zahl liegt damit unter dem Schnitt des Landes mit 4.866 Delikten je 100.000 Einwohner. Im Landkreis Heidenheim reduzierte sich die Häufigkeitszahl von 2019 auf 2020 um fast 14 Prozent, sodass dieser Wert bei 3.825 lag. Im Alb-Donau-Kreis ging diese Zahl um acht Prozent auf 2.871 zurück. In der Stadt Ulm reduzierte sich die Kriminalitätsbelastung von 2019 auf 2020 um fast sechs Prozent auf nunmehr 7.996 Straftaten je 100.000 Einwohner. Der Landkreis Göppingen verzeichnete einen Anstieg um etwa drei Prozent auf 4.306 Straftaten, im Landkreis Biberach stieg die Häufigkeitszahl leicht (etwa ein Prozent) auf 3.415 Straftaten pro 100.000 Einwohner.

Mitursächlich für diese Entwicklung dürften die Einschränkungen im Rahmen der Corona-Pandemie sein. Zur Eindämmung des Infektionsgeschehens wurden durch die Regierung zahlreiche Maßnahmen ergriffen, die die Menschen dazu anhielten zuhause zu bleiben und die Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Besonders in Bereichen der Diebstahlsdelikte gingen die Zahlen zurück:
Der einfache Diebstahl reduzierte sich um fast 15 Prozent, auf 6.068 Straftaten. Das sind 1.041 Straftatenweniger als im Vorjahr. Im Bereich der Ladendiebstähle reduzierte sich die Zahl der Taten um 218 auf nun 2.079 Delikte. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Gelegenheiten für Täter aufgrund des Lockdowns wegfielen. Die Zahl der Wohnungseinbrüche liegt nach einem Rückgang von 19 Prozent mit 357 Delikten sogar auf dem niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre. Die Polizei Ulm hatte in den vergangenen Jahren diesen Deliktsbereich besonders im Fokus, da die Täter in den intimsten Privatraum der Menschen eindringen und dadurch das Sicherheitsgefühl der Opfer erheblich erschüttert wird.
Mit schwerpunktorientierten Maßnahmen wie verstärkten Kontrollen, offensiver Präventions- und Pressearbeit und einer eigenen dauerhaft eingerichteten Ermittlungsgruppe ist die Ulmer Polizei diesem Deliktsbereich begegnet. Nicht zuletzt haben möglicherweise aber auch die Einschränkungen im Zusammenhang mit Corona dafür gesorgt, dass die Einbrüche zurückgingen, zumal die Menschen mehr zuhause waren.

Auch beim Erschleichen von Leistungen (dem so genannten Schwarzfahren) verzeichnet die PKS einen Rückgang: Die Anzahl der registrierten Taten liegt bei 1.446 und sank damit um 29 Prozent (-579 Fälle). Darüber hinaus wirkt sich auch der Rückgang der Straßenkriminalität, das sind sämtliche Straftaten auf Straßen, Wegen oder Plätzen,(von 5.804 auf 5.039 Fälle) als auch der Aggressionsdelikte im öffentlichen Raum (von 1.922 auf 1.668 Taten) positiv auf die Sicherheitsbilanz aus. Die Zahlen sind hier so niedrig, wie seit fünf Jahren nicht mehr.
Diese Entwicklung dürfte auf die Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zurückzuführen sein, da viele Feste und Veranstaltungen und damit auch ein Zusammentreffen mehrerer Personen, die Alkohol konsumieren, ausfielen, zumal übermäßiger Alkoholgenuss ebenfalls zu seiner Steigerung der Aggression führen kann.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2020 verzeichnete 40 Straftaten gegen das Leben. Alle Delikte in diesem Bereich (neun Mordtaten, 19 Fälle von Totschlag, acht fahrlässige Tötungsdelikte und vier Schwangerschaftsabbrüche) wurden aufgeklärt. Im Vorjahr verzeichnete das PP Ulm noch 45 solcher Taten, von denen 44 aufgeklärt wurden.

Bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung verzeichnet das Polizeipräsidium Ulm einen Anstieg um etwas mehr als 30 Prozent: 918 Delikte kamen im Jahr 2020 zur Anzeige - das sind 214 mehr als im Vorjahr. 136 Taten und damit 15 Prozent fanden im öffentlichen Raum statt. Ungefähr die Hälfte der 73 beim PP Ulm registrierten Fälle von exhibitionistischen Handlungen und 49 Fälle der sexuellen Belästigung finden in der Öffentlichkeit statt. Der andere Teil findet im nichtöffentlichen Bereich statt. Dazu zählen beispielsweise auch Geschäfte.
Vor allem bei der Verbreitung pornografischer Schriften stieg die Fallzahl von 220 in 2019 auf nunmehr 404 Delikte. Die meisten Taten werden über das Internet verübt, häufig über die elektronischen Medien wie z.B. das Smartphone. Ob ein möglicher Grund für die gravierende Steigung darin liegen könnte, dass infolge der Maßnahmen im Zusammenhang mit der Pandemielage die Menschen mehr Zeit im Internet verbrachten, kann nur vermutet werden. Im Bereich des sexuellen Missbrauchs von Kindern musste das PP Ulm 178 Fälle zur Anzeige bringen - ein Fall mehr als noch im Vorjahr. Meistens werden auch diese Taten über das Internet begangen, indem Kindern pornografisches Material zugespielt wird oder sie zu sexuellen Handlungen aufgefordert werden.
Auch die Zahl der Vergewaltigungen hat zugenommen: 69 solcher Taten waren es im vergangenen Jahr. Das sind zwölf mehr als noch im Vorjahr. Eine Zunahme registrierte die Ulmer Polizei darüber hinaus bei sexuellen Übergriffen und Nötigungen bei denen der Täter an seinem Opfer sexuelle Handlungen vornimmt oder solche Handlungen an sich vornehmen lässt, obwohl der entgegenstehende Wille des Opfers erkennbar ist. Hier stieg die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr von 62 Taten auf jetzt 77 registrierte Fälle. Positiv ist, dass sich die Anzahl der Delikte der sexuellen Belästigungen, die dann vorliegt, wenn der Täter sein Opfer sexuell berührt, reduziert hat: Das PP Ulm verzeichnete 2020 insgesamt 100 solcher Taten (2019 waren es 133). Eine mögliche Ursache dürfte in den Ausgangsbeschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie liegen. Die Aufklärungsquote bei den Sexualdelikten liegt bei 90 Prozent (im Vorjahr waren es 89 Prozent).

Zurückgegangen ist auch die Anzahl der Aggressionsdelikte im öffentlichen Raum. Sie liegt mit 1.668 Delikten auf einem Fünf-Jahres-Tief und reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent. Während Straftaten gegen das Leben und Körperverletzungsdelikte spürbarrückläufig waren (von 18 auf zehn, das ist ein Minus von 44 Prozent, bzw. 472 auf 409 Fälle, -13 Prozent) stieg die Anzahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung in der Öffentlichkeit von neun Fällen im Jahr 2019 auf 14 Fälle im vergangenen Jahr. Mit brennpunktorientierten Sicherheitsmaßnahmen, wie verstärkter Polizeipräsenz, Fahndungskonzepten sowie Präventionsmaßnahmen und enger Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden begegnet die Polizei diesen Gewaltdelikten. Möglicherweise sind Rückgänge in diesem Bereich auch der Corona-Pandemie und damit einhergehenden Ausgangs- und Aufenthaltsbeschränkungen geschuldet.
Der Anstieg der Fälle, bei denen Polizistinnen und Polizisten im Einsatz angegriffen werden, bereitet dem Präsidenten des Polizeipräsidiums Ulm, Bernhard Weber, zunehmend Sorge. Eine Null-Toleranz-Strategie verspricht er, um diesen Delikten Einhalt zu gebieten: "Jede oder jeder, der eine Polizistin oder einen Polizisten bei der Ausübung des Dienstes angreift, wird zur Rechenschaft gezogen", so Weber. Insgesamt 305 solcher Fälle verzeichnete das Polizeipräsidium Ulm 2020. Das ist ein Anstieg um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wo die Anzahl dieser Taten bei 271 lag. Die Zahl ist so hoch, wie seit fünf Jahren nicht mehr.

Einen besonderen Fokus hat das Polizeipräsidium Ulm auf Betrugsdelikte, vor allem auf Straftaten zum Nachteil älterer Menschen, bei denen Täter bei ihren Opfern anrufen und sich als Polizist oder Verwandter ausgeben. Hier verzeichnete die Ulmer Polizei 2020 insgesamt1.090 Delikte, im Vorjahr waren es noch 1.979 solcher Straftaten. Diese Zahlen sind jedoch nicht vergleichbar, da aufgrund einer geänderten statistischen Erfassung ab dem Jahr 2020 eine Serie von Anrufen innerhalb eines Tages und einer Gemeinde als ein Fall erfasst wird und nicht mehr wie früher jeder Anruf einzeln gewertet wird. Dennoch zeigt sich die Dimension in diesem Deliktsbereich darin, dass der Schaden, den die Täter bei ihren Opfern verursachten, im vergangenen Jahr bei über zwei Millionen Euro lag - 2019 betrug er noch um die 400.000 Euro. Vergangenes Jahr kam es in 68 Fällen zur Übergabe von Geld oder Wertsachen, im Vorjahr fand bei 31 Taten eine Übergabe statt.
"Seit Jahren haben wir diesen Deliktsbereich im Auge. In Zusammenarbeit von Ermittlern und Präventionsbeamtinnen und -beamten mit anderen Partnern, wie beispielsweise Kreditinstituten, haben wir Maßnahmen und Konzepte entwickelt um einerseits die Bevölkerung, vor allem die Senioren, zu sensibilisieren und andererseits die Täter zu ermitteln", bekräftigt Thomas Wild, Leiter der Kriminalpolizeidirektion Ulm. Dass dieses Maßnahmenbündel sinnvoll ist, zeige sich darin, dass die Täter nur selten an Wertgegenstände kommen und die Anzahl der Versuche mit 1.022 sehr hoch liegt. Drei Prozent der Fälle (also 29 Straftaten) klärte die Ulmer Polizei auf. Im Vorjahr waren es mit zehn aufgeklärten Fällen noch 0,5 Prozent. Bei dem Phänomen "Falscher Polizeibeamter" erfasste die Ulmer Polizei im vergangenen Jahr 853 solcher Straftaten (2019 waren es 1.721). Beim sogenannten "Enkeltrick" verzeichnete das Präsidium im vergangenen Jahr 154 Delikte, im Vorjahr waren es noch 253. Darüber hinaus registrierte das Polizipräsidium Ulm 83 Schockanrufe, also Telefonate, in denen der Anrufer eine Notlage vortäuscht und sein Opfer psychisch unter Druck setzt um es zu einer Geldübergabe anzuhalten.

Im Bereich der häuslichen Gewalt verzeichnet die PKS ein Fünf-Jahres-Hoch: 964 solcher Delikte kamen 2020 zur Anzeige. Das sind 156 und damit 19 Prozent mehr als in 2019. Eine besondere Zunahme ist im Bereich der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (von zwölf Fällen in 2019 auf 20 Fälle in 2020, +67 Prozent),der Nötigung (vier Fälle in 2019, 14 in 2020, +250 Prozent) und der Bedrohung (hier stieg die Zahl von 56 auf 79 Taten, +41Prozent) festzustellen.
Auch hier könnten ein möglicher Grund die Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sein, denn die Bürger wurden seit dem Frühjahrangehalten, zuhause zu bleiben. Dieses Leben, teils auf engstem Raum, könne unter Umständen durchaus Aggressivität bis hin zur Partnergewalt begünstigen. Das PP Ulm hat sich auf die Fahne geschrieben, der häuslichen Gewalt intensiv zu begegnen. Im Rahmen eines Gefährdungsmanagements werden Risikoanalysen und Gefährdungsbewertungen potentieller Täter vorgenommen um Gewalteskalationen möglichst zu verhindern und einen effektiven Opferschutz zu gewährleisten. Hierzu wurde beim Polizeipräsidium Ulm eine Koordinierungsstelle eingerichtet.

Insgesamt 175 politisch motivierte Straftaten, also Delikte der rechten, linken, ausländischen und religiösen Ideologie, verzeichnete das PP Ulm im Jahr 2020. Das sind 49 Delikte weniger als 2019, in welchem 224 solcher Taten angezeigt wurden (-22 Prozent). Vor allem im Bereich der rechten Ideologie reduzierte sich die Zahl der Delikte: Waren es 2019 präsidiumsweit noch 142, lag sie im Vorjahr bei 95. Das ist ein Rückgang um 33 Prozent. Angezeigt wurden dabei vor allem sogenannte Propagandadelikte (54 Fälle) und Straftaten der Volksverhetzung (28Fälle). Die Anzahl der Straftaten mit linker Gesinnung ging ebenfalls im Vergleich zu 2019, wo 22 solcher Delikte angezeigt wurden, zurück: 2020 ermittelte die Ulmer Polizei in 20 Fällen ( -neun Prozent). Dabei registrierte die Polizei vor allem Sachbeschädigungen (zehn Delikte)und Verstöße gegen das Versammlungsgesetz (sieben Delikte).
Bei den Straftaten, die ausländischen Ideologien zuzurechnen sind, musste das Präsidium allerdings einen Zuwachs verzeichnen: 30 Straftaten -davon 27 Delikte aus dem Bereich der Sachbeschädigungen- waren es hier im vergangenen Jahr - also 24 Taten mehr als 2019 mit sechs Delikten. Einen Zuwachs verzeichnete das PP Ulm auch bei den Straftaten mit religiöser Gesinnung: Sechs Straftaten waren es in 2020, das sind zwei Delikte mehr als in2019.
Im vergangenen Jahr zeigte die Polizei fünf Straftaten im Bereich des Terrorismus an. Mit gezielten Maßnahmen, wie der Bearbeitung der Delikte durch Spezialisten bei der Kriminalpolizei(Staatsschutz) im Bereich der Repression, aber auch mit zielgerichteten Vorträgen zum Thema Extremismus beispielsweise im Bereich der Prävention oder enger Kontaktpflege zu Gruppen oder Vereinen, die von Straftaten betroffen sein könnten, begegnet das Polizeipräsidium diesem Deliktfeld.

Bei den Rauschgiftdelikten verzeichnet die PKS einen Zuwachs um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit bearbeitete die Ulmer Polizei im vergangenen Jahr 3.402 solcher Delikte. Die Zahlen sind auf einem so hohen Stand, wie seit fünf Jahren nicht mehr. Insbesondere der Besitz bzw. Erwerb von Rauschgift hatte einen Zuwachs von 238 Delikten auf nun 2.693 solcher Taten (+zehn Prozent).
Ursächlich dafür dürften die verstärkten Kontrollen der Polizei sein. Denn solche Delikte werden oft nur dann aufgedeckt, wenn die Polizei kontrolliert. "Die Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität ist ein zentrales Thema in der Kriminalitätsbekämpfung beim Polizeipräsidium Ulm," so der Leiter der Kriminalpolizeidirektion Thomas Wild, "dabei haben wir sowohl den Klein- und Straßenhandel als auch die mittlere und schwere Rauschgiftkriminalität bis hin zu organisierten Deliktsformen im Blick", ergänzt er weiter. xxxxxxxxxxxxxxxxxErfreulich ist, dass die Aufklärungsquote aller registrierten Straftaten mit 65 Prozent nicht nur auf einem Zehn-Jahres-Hoch, sondern auch über dem Landesdurchschnitt von 64 Prozentliegt. Insbesondere im Bereich der Rohheitsdelikte (von 91 Prozent auf 93 Prozent), Diebstählen, (Aufklärungsquote beim einfachen Diebstahl von 44 auf 48 Prozent, beim schweren Diebstahl von 17 auf 23 Prozent) Vermögens- und Fälschungsdelikte, (von 62 auf64 Prozent) aber auch Sachbeschädigungen, (von 94 auf 95 Prozent) erhöhte sich die Anzahl der aufgeklärten Straftaten. "Hier spiegelt sich die hohe Motivation der Beamtinnen und Beamten des PP Ulm wieder, die ausdauernd und mit viel Elan professionelle Ermittlungsarbeit leisten," resümiert Polizeipräsident Bernhard Weber, Leiter des Polizeipräsidiums Ulm.

Wenig geändert hat sich die Zahl der Tatverdächtigen: 17.400 Menschen standen 2020 im Verdacht, eine Straftat begangen zu haben; 3.918 von ihnen waren unter 21 Jahren. In 2019 registrierte die Ulmer Polizei 17.291 Tatverdächtige; 4.104 davon agierten als sogenannte "Jungtäter". Damit ist die Zahl der Tatverdächtigen unter 21 Jahren um fünf Prozent gesunken. Statistisch gesehen war diese Gruppe im vergangenen Jahr relativ häufig an Rauschgiftdelikten (972 Taten), Ladendiebstählen (640 Taten), Vermögens- und Fälschungsdelikten (571) und einfachen Körperverletzungsdelikten (478) auffällig. Von den 17.400 Tatverdächtigen waren 6.123 Menschen nichtdeutsch. Das sind 35 Prozent. Nichtdeutsche und Asylbewerber machen einen Anteil von 15 Prozent der Bevölkerung im Zuständigkeitsgebiet des PP Ulm aus: Von 916.070 Einwohnern sind 139.505 nichtdeutsch.

Die Pandemielage, in der sich Deutschland seit dem Frühjahr 2020 befindet, ist eine Herausforderung für einen überwiegenden Großteil der Bevölkerung, denn viele müssen sich zum Teil erheblich in ihren Gewohnheiten einschränken. Aber auch die Arbeit der Polizei wurde um die Überprüfung der Einhaltung der Vorschriften der Corona-Verordnung erweitert. Auch wenn sie dabei Ordnungswidrigkeiten ahnden und bei den zuständigen Ämtern zur Anzeige bringen musste, so stellte sie auch fest, dass sich ein Großteil der Bevölkerung an die Vorschriften hielt. Denn nicht nur die Polizei, sondern auch die Bevölkerung kann in allen Bereichen einen Beitrag für die Sicherheit in der Region leisten.



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