Ulm News, 13.05.2011 22:09
Ulrich Wildermuth gestorben
Ulrich Wildermuth, früherer Chefredakteur der Südwest Presse, ist tot. Er starb im Alter von knapp 80 Jahren in Ulm.
Ulrich Wildermuth war bis 1997 Chefredakteur der Südwest Presse in Ulm. Er war 28 Jahre lang Chefredakteur der Südwest Presse und ging mit 65 Jahren in den Ruhestand. Ihm folgte Jörg Bischoff nach. Ulrich Wildermuth war ein sehr freundlicher, eloquenter Mensch und einer hervorragender Journalist, der sich in der Bundes-und in der Landespolitik bestens auskannte und hervorragende Kontakte pflegte. Mehr als eine Geschäftsbeziehung verband ihn mit Helmut Kohl. Wenn Wildermuth nach Bonn zum Interview mit dem Bundeskanzler reiste, hatte er meist einen von seiner Frau gebackenen Kuchen im Gepäck. 2001 veröffentlichte Ulrich Wildermuth das Buch "Die Zeit mit Helmut Kohl". Er kam darin zum Schluss, dass Helmut Kohl der große Vollender der Bonner Republik gewesen sei. "Alle ihre Ziele hat er erreicht, alle ihre Träume verwirklicht. Nach ihm die Sintflut. Und das war's dann." So lautete Ulrich Wildermuths Bilanz der Ära Kohl. Der langjährige
Chefredakteur der "Südwestpresse" analysiert in dem Buch nicht nur kenntnisreich die Politik des "Wendekanzlers", sondern rechnet auch schonungslos mit den bundesdeutschen Institutionen ab. Wildermuths nüchternes Ergebnis: verhockt und
verstockt. Und obwohl Helmut Kohl wie ein Herkules geschuftet habe, im zentralen Punkt habe er scheitern müssen, weil die deutsche Gesellschaft zur Wende unfähig gewesen sei. Die Gesellschaft habe zwar Reformbedarf gespürt, aber das Althergebrachte und Altvertraute nicht loslassen können. Die Gesellschaft blieb stehen, obwohl sie losschreiten hätte müssen, so seinerzeit das Urteil des früheren Chefredakteurs.
Der gebürtige Stuttgarter Ulrich Wildermuth, der punktgenau schreiben und herrlich pointierte Reden halten konnte - diese begannen immer mit "Damen und Herren" - starb im Alter von 79 Jahren in Ulm im Hospiz.




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